Widerspruch zwischen Realität und akademischen Theorien
Hallo Ostfriese,
Hallo paranoia
Was soll das
… Ostfriese/Ashitaka? :),
wenn ich im gelben Forum die Beiträge so überfliege, dann fallen mir manchmal Ähnlichkeiten auf, ohne dass ich mich dafür groß anstrengen muss! So bist Du auf meinem Radar erschienen.
Eine Reihe von Foristen haben sich auch dazu bekannt, früher unter anderem Namen im Forum geschrieben zu haben. Für mich sind Namenswechsel ein Negativmerkmal, nicht nur bei Unternehmen wie Blackwater und Arthur Anderson, sondern auch bei Forennamen.
Ein paar Erweckungserlebnisse meinerseits will ich Dir nicht vorenthalten. Die Beschreibung der Ereignisse bei Baring Brothers im Nachrichtenmagazin Spiegel im Vergleich zu der Darstellung in der Financial Times haben mir gezeigt, dass die Redakteure beim Spiegel keine Ahnung haben und dass die Lage bei Themen, in denen ich nicht firm bin, vermutlich genauso ist. Einen Beitrag von mir dazu findest Du auch in einem gelben Forenarchiv.
Schon im ersten Semester fiel mir die Hochstaplersprache an der Uni auf. Viel gestelzter Schwurbel und wenig dahinter. Erst durch einen späteren - sagen wir "Bekannten" - wurde mir klar, welche dämlichen Punktesammelspielchen die Akademiker (nicht nur im Bereich BWL und VWL, sondern z.B. auch in der Elektrotechnik, wie ich erfuhr) mit Hilfe ihrer "Veröffentlichungen" in "Journals" betreiben.
Ich zitiere mal Herrn "T", der sagte, "Paranoia, wer Brücken bauen kann baut Brücken und schreibt keine Bücher darüber, wie man Brücken bauen könnte!".
"T" sagte auch mal, "Paranoia, wir haben gerade einen ganz schlechten Artikel in einem Journal platziert, in der Ausgabe hat auch Nassim Taleb 'was geschrieben. Ich sagte nur noch: "T, Du bist echt ein Drecksack!!" und "T" lachte.
Als ich mich vor über dreißig Jahren in einer ausländischen Bildungseinrichtung aufhielt, kam Prof. Ottmar Issing auf Einladung der Schulleitung vorbei. Es waren die Nachwehen der Wiedervereinigung am Finanzmarkt und die Devisenmärkte spielten verrückt. Nach voheriger privater Lektüre von Issing's "Geldpolitik" fragte ich den Professor, ob die betroffenen Länder (zur Verteidigung ihrer Wechselkurse) nicht die Mindestreserve erhöhen könnten? Er verneinte mit Hinweis auf die Euromärkte. Die aber spielten in seinem Buch gar keine Rolle.
Das nehme ich ihm heute noch übel: Trotz Kenntnis der Realität beschreibt der in seinem Buch doch glatt eine so stark vereinfachte Realität, die mit der Wirklichkeit nichts mehr gemein hat!
Das hängt vermutlich auch damit zusammen, dass ansonsten der einzige mathematische Zusammenhang, eine Summenformel für Geldschöpfung in einer Volkswirtschaft ohne "Euromärkte" keinerlei Bedeutung mehr hat.
So konnte man sagen, wir (in der VWL) habe auch eine mathematische Formel!
Die Volkswirtschaftler sind eigentlich nur Marketingarbeiter. Zitat von Herrn "K": Wir beweisen das und wenn nötig auch das genaue Gegenteil! VWLer sind wichtig zur pseudowissenschaftlichen Rechtfertigung von politischen Maßnahmen, denn mit der Wissenschaft legt sich doch keiner an...
Paul C. Martin wurde nicht als Debitist geboren. Er war Monetarist, hatte bei Milton Friedmann promoviert. Eines Tages begegnete er Herrn Hoppenstedt?. Das ist ein Chart-Anbieter aus den 1980er-Jahren, der produzierte Charts, die aussahen wie verlängertes DIN-A4-Papier. Und irgendwie sprach Hoppenstedt mit Martin über Langfristzeitreihen. Und in diesem Kontext - leider habe ich die Details vergessen, so ein Ärger! - ging bei Paul C. Martin eine Lampe an und ein Erkenntnisprozess startete.
In der Finanzwelt und beim Geldsystem gibt es nichts Neues mehr.
Die letzten schönen Erkenntnisse für mich waren andere Themen:
BBouviers Erörterungen zu Zivilisationszyklen und die Mephistopheles Behauptungen zum Thema Verdummung.
Gruß
paranoia
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Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.