Aus solchen Gründen bin ich zurück nach Deutschland.

Olivia, Dienstag, 08.01.2019, 12:24 (vor 547 Tagen) @ helmut-12816 Views

Vieles im Leben kann man logisch nachvollziehen, analysieren und
begründen, - aber es gibt außer der Ratio noch was anderes, was man eher
in die emotionale Schublade gibt. Deshalb meine ich, dass ein Syrer (um das
mal als Beispiel zu nehmen) immer ein anderes Verhältnis zu seiner Heimat
haben wird, sofern er dort seine Kindheit verbracht hat, als zu einem
Aufnahmeland wie Deutschland. Die Vision des Kosmpoliten ist ein
Trugschluss, - aber das stellt sich erst in fortgeschrittenem Alter heraus,
da muss man mindestens über 50 sein, wenn man dann beginnt, nach den
Wurzeln zu suchen.

..........

Wenn Menschen aber verfolgt sind und in ihrer "Heimat" nicht mehr leben können, dann werden sie "irgendwo" hingehen, wo sie LEBEN können. Und dort werden sie sich im günstigen Falle assimilieren und ihre Besonderheiten in die Gemeinschaft einbringen. Spätestens ihre Kinder tun dies. Sind es so zu viele, dann bilden sich Parallelgesellschaften, die sich abgrenzen vom "Gastland". Im Zweifelsfalle wird das zu Hass und Krieg führen. Leider.

Sozialisation ist ein zentraler Punkt in der menschlichen Entwicklung! Darauf sollten wir achten. Deine Kinder, die in Rumänien aufgewachsen sind, die werden nicht mehr in Österreich leben wollen.... es sei denn, dass sie als "Fremde" plötzlich in Rumänien zum Freiwild werden. So, wie es vielen Deutschen nach dem Kriege in Rumänien ergangen ist..... Siebenbürgendeutsche. Einen "alten" Baum umzutopfen ist immer schwierig. Und wenn jemand "anders" ausschaut (oder auch nur einen anderen Dialekt hat), wird es auch immer zu Irritierungen führen, bis ein Gewohnheitseffekt eintritt.

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Das Destruktive meiden - Das Konstruktive suchen!


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