An Ballermann habe ich garnicht gedacht. Nur an spanische "Sitten" (Rechts- und Steuersystem) und an das, was passiert, wenn ein Haus leer steht.

Olivia, Samstag, 25.04.2020, 21:06 (vor 2105 Tagen) @ DT3630 Views

Die Thematik "Hausbesetzungen" die ist ja bereits im Thread verlinkt. Das ging vor einigen Jahren durch die gesamte Presse. Ich selbst habe Hausbesetzungen nicht mitbekommen, sondern nur Vandalismus gesehen. Neue Häuser und überall, wo etwas leer stand. Da helfen auch die Wachleute in Urbanisationen nur bedingt.

Wenn Du ein Haus hast (und ich denke, dass das inzwischen für ganz Spanien gilt - Italien u.a. auch), dann kannst du das nicht alleine lassen. D.h. wenn du wegfährst, dann musst du dafür sorgen, dass jemand da ist... ansonsten erkennst du dein Haus nicht mehr wieder. Ganz normale Gegenden bis sehr gute Gegenden (ohne direkte Bewachung, nur Community-Wachdienst, der immer rumfährt....). Wir kennen das selbst aus Süd-Spanien, über meine Schwiegermutter aus Italien (Terracina) und über Freunde aus Mallorca. Was man verlassen kann, das sind Wohnungen in guten Komplexen mit Hausmeister und STÄNDIGER Betreuung. Aber auch da gibt es Einbrüche! Durch SICHERHEITSTÜREN - und niemand im Haus hat etwas "gemerkt". Die Einzigen, die sicher waren, das waren die Russen, weil die ihre eigene "Gerichtsbarkeit" hatten und nach einigen Exempeln..... hatten die Ruhe. Bist du etwas weiter ab vom "Schuss", dann hast du ggf. Probleme mit den "Fahrenden". Nicht nur du, auch die Spanier. Doch die können damit umgehen, wir eher nicht. Falls du beabsichtigst, dort permanent oder als Resident zu leben, dann beschäftige dich vorher mit dem Steuersystem. Die lieben den internationalen Striptease. Wenn du eine Schar an "Beratern" hast und genügend Cash, dann ist das kein Problem. Aber viele Menschen wechseln aus diesen Gründen gerne ab und an ihren Aufenthaltsort, um nicht permanent dort gemeldet zu sein. Steuern zahlen mußt du trotzdem. Wenn du nicht permanent da bist oder nicht über viel Penunze verfügst, dass empfiehlt sich "low profile" und möglichst nichts zum "Klauen" in der Umgebung haben. Meine Schwiegermutter hat im Winter alle Möbel rausräumen lassen und Geld auf den Tisch gelegt - zur Besänftigung. Eingebrochen wurde immer. Ich selbst habe es irgendwann in der "wunderbaren Gegend" nicht mehr ausgehalten. Eines Tages holte ich meine Tochter mit dem Auto vom Schulbus ab und wunderte mich, was da über die Straße lief. Dachte noch, das schaut ja aus, wie Blut... Es war Blut! Die Russenmafia hatte in einem Eiscafe eine Fehde ausgetragen. Es ging um Immobilien. Die Verhandlungspartner waren dann tot, ihr Blut lief die Straße herunter. Irgendwann weckte mich mein Mann und sagte: Reg dich nicht auf! - Was war passiert? In der Nacht waren alle Einfamilienhäuser der Straße überfallen worden. Alle Alarmanlagen waren deaktiviert worden, niemand bemerkte etwas, der Wachdienst wurde also nicht verständigt und den Leuten wurden im Schlaf die Häuser ausgeräumt und die Autos aus den Garagen gestohlen. Nur bei uns nicht! Warum? Wir wußten es nicht. Aber wir hatten außer der Alarmanlage noch 4 Hunde im Haus. In der Regel wird vorher ALLES beobachtet! Es gibt NIX Einsames! Mein Zahnarzt erzählte mir dann, dass sein Hund krank war und dass sie zusammen in einem Teil des Hauses ein Fußballspiel anschauten (nachmittags) während im anderen Teil des Hauses eine Diebesbande alles ausraubte....
Das alles in Zeiten, wo VIEL GELD da war! In Krisenzeiten wird so etwas sicherlich nicht besser. Da sind zu den organisierten Diebesbanden dann noch zusätzlich die Armen gezwungen, sich irgendwie zu verpflegen. Viel Glück mit deinen Orangen!
Als ich dort lebte, waren gerade viele Leute aus Südamerika zurückgekommen. Die sind "geflohren", weil sie die dortige Kriminalität nicht mehr aushalten konnten. Für die war Spanien noch das Paradies. In Südamerika konnte man nur von "Garage zu Garage" fahren. Das galt auch für die Kinder, die "zum Spielen gebracht wurden."

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