Einige Fakten über Mähdrescher und die "Palz"
Ein Claas-Mähdrescher mit 12 m Arbeitsbreite (typisch Modelle wie Lexion 7/8er-Serie mit Vario 1200-Schwader) kostet je nach Ausstattung mit GPS (z. B. CEMOS AUTO) und Joystick (CMotion) derzeit neu ca. 500.000–700.000 € zzgl. MwSt.
Preisentwicklung seit Einführung
Die Lexion-Serie mit 12-m-Option startete um 2010–2012 bei ca. 300.000–400.000 € (Basispreis ohne Extras). Bis 2019 stiegen Preise auf 450.000–550.000 € durch Hybridmotoren und Tech-Upgrades. Seit 2020/2021 (Generation 8700/8800) liegen Neupreise bei 550.000–800.000 €, inflations- und technikbedingt.
Aktuelle Gebrauchtpreise
Gebrauchte 12-m-Modelle (2018–2023, <1.000 Std.) kosten 350.000–550.000 € mit GPS/Joystick. Ältere (2012–2017) ab 150.000–300.000 €, abhängig von Zustand. Preise schwanken regional; in Deutschland oft inkl. MwSt. angeboten.
Ein Claas-Mähdrescher mit 12 m Breite und hochwertiger Ausstattung (GPS, Joystick) amortisiert sich typischerweise ab etwa 300–500 Hektar Anbaufläche, abhängig von Ertrag, Dieselpreisen und regionalen Bedingungen.
Wirtschaftlichkeitsfaktoren
Bei einem Neupreis von 500.000–700.000 € (aus vorheriger Recherche) und 1.500–2.000 Betriebsstunden pro Saison über 10 Jahre muss die Maschine 50–70 Tonnen/Stunde durchsetzen, um Kosten zu decken. Für Getreideerträge von 8–12 t/ha reicht das bei 300 ha aus, da Fixkosten (Abschreibung ca. 50.000 €/Jahr) durch Eigenleistung gedeckt werden – im Vergleich zu Auftragsdreschen (20–40 €/t).
Regionale Unterschiede
In Deutschland lohnt sich Eigenbesitz ab 400 ha oft mehr als Dienstleister, bei Ölpreisen um 1 €/l und 12-m-Breite für schnelle Ernte. Kleinere Betriebe (<200 ha) mieten oder bestellen lieber, um Kapital freizuhalten. Bei Spezialkulturen (Mais) sinkt die Grenze auf 250 ha durch höhere Durchsätze
In Rheinland-Pfalz (RL-P), zu der die Pfalz gehört, gibt es etwa 15.310 landwirtschaftliche Betriebe mit einer Gesamtfläche von rund 712.000 Hektar (Datenstand 2023, leichter Rückgang bis 2025 erwartet).
Verteilung nach Betriebsgröße
Die Betriebe sind stark fragmentiert: Über 60% haben weniger als 50 ha, nur ca. 10% über 100 ha – typisch für die Pfalz mit Wein- und Gemüseanbau.
< 5 ha: ca. 20–25% (Kleingärtnereien, Nebenbetriebe).
5–50 ha: ca. 50–60% (Mehrheit, oft Spezialkulturen).
50–100 ha: ca. 20%.
100 ha: ca. 10%, davon wenige Großbetriebe >300 ha für Getreide/Mähdrescher.
Pfalz-spezifisch
In der Pfalz-Region (Süd-RL-P) dominieren kleinere Betriebe durch Weinbau (ca. 25.000 ha, viele <10 ha) und Gemüse (308 Betriebe mit 16.500 ha im Freiland 2025). Nur ab 200–300 ha lohnt oft eigener Mähdrescher-Einsatz, was auf ca. 5–10% der Betriebe zutrifft.
Quelle: perplexity.ai
Gruß
Illusion