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ZITAT »Wir ersticken in der Datenflut.«

    Richtig, aber ...

    verfasst von CrisisMaven Homepage, 30.11.2011, 12:12

    > 2002 liefen in Buenos Aires mindestens vier legale Währungen gleichzeitig um: Dollar, Peso, sowie Notgelder, die Provinz und Nation ihren Angestellten zahlten.

    Aber wie in Kroatien Anfang der neunziger Jahre wertete die "nationale" Waehrung jeden Tag um drei Prozent ab und man sucht dann damit immer sofort den Supermarkt auf bzw. tauscht in Hartwaehrung um. Natuerlich zahlt die Rentenkasse in Weichwaehrung, aber die bleibt nur einen Tag auf dem Konto!

    > > ...und ein beträchtlicher Teil aller Euros würde in DM getauscht werden.

    > Nicht unbedingt.
    > Käme es zu einer kompletten Rückabwicklung des Euro, d.h., alle Mitgliedsländer kehren zu ihren Währungen zurück, dann würden natürlich nur deutsche Konten auf DM umgestellt.

    Absolut - wenn der Euro frei konvertiebar waere, und die Menschen misstrauten ihrer neuen Heimatwaehrung noch mehr als dem Euro, dann, und nur dann, wuerden sie weiter Euro verwenden bzw. in DM oder Dollar umtauschen.

    Das Problem ist nur mit einer wertgedeckten Waehrung dauerhaft zu loesen - zurueck auf vor 1913 sage ich immer!

    > Der Umtausch von Euro-Bargeld erfolgt nur im Heimatland und nur in "haushaltsüblichen" Mengen; größere Beträge müssen auf ein eigenes Konto eingezahlt werden.

    Schon wieder sozialistische Regulierung. Das hatten wir doch jetzt lange genug, drum sitzen wir ja in der Tinte. Ein Neuanfang saehe anders aus.

    > wobei zur "Schwarzgeldbekämpfung" ab einer bestimmten Summe Abschläge fällig werden. Nach einer Übergangsfrist hätten der Euroscheine nur noch Sammlerwert.

    Siehe oben. Man sollte froh sein, wenn man fuer Schwarzgeld einem "Reichen" die Fensterrahmen streichen darf, anstatt dass der das Geld verbrennt oder der Staat es kassiert.

    > > solange die bestehenden EURO-Schulden noch vorhanden sind und bedient werden müssen, hilft auch keine Parallel-Währung, ...

    Sie muessen ja nicht mehr bedient werden. Wer waere denn so toericht?

    > Doch. Das ist ja der Witz: Kredite werden selbstverständlich auch komplett 1:1 auf die neue Währung umgestellt.

    Wer sagt das?

    > Wer griechische Staatsanleihen hält, bekommt dann eben "Neue Drachmen" zurück.

    Genau. Und wenn er's nicht will, dann soll er seh'n wo er bleibt und kann in hundert Jahren immer noch wegen der Young-Anleihe klagen. Mal sehen, ob er's ueberlebt.

    > Nicht, dass ich diese Variante befürworte, aber machbar ist es schon. ;-)

    Wenn eine Staatsanleihe vorher schon keinen Wert hatte, sondern nur gekauft wurde, weil man sich sicher glaubte (AAA-Rating, "aa" steht in der Babysprache wofuer?), sie erneut in eine weitere umtauschen zu koennen ("roll over"), nicht, weil man glaubte, sie koennte zurueckgezahlt werden (wer das seit den Siebzigern glaubte, war ein psychiatrischer Fall!), wenn sie vorher schon keinen Wert hatte, warum sie dann jetzt, ausgerechnet jetzt, noch zurueckzahlen? Gibt es dafuer historische Beispiele? Rogoff sagt: nein.

    ---
    Mit 40 DM pro Kopf begann die Marktwirtschaft, mit 400.000 Euro Schulden pro Kopf wird sie enden.
    Atomkraft | in English

    

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  • Wen es interessiert: Finanztagung “Euro(pa) geht unter - Sanierer zeigen Auswege” - GRIBA, 28.11.2011, 19:51

Wandere aus, solange es noch geht.


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