Kerstin Steinbach – Die „verhassten Bilder“ aus der „besseren Zeit“
Das folgende Video passt ganz gut in dieses Thema. Leider ist diese Audio-Diskussion eine Stunde lang, aber die Zeitinvestition rentiert sich. Ich wollte eigentlich nur kurz hineinhören und habe es dann in voller Länge angehört. Es zeigt nicht das emporkommen der Weiblichkeit, sondern den Verlust der Männlichkeit.
Vor Jahren hörte ich ein Interview mit einer russischen Frau, die schon ein paar Jahre in Deutschland lebte.
Frage: Glauben sie die deutschen Frauen sind emanzipiert?
Antwort der Russin: In Deutschland sind weder die Frauen, noch die Männer emanzipiert.
Die von Dr. Kerstin Steinbach so genannte bessere Zeit (von 1965 bis 1975) zeichnet sich durch ein Lebensgefühl aus, das aus heutiger Sicht geradezu märchenhaft wirkt: Man konnte angstfrei seine Sexualität ausleben, selbstbewusst nackt sein und offen seine Meinung aussprechen. Beendet wurde das kurze Glück durch die aggressive „Schwarzerei“, also durch die staatlich abgesicherten Vorstöße von Alice Schwarzer, die uns den gouvernantenhaften Frauenrat und ein „gängelndes“ Sexualstrafrecht beschert haben und durch Berufsverbote, die durch den Radikalenerlass von Willy Brandt möglich wurden.
Steinbach hat die „verhassten Bilder“ der „besseren Zeit“, in der Prostitution und Pornokonsum rückläufig waren, lustvoll dokumentiert, wehmütig kommentiert und historisch eingeordnet. Damals galt: „Lustsuche statt Geldsuche“. Bei Sachfragen sollte die Vernunft auf dem Richterstuhl sitzen, die Geschlechterfrage sollte keine Rolle spielen, die Politik sollte sich heraushalten. Das ist vorbei. Eine Rückkehr zu der „besseren Zeit“ wird es so bald nicht geben. Jetzt geht es, so Steinbach, darum, die Wiedereinsetzung der Verfassung zu erstreiten und die Meinungsfreiheit zu verteidigen.
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/talkshow/unter-freunden/unter-freunden-k...
Rainer
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