Es wird genau so laufen, wie immer. Nichts wird anders.

Steppke, Sonntag, 14.06.2020, 09:36 (vor 2055 Tagen) @ WiKa4334 Views
bearbeitet von Steppke, Sonntag, 14.06.2020, 10:16

Die aktuelle Krise gibt uns tatsächlich eine einmalige Gelegenheit jetzt tiefer zu
schauen, welche Bedürfnisse für kommende Generationen bedeutsamer sind als die
bisherigen. Das läuft allerdings auch auf einen harten Paradigmenwechsel hinaus,
denn mit der Wiederholung des jetzt crashenden Systems werden wir keinen Blumentopf
mehr gewinnen.

Nach dem Crash und Reset wird alles genau so weiterlaufen, wie es immer war. Der Crash wird nicht nur viele Vermögen rasieren, sondern auch viele Schulden. Die Aufschuldungsmöglichkeiten werden gigantisch und zahllose Nachschuldner wieder verfügbar sein. Alle werden gierig dem Wachstum und der Wohlstandvermehrung hinterherjagen, und das wird auch wieder für ein paar Jahrzehnte funktionieren. Niemand wird sich dem entgegen stellen. Mahnende Stimmen werden schnell verstummen, niemand wird ihnen zuhören.

Die Politik wird den folgenden Aufschwung für sich beanspruchen und feierliche Reden halten, die Firmenbosse werden sich über anziehende Gewinne freuen und auch die Angestellten und Konsumenten werden, nach ein paar Jahren Armut und Elend, und in der Hoffnung, bald wieder einen Urlaub in Italien machen oder sich ein "Dingsphone" kaufen zu können, mitziehen.

Niemand wird irgendwelche "Experimente" wagen, niemand wird "tiefer schauen" und einen Paradigmenwechsel wird es auch nicht geben, denn alle werden damit beschäftigt sein, sich ein Stück vom Wachstumskuchen abzuschneiden. Nichts wird anders.

So wird das ablaufen.

Und in 70/80/90/100 Jahren, dann, wenn praktisch niemand mehr den vorherigen Crash live erlebt hat und nur einige davon in Büchern gelesen haben, kommt der nächste Reset ... und alles beginnt wieder von Vorne ... usw.


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