Welche Funktion haben Viren? - Was geschieht bei Impfungen aus biologischer Sicht?

sodele, Dienstag, 28.04.2020, 19:41 (vor 2100 Tagen)4404 Views
bearbeitet von sodele, Dienstag, 28.04.2020, 20:08

In Erwartung weltweiter Zwangsimpfungen haben viele ein ungutes Gefühl, weil sie dabei automatisch an die Gefahr von Impfschäden denken. Wie steht`s jedoch prinzipiell um die Sinnhaftigkeit einer Impfung gegen Grippeviren oder Covid-19?

Professoren wie Drosten erklären uns, das besondere Problem bei einer Infektion durch das neue Virus sei bei bestimmten Personengruppen die ÜBERSCHIEßENDE Reaktion des Immunsystems. Es komme dadurch zum Anschwellen der Schleimhäute in der Lunge und zu Atemnot.

Vom Systembiologen Ayyadurai lernen wir darüber hinaus, WARUM es eigentlich zu dieser überschießenden Reaktion kommt. Als gelernter Ingenieur erklärt er es anschaulich am Beispiel eines Motors:

Zum Zeitpunkt der Infektion laufe das Immunsystem schon länger nur noch auf einem Zylinder, die anderen drei seien bereits ausgefallen. Das heißt, dieses Sytem ist extrem vorgeschädigt und es läuft nun heiß, so wie ein Motor, der das Fahrzeug nur noch mit dem einen funktionsfähigen Zylinder einen Hügel hinaufbefördern soll. (Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=w0DMuH44h1Y&t=14m20s)

Dann spricht Ayyadurai das aus, was ich noch von niemanden in dieser Deutlichkeit gehört habe:

Bei diesem Personenkreis ist nicht das Virus das eigentliche Problem, sondern es ist das nicht richtig funktionierende Immunsystem, welches DIE EIGENEN KÖRPERZELLEN ANGREIFT UND ZERTSTÖRT! Im Falle von Covid-19 die Zellen in der Lunge.

Also, das dysfunktionale Immunsystem zerstört beim Versuch das Virus zu treffen massenhaft eigene Körperzellen, weil es hyperaktv wird und daneben schießt.

Der dieser Tage so arg in der Kritik stehende Wolfgang Wodarg erzählt im Interview mit Radio München von einer vor ein paar Jahren im Rahmen der normalen jährlich stattfinden Grippeschutzimpfung durchgeführten holländischen Studie. Zwei Gruppen werden über drei Jahre hinweg auf ihr Krankheitsgeschehen beobachtet. Der eine Teil wurde geimpft, der andere nicht. Die Teilnehmer beider Gruppen erkranken im Beobachtungszeitraum gleich häufig an grippalen Infekten, der Unterschied besteht lediglich darin, dass die geimpfte Gruppe nicht von DEM Virus befallen wurde gegen den sie geimpft wurde, sondern von anderen.
https://soundcloud.com/radiomuenchen/covid-19-test-testet-alle-corona-viren-dr-wolfgang...

Welche Schlüsse lassen sich daraus ziehen?

Wenn das eigentliche Problem gestörte Immunsysteme sind und es nicht nur einen einzigen Virenstamm, sondern Millionen davon gibt, macht es dann überhaupt Sinn auf einen davon per Impfung schießen zu wollen? Oder ist der Ansatz genau so wenig zielführend als wolle man an dem Auto im Beispiel oben, das einen Motorschaden hat, das Problem dadurch lösen indem das alte Motorenöl abgelassen und durch ein neues ersetzt wird?

Kann man sich Viren also eher wie ein Warnlämpchen am Armaturenbrett vorstellen?

Lämpchen leuchtet grün wenn Viren im Körper sind und das Immunsystem sie ohne irgendwelche spürbaren Krankheitssymptome unschädlich macht. In dem Fall ist das Immunsystem in topform.

Lämpchen leuchtet gelb wenn leichte bis mittlere Symptome wie Schnupfen und Heiserkeit auftreten. Immunsystem prinzipiell ok, doch zur Zeit leicht in Unwucht (das heißt, es läuft auf drei von vier Zylindern)

Lämpchen leuchtet rot: Immunsystem war zum Zeitpunkt des Infekts schon weitgehend irreparabel zerstört.

Oder ist diese Betrachtungsweise zu vereinfachend?


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