Tierleid, Pflanze Ok?
Ich finde diese Frage sehr interessant.
Denn warum genau einer gewachsenen Pflanze wie der Zwiebel es ganz egal sein soll aus dem Boden gerupft zu werden, dem Tier (männliche Hühnerküken z.B) dagegen jede Angst zugestanden wird, hat mich schon oft bewegt.
Denn es muss klar sein, dass Unterschieden werden muss zwischen den "Geschlechtsorganen" der Pflanze, welche wenn befruchtet "die Frucht" hervorbringt, zum Verzehr geerntet wird, dabei die Pflanze an sich aber Überleben wird, und der vollkommenden Aberntung von zum Beispiel der Zwiebel, welche aus dem Boden gezogen wird und damit ihr Leben verwirkt.
Weil die Zwiebel nicht laut schreit beim Herausreissen, dem Ernten, ist es also voll OK und weil Sie auch nicht in der Lage ist traurig in die Kamera zu schauen wird dem Leben der Zwiebel im Grunde weniger Lebensrecht zugestanden als dem Hühnerkücken.
Weil die Zwiebel kein Gesicht hat?
Natürlich ist diese Frage eher hypotetischer Natur, denn Irgendetwas muss der Mensch zu sich nehmen, sonst stirbt er.
Die Natur ist so oder so ziemlich grausam. Ich bin es scheinbar auch. Denn ein dicker Brummer, der gerne das Katzenfutter mit seinen Eiern kontaminiert habe ich heute mit der Fliegenklatsche einfach Platt gemacht. Hätte ich den dicken Brummer versuchen sollen zu retten und ihn in einem Glas zu fangen, um ihn anschliessend über dem Balkon in die Freiheit zu entlassen?
Er wäre wohl auf das nächste Fenster zugesteuert und hätte dort das Katzenfutter kontaminiert. Vielleicht wäre er dann Platt gemacht worden oder aber er hätte noch viele viele weitere Eier auf Katzenfutter verteilt und so für Verbreitung seiner Sippe gesorgt.