Der Fortschritt vom Börse- & Wirtschaftsforum zum Wunschkonzertforum (Tm Oblomow), vom Debitismus zur Wünsch-dir-was-Ökonomie
Waren bisher die Industriebeschäftigten noch mit die Zahlungskräftigsten der unteren 90%, fallen sie auf absehbare Zeit als ein großer Teil der Konsumenten aus, weil sie schlicht entlassen werden.
Kauften jene die VW, BMW und Mercedes mit Verbrennungsmotoren bisweilen auf Pump weil Barzahlung eher selten möglich war (so viel Erspartes hatten die meisten schlicht nicht), kaufen sie in Zukunft erst recht keinen E-Karren, weil dieser mit verringertem Einkommen bei gleichzeitig deutlich höherem Preis nahezu unbezahlbar wird.Glückwunsch an die Großindustrie, so kann man sich auch "gesundschrumpfen" - bis zur Insolvenz hin, respektive dem vollendeten Abzug ins Ausland.
Wenigstens ein Ansatz zum Denken, aber letzten Endes
Wenn das ihr Ziel ist, dann passt der Weg dort hin.
Krall sagte eine ca. 1 1/2 Jahre andauernde Deflation voraus. Ich denke da liegt er falsch, denn eine solche Entwicklung hält eher min. 5...10 Jahre an, wenn neben den Großbetrieben auch die Kleinen gezwungenermaßen in die Abwärtsspirale mit eingebunden werden.
bleibst auch du bei der Wunschkonzertökonomie verhaftet, weil du das Grundaxiom des Debitismus nicht begriffen hast, was da lautet:
Wo sollen denn die zahlungskräftigen Nachschuldner herkommen?
Sie werden in 1-2 Jahren nicht erscheinen und auch nicht in 5...10 Jahren, sie werden im Rahmen unseres 1.000jährigen Kulturzyklus nie wieder erscheinen. Nie wieder!
Damit erledigt sich auch das ganze Preppertum, es sei denn, es bevorratet einer Nahrungsmittel, die sich über 1.000 Jahre lang halten. Selbst die tiefgefrorenen Mammuts, obwohl sie unsere Vorfahren gerne gegessen haben, sollen nicht mehr richtig verzehrfähig sein.
Bleibt schlussendlich aber die Frage wem das alles nutzt?
Banken, Versicherungen und Pensionsfonds eher genauso wenig wie der Industrie.
Spekulanten und Cash-Haltern schon eher.
Für Ölbesitzer, Reedereien und Airlines ist es ein Desaster.
In Summe stärkt es wohl primär diktatorischen Regierungen den Rücken, welche konsequent damit die Staatsquote erhöhen und die Bevölkerung in Armut und Abhängigkeit treiben können.
1933, wir kommen!
Wenn die Nachschuldner nicht erscheinen, dann bleibt ohnehin nur die Kommandowirtschaft, als die die BRD letztlich konzipiert war. Wider Erwarten (der Konstrukteure) erschienen die Nachschuldner in den 50er - 70er-Jahren des vergangenen Jahrtausends dann doch, danach kam die Wiedervereinigung (Nachschuldner!), dann der Export (Nachschuldner exportiert!).
Diese 3 Faktoren sind jetzt weg. Ein Schuldenschnitt erschafft keine Nachschuldner! Das ist der große Illtum!
Nachschuldner entstehen nur, entweder durch Expansion (Modell Ashitaka; er hat nur leider übersehen, dass D zuvor Europa erobern müsste. Nachschuldner bedürfen einer Militärmacht!) Oder durch technische Innovationen. Welche denn bitteschön?
Sollte man dem Depot doch noch Rüstungsaktien beimischen, auch wenn sie nahezu durchweg auf sehr hohem Niveau notieren?
Russische oder chinesische Rüstungsaktien? Es gilt dasselbe wie wenn sich einer physisches Gold ins Depot legt. Sein Geld wird gerne genommen, er wird jedoch nie wieder Geld für Gold oder Aktien zurückerhalten.
Gruß Mephistopheles
@Oblomow: Wo bleibt er denn? Elli hatte die Sperren immer nach etwa 14 Tg. aufgehoben. Meph.