Komplizierte Aktion. Die Täter hatten Ahnung von Elektrik
Da geht es um in der Erde verlegte 110 kV Leitungen, was ich eigentlich schon für technischen Wahnsinn halte. So etwas gehört an Isolatoren in die Luft gehängt. Zum Isolationsproblem kommen die kapazitiven Verluste.
https://www.bz-berlin.de/polizei/stromausfall-10
Bei dem Anschlag am Samstagmorgen waren fünf 110.000-Volt-Hochspannungskabel und zehn sogenannte Mittelspannungskabel von jeweils 10.000 Volt zerstört worden. Berlins Energiesenatorin Franziska Giffey (47, SPD) sprach von einem „akuten, sehr, sehr großen Schaden“.
Um diesen wieder reparieren zu können, braucht es dem Netz-Betreiber zufolge eine staubfreie und auf Plusgrade beheizte Raumumgebung. Ein Ölkabel und eines aus Kunststoff sollen an der Stelle zusammengeführt werden. Ein kompliziertes Verfahren: Die beiden unterschiedlichen Stränge waren zuvor nicht miteinander verbunden.
Bei vergrabenen Leitungen hast du ein großes Problem bei einem Schaden. Schon bei normaler 220V Versorgung. Hier in Spanien sieht man das pragmatisch und führt die Versorgungsleitungen, nicht wie bei uns im Boden, sondern in der Höhe des 1. Obergeschosses an der Hauswand entlang. Sieht nicht schön aus, ist aber leicht zu reparieren. Ein Mann mit Leiter reicht, statt drei Mann mit Bagger, Hacken und Schaufeln. Oft wird dabei noch mehr kaputt gemacht. Alternativ wird ein Saugbagger eingesetzt, um Schäden zu vermeiden. Saugbagger kostet natürlich extra.
In Berlin wurden vermutlich einige Saugbagger eingesetzt. Du glaubst doch nicht, dass die da einfach mit der Schaufel reingefahren sind.
Rainer
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