Danke Fox-News, aber hast Du ein (mT)
Zitat dazu?
Mir sind keine Experimente bekannt, die Abweichungen von der Schrödingergleichung zeigen würden.
"Klassisches Zeitverständnis" sagst Du.
In der Physik unterscheidet man "klassische Physik" und "Quantenmechanik". Und letztere ist durch die Schrödingergleichung definiert. Die habe ich Dir hingeschrieben und dort steht die Zeit drin.
Was Du vielleicht meinst, sind irgendwelche Lokalitäten, lokaler Realismus etc. Das ist seit John Bell und seinem Paper von 1964 überholt:
https://cds.cern.ch/record/111654/files/vol1p195-200_001.pdf
Die Quantenmechanik sagt Abweichung von der Bellschen Ungleichung voraus, und ihre Experimente haben etliche Male diese von der QM vorhergesagten Abweichungen bestätigt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Bellsche_Ungleichung
Zitate:
"Diese beiden Annahmen entsprechen dem Alltagsverständnis physikalischer Vorgänge und gehören zu den Grundvoraussetzungen der klassischen Physik. Dennoch muss mindestens eine von ihnen falsch sein."
"Die Quantenmechanik sagt hingegen bei Messungen an einem verschränkten System, z. B. Messungen der Polarisationsrichtungen zweier gleichzeitig erzeugter Photonen, stärkere Korrelationen voraus, als diese Ungleichung erlaubt."
Wir haben letztes Jahr 100 Jahre Quantenmechanik gefeiert, wissen also seit 100 Jahren, daß die Quantenmechanik recht hat und nicht die "klassische Physik", die vor Heisenberg, Schrödinger etc. kam, auch wenn Einstein damit seine Probleme hatte.
Für die Durchführung von Experimenten, die die Abweichungen von der Bellschen Ungleichung (die die klassischen Erwartungen erfüllt) und der Korrektheit der Quantenmechanik (was ich in meinen Posts postuliert habe) haben Anton Zeilinger, John Clauser und Alain Aspect den Physiknobelpreis im Jahre 2022 erhalten. Alle diese Experimente bestätigen nur eines: daß die Quantenmechanik korrekt ist. Das ganze Geschreibe über die "spukhafte Fernwirkung", "Teleportation" etc. sagen nur eines: es gibt eine Theorie jenseits der klassischen Physik, die man so normalerweise als MINT Student im 1. Semester oder sogar noch in der Schule lernt (klassische Mechanik), die korrekt ist, wieder und wieder bewiesen, noch nie wurde eine Abweichung davon gemessen, und diese Theorie heißt Quantenmechanik und es gibt sie seit 1925.
Alain Aspect hat in seinem Experiment 1982 klar nachgewiesen, daß die QM korrekt ist, und die gesamte Quantentechnologie basiert genau darauf. Zitat aus dem Wiki-Artikel über ihn:
"Als Ergebnis des die Quantenmechanik bestätigenden Versuchs bleiben gemäß dem EPR-Paradoxon und seinen Voraussetzungen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten: Es sind entweder (a) experimentell nicht fassbare Fernwirkungen am Werk (Einstein sprach in diesem Zusammenhang von spukhaften Fernwirkungen) oder (b) die quantenmechanische Beschreibung der experimentellen Vorgänge bedient sich eines Formalismus, dessen Objekte nicht ohne Weiteres als unmittelbare Bestandteile der Realität angesehen werden dürfen. Diese letzte Ansicht ist die Auffassung der Kopenhagener Interpretation der Quantenmechanik von Niels Bohr und Werner Heisenberg."
https://de.wikipedia.org/wiki/Alain_Aspect
Das ganze wissen wir schon seit Bohr und Heisenberg und 1927.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kopenhagener_Deutung_der_Quantenmechanik
Man kann das mit einem Satz zusammenfassen: Es gibt eine Wellenfunktion Psi(r,t) und man glaubt an die Schrödingergleichung H*Psi=ih_quer*dPsi/dt.
Case closed. Das ganze Drumrum, was in Presseberichten immer aufgebauscht wird, über "spukhafte Fernwirkung" etc. geht vor Heisenberg und Kopenhagen zurück. Why? Wir wissen, daß die Quantenmechanik korrekt ist, und trotzdem "wundern" wir uns seit 100 Jahren, daß die klassische Physik nicht der Weisheit letzter Schluß ist?
Jeder Schüler lernt schon im Chemieunterricht die Orbitale kennen, mit denen er zB die Bindung von Wasserstoffatomen zu den Molekülen im Wasserstoffgas verstehen kann, oder wieso H2O ein Dipol ist oder wieso Diamant härter ist als Graphit. Wieso sollte man dann ständig zu einem klassischen Atommodell zurück kehren, wo man sich das Elektron als Mond vorstellt, der um den Kern (eine Art Erde) kreist?
Gruß DT