Bin da nicht so ganz Deiner Meinung
Ich versuche mal das etwas detaillierter zu analysieren. Wir alle haben den Fehler gemacht, wortlos zuzusehen, was man mit unseren Kindern gemacht hat. Damit meine ich die Schule. Ich erinnere mich an meine Zeit in der Volksschule. Da gabs mehrere Anlässe, wo wir Kinder mit der gesamten Klasse die Bundeshymne gesungen haben, alle drei Strophen. Allerdings in Österreich.
Das hat sich mit der Zeit abgeflacht, und alles, was irgendwie mit Patriotismus zusammenhängt, wurde in den Topf des Nationalismus geworfen. Haben wir was dagegen gemacht? Nein, weder Du noch ich. Nun müssen wir die Suppe auslöffeln.
Ein Beispiel aus Rumänien. Da wird ja landläufig immer das Wirt „Zigeuner“ und „Klauen“ verwendet. Die echten Rumänen sind anders. Diese spezielle Volksgruppe, die uns auch hier das leben schwer gemacht hat, die hat sich zumindest für den Teil, der bespickt mit negativen Eigenschaften war, verabschiedet. Auch ich habe dabei mitgeholfen, und jedem, der es hören oder auch nicht hören wollte, klargemacht, dass für ihn Deutschland das Paradies wäre, wo man auch viel Geld bekommt, wenn man nichts arbeitet.
Den Effekt spüre ich seit Jahren, ich brauche mein Fahrrad schon lange nicht mehr abzuschließen, wenn ich zum Supermarkt oder anders wohin fahre, und wenn ich mein Auto vor unserm Haus parke (nachts kommt es in den Hof) dann steht es oft mit offenem Fenster und unabgeschlossen. Kein Mensch klaut mir da was, nicht einmal das Navi von der Windschutzscheibe. War früher anders, da hat man sogar die Scheibenwischer von den abgeschlossenen Autos geklaut.
Nun hat sich das Problem mit der „Creme de la creme“ dieser dunkelhäutigen Gesellen nach Duisburg, Dortmund, Frankfurt und Berlin verfrachtet. Die Leute, die in diesen Stadtvierteln wohnen, wissen das sicher zu schätzen, mit mehr als einer halben Million von dieser Ethnie. Aber ich lebe dadurch hier besser, und das ist mir wichtig.
Nun zu den echten Rumänen, wie ich sie vorher genannt habe. Da wurde einem Poeten, der übrigens auch im Parlament in der Moldaurepublik vertreten war, anlässlich seines Todestages gedacht. Es sind schöne patriotische Verse, die dieser Mann geschrieben hat, und in eine angenehme Tonfolge gereiht.
Ich weiß nicht einmal, ob diese Kinder das im Osten Rumäniens oder im Westen der Moldaurepublik gesungen und aufgeführt haben, - aber es sind Rumänen. Die nationale Zusammengehörigkeit geht über die Grenze zwischen Rumänien und Moldawien drüber.
https://www.youtube.com/watch?v=FnIosie4lUE
Ich übersetze den Text, was bei dieser Lyrik nicht ganz einfach ist:
Solange wir auf dieser Erde leben, - haben wir noch etwas Heiliges.
Ein Feld, ein Heimatdorf, - einen Glockenturm auf dem Hügel.
Solange wir ein heiliges Land haben, - und eine Panflöte, die noch spielt.
Solange unsere Eltern leben, - gibt es noch etwas Heiliges.
Solange wir Schmerz empfinden, - oder ein Lied verklingt,
solange wir noch etwas Heiliges haben, - werden wir auf dieser Erde leben.
Solange wir uns nach den Wäldern sehnen, - haben wir noch eine Zukunft.
Solange wir uns an die Vergangenheit erinnern, - gibt es noch heilige Dinge.
Solange der Stern aufgeht, - und im Himmel gefeiert wird,
und Frieden auf Erden herrscht, - gibt es noch etwas Heiliges.
Solange wir Schmerz empfinden, - oder ein Lied verklingt,
solange wir noch etwas Heiliges haben, - werden wir auf dieser Erde leben.
Solange wir ein Dorf in der Ferne haben, - und eine Sprache, die nicht stirbt,
solange man Eltern hat, - gibt es noch heilige Dinge.
Solange wir Schmerz empfinden, - oder ein Lied verklingt,
solange wir noch etwas Heiliges haben, - werden wir auf dieser Erde leben.
Nun ist es m.M.n. wichtig, mit den Kindern das bis in die Tiefe zu besprechen, ihnen zu erklären, worum es bei diesem Text geht, und auch deren Fragen zu beantworten. Dadurch festigt sich das im Bewusstsein der Kinder, und darauf kann man dann später aufbauen. Übrigens wird man da keine Roma-Kinder sehen können, die würden bei derartigen Veranstaltungen gar nicht zugelassen werden. In Deutschland würde man das sofort als Verstoß gegen das Minderheitenrecht bezeichnen. Hier ist es normal.
Das alles hat man in Deutschland versäumt, und nun muss man froh sein, wenn zaghafte musikalische Neuerungen in Form eines aufkeimenden Patriotismus festzustellen sind. Stellt sich die Frage, woher das Aufkeimen kommt, denn wir haben in der überwiegenden Mehrheit den Samen dazu nicht gesät. Aber wenn es nun diese neuen Klänge und vor allem Texte gibt, dann sollten wir wenigstens Patenstellung dazu beziehen.
Es braucht sehr lange, weil eben der Boden dafür nicht vorher beackert wurde. Aber es könnte sich mit entsprechender Verspätung dann doch der Erfolg einstellen. Alleine die Tatsache, dass bereits 350.000 Unterschriften beim Kanzleramt vorliegen, denen die Petition für die Abdankung von Merz zugrunde liegt, sollte das Bewusstsein für eine Veränderung stärken.
Nun ja, die Hoffnung stirbt zuletzt, wie man sagt. Aber sie sollte wirklich das Letzte sein, was stirbt.