Viel Erfolg beim Strukturwandel

Linder, Montag, 27.04.2020, 10:37 (vor 2103 Tagen) @ harryinfo3325 Views

Waren bisher die Industriebeschäftigten noch mit die Zahlungskräftigsten der unteren 90%, fallen sie auf absehbare Zeit als ein großer Teil der Konsumenten aus, weil sie schlicht entlassen werden.
Kauften jene die VW, BMW und Mercedes mit Verbrennungsmotoren bisweilen auf Pump weil Barzahlung eher selten möglich war (so viel Erspartes hatten die meisten schlicht nicht), kaufen sie in Zukunft erst recht keinen E-Karren, weil dieser mit verringertem Einkommen bei gleichzeitig deutlich höherem Preis nahezu unbezahlbar wird.

Glückwunsch an die Großindustrie, so kann man sich auch "gesundschrumpfen" - bis zur Insolvenz hin, respektive dem vollendeten Abzug ins Ausland.

Wenn das ihr Ziel ist, dann passt der Weg dort hin.
Krall sagte eine ca. 1 1/2 Jahre andauernde Deflation voraus. Ich denke da liegt er falsch, denn eine solche Entwicklung hält eher min. 5...10 Jahre an, wenn neben den Großbetrieben auch die Kleinen gezwungenermaßen in die Abwärtsspirale mit eingebunden werden.

Bleibt schlussendlich aber die Frage wem das alles nutzt?
Banken, Versicherungen und Pensionsfonds eher genauso wenig wie der Industrie.
Spekulanten und Cash-Haltern schon eher.
Für Ölbesitzer, Reedereien und Airlines ist es ein Desaster.
In Summe stärkt es wohl primär diktatorischen Regierungen den Rücken, welche konsequent damit die Staatsquote erhöhen und die Bevölkerung in Armut und Abhängigkeit treiben können.
1933, wir kommen!

Sollte man dem Depot doch noch Rüstungsaktien beimischen, auch wenn sie nahezu durchweg auf sehr hohem Niveau notieren?

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◇◇◇ GENESEN - GELACHT - GELOCHT ◇◇◇


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