Keine geeigneten Zahlen

Martin, Dienstag, 08.12.2020, 07:38 (vor 2009 Tagen) @ Zürichsee3284 Views

Pandemie orientiert sich klassischerweise am Krankheitsgeschehen und nicht am Testgeschehen. Und bei einem Prozentsatz von 1,4 % Test-Positiver seit einem dreiviertel Jahr sind wir wieder schnell in der Diskussion von Repräsentativität, Spezifität, ..

Nein, mein Punkt war, was wäre, wenn Stand heute Blutproben der letzten 14 Tage auf Antikörper getestet werden, und nur 1,x % wären positiv.

Wären die aktuellen PCR-Testergebnisse auch nur teilweise repräsentativ für die Bevölkerung, hätten unter den Blutspendern gemessen am Zeitraum seit 1. Oktober deutlich über 20 % irgendwann PCR-positiv gewesen sein müssen und Antikörper ausgebildet haben. Also müssten deutlich mehr als 1,x % Antikörper gebildet haben. Es sei denn, der PCR-Test ist in Bezug auf Infektionen völlig unspezifisch. Um das zu beurteilen, wäre aber der neueste Stand der Blutspenden wichtig. Eigentlich müsste das RKI diesen zeitnah liefern können und vor allem wollen.

Nun ist der Stand aber leider vom 5.11.2020, und er verteilt sich auf viele Monate bis April. Damit überlappt ein Teil der Daten den Zeitraum der Münchner Studie - ein vergleichbares Ergebnis ist also nicht verwunderlich, und ein niedriges Ergebnis aus den Sommermonaten im Vergleich zur ersten 'Welle' wäre auch plausibel.

Die Frage wäre natürlich auch, ob Blutspender ein nicht repräsentatives Sample darstellen. Dazu: https://www.blutspendedienst.com/blog/ruhig-blut-blutspende-in-zeiten-des-corona-virus

Es gibt bei Blutspenden also keinen PCR-Test, auch nicht anonymisiert auf die Blutprobe. Die Leute müssen gesund und fit sein und dürfen keine Symptome haben - Kriterien sind im Link gelistet.


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