@Ostfriese's Leserbrief zum Thema "Bitcoin – die neue Welt des Geldes" des …

Ostfriese, Montag, 17.08.2026, 10:00 (vor 5 Stunden, 34 Minuten) @ Konstantin405 Views
bearbeitet von Ostfriese, Montag, 17.08.2026, 11:27

Hallo Konstantin

"Bitcoin ist an Fiat-Papiergeld gekoppelt, ..."

Exakt

… Unternehmertreffens am Montag 13.09.2021 im Franz-Hitze-Haus Münster, über das die Westfälischen Nachrichten berichteten.

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Gunnar A. Pier https://www.wn.de/muenster/bangen-vor-dem-bitcoin-2423446 Unternehmertreffen im Franz-Hitze-Haus am 13. September 2021 zum Thema „Bitcoin - die neue Welt des Geldes“, von links: Antonius Kerkhoff (Direktor der Akademie), Gerrit Abelmann (Vorstandsmitglied DKM Darlehnskasse Münster eG), Frank Knura (Geschäftsbereichsleiter Firmenkunden Münster, Sparkasse Münsterland Ost), Prof. Dr. Wim Kösters (RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, Ruhr-Universität Bochum), Bischof Dr. Felix Genn, Dr. Martin Dabrowski (Akademie Franz Hitze Haus)

Münsters Bischof Dr. Felix Genn machte keinen Hehl daraus: "Das ist eine Wirklichkeit, die mir fremd ist." Sein Unternehmertreffen am Montagnachmittag sollte da Abhilfe schaffen: "Bitcoin – die neue Welt des Geldes?" war das Thema der Veranstaltung im Franz-Hitze-Haus. Rund 120 Unternehmer aus dem Münsterland waren dabei.

Was sich hinter dem Begriff, der nach so viel Modernität und Zukunft klingt, verbirgt, erklärte Dr. Wim Kösters in seinem Eingangsvortrag. Der Professor am Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung der Ruhr-Universität in Bochum schlug einen Bogen von der Theorie, was Geld überhaupt ist ("als Zwischentauschgut eine geniale Erfindung") hin zu den Problemen, die viele Menschen im bisherigen System vermuten. Kryptowährungen wie der Bitcoin seien bewusst entstanden als Alternative jenseits von Banken und Zentralbanken.

Doch an die Alltagstauglichkeit glaubt Kösters nicht. Zwar gelten Kryptowährungen als "immun gegen staatlichen Missbrauch" – dafür lockten sie Kriminelle. Und das Sicherheitssystem, das jenseits der bewährten Sicherheitssysteme erdacht worden sei, brauche dermaßen große Rechnerkapazitäten, dass das im Alltag lange nicht funktionieren könne. Dazu der Stromverbrauch: Es gebe Studien, nach denen das Management der Bitcoins schon jetzt so viel Strom verbrauche wie die ganzen Niederlande. Dass der Bitcoin-Zahlungsverkehr komplett unreguliert ist, sieht Kösters als entscheidendes Problem an.

Mein gekürzter Leserbrief (rot) erschien vom 16.09.2021 in den WN:

Bitcoins sind kein Geld.

Die Zentralbank beurkundet mithilfe ihrer geldpolitischen Operationen mittels Pfänder besicherte und durch terminlich festgelegten Verkauf und späteren Rückkauf private Schuldverhältnisse.

Die zentralbankfähigen Schuldverhältnisse sind gleichzeitig die Sicherheiten für die Zentralbank zwecks Geldschöpfung. Sie räumt den Geschäftsbanken dabei ein Zentralbank-Guthaben ein. Dieses ZB-Guthaben der Geschäftsbanken wird mit den entsprechenden Geldeinheiten auf Geldträgern (Banknoten oder giral) dokumentiert. Der Staat setzt mit seiner Macht fest, dass diese Geldträger jetzt aktiv als gesetzliches Zahlungsmittel dienen. Banknoten sind Aktiva. Aus der terminlich fixierten Rückübertragungsforderung von der Zentralbank zur Geschäftsbank erklärt sich, dass das Geld als umfassende Konstruktion des Staates ein Passivum ist. Geld ist kein "Zwischentauschmittel".

Im Gegensatz zum staatlich erzeugten Euro und Dollar, die staatlich festgelegtes Steuerzahlungsmittel sind und in die sich die Wirtschaftsteilnehmer verschulden können, sind Bitcoins nur privat erzeugte Einheiten. In sie können sich die Privaten wegen ihrer hohen schwankenden Bewertung nicht verschulden und können deshalb nicht als an den Staat zu entrichtenden Steuern dienen. Bitcoins sind kein Geld.

Die hohen Preise sind ein Zeichen dafür, dass Spekulanten sich von sehr risikobehafteten Käufen und Verkäufen Gewinne erhoffen.

Gruß - Ostfriese


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