Noch ein wichtiger Nachtrag ...
Es muss auch beachtet werden, dass Hypothekenkredite nicht unbedingt irgendetwas zur realen Wirtschaftsleistung (BIP, GDP) beitragen: Viele solcher Kredite werden NICHT aufgenommen, um ein neues Haus zu bauen (zu lassen), sondern um ein bereits fertiges, älteres Haus im Privatbesitz, welches schon in Benutzung war, zu kaufen. Das gleiche gilt für den Kauf von unbebauten Grundstücken (etwa für Spekulationszwecke, für Zwecke der Vererbung, für Garten- od. Ackerbau, für zukünftige Bebauung u.ä.). Solche Hypokredite tragen nichts zum BIP bei.
Ich kenne Jemanden persönlich, der mehrere Hypotheken kurz nacheinander aufgenommen hatte, um die gleiche Anzahl von Häusern und Wohnungen in guter Ortslage zu kaufen. Er verbesserte die Immos teils eigenhändig und setzte Mieter rein. Mit den Mieteinnahmen stottert(e) er seine Hypotheken ab. Heute ist er stinkereich. Er besaß halt das Vertrauen seiner Hausbank bzw. die Bank vertraute seinem Geschäftsmodell und den anvisierten Immobilien. Er (BWL'er, Wirtschaftsinformatiker) verdiente zudem sehr ordentlich in seinem eigentlichen Beruf (den er bald an den Nagel hängte). Auch diese Hypotheken trugen nur sehr wenig zum deutschen BIP bei.
So ist zu erklären, dass das offene Hypothekenvolumen eines Landes das BIP des Landes um einige Prozente sogar überragen kann! So etwa sah es aus unmittelbar vor dem Finanzcrash in 2008 (.. vorher evtl. das Cookie im Browser löschen!):
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/71325/umfrage/anteil-unbezahlter-hypothe...
Gruß, Beo2