Zukunft der AfD

Frances FreeToBe, Sonntag, 17.05.2020, 20:56 (vor 2080 Tagen) @ Durran3174 Views

Hallo.

Dem Andreas Kalbitz hat die AfD nachträglich die Zugehörigkeit zur Partei annuliert, weil er bei Aufnahme in die AfD verschwiegen haben soll in einem neonazistischen Verein namens Hitl... Heimattreue Deutsche Jugend Mitglied gewesen zu sein, die mittlerweile verboten ist und auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD steht.
Desweiteren soll Andreas Kalbitz zeitgleich mehreren dem rechtsextremen Spektrum zugeordneten Vereinen zugehörig gewesen sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Kalbitz
Die kurze Zugehörigkeit zu den Republikanern 93-94 dagegen war bekannt und wurde auch von Andreas Kalbitz nie geleugnet.

Die Frage ist, wohin die Reise der AfD in Zukunft gehen soll. Und da kann ich die Annulierung als starkes Signal nur gutheissen.
Es heisst ja, der Flügel wäre eine "sozial-patriotische" Gruppierung, was nichts anderes als die Chiffre für "Fans des Nationalsozialismus und dem Hitler" wäre, die Autorität, Gehorsam, Preussentum und letztlich der Diktatur zugeneigt wäre.
Und kann ich dieser Einschätzung, zumindest in Teilen, zustimmen?

Ja, kann ich - in Teilen.

Das ist allerdings nicht der Weg zur Volkspartei, dieses Ziel ausgegeben wurde werden zu wollen von Grössen wie Gauland oder Renner.
Ein Meuthen könnte genauso gut in der FDP sein, das machte keinen Unterschied.
Es fehlt der AfD in naher durch Corona ausgelösten Zukunft, wo Arbeitslosigkeit, sinkende Sozialleistungen und die zunehmende Hinterfragung zur Zuwanderung in die (bezahlten) Sozialsysteme, die von der wertschöpfenden Bevölkerung erarbeitet werden muss, die soziale Antwort auf diese Fragen, wo einem potenziellem Wähler schwerlich klargemacht werden kann, warum die Rente a la Meuthen komplett privatisiert werden soll.

Es fehlt an Guido Reil's in der AfD, von der SPD kommend, die die soziale Ader in die AfD tragen um den Herausforderungen in der Zukunft gerecht zu werden und eine ALTERNATIVE zu sein für diejenigen, die der Corona-Krise zum Opfer fallen und mittlerweile durch den Schwenk der SPD, der Linken und den Grünen hin zu dem Superstaat EU hinten herunterfallen und keinerlei Lobby und Fürsprecher in der jetzigen Parteilandschaft geniessen.

Was vor gut zwei Jahren bereits in Umfragen angedeutet wurde in Umfragen bis zu 35% Zustimmung in die Sammlungsbewegung "#Aufstehen" durch die linke Wagenknecht wird in naher Zukunft seinen Höhepunkt erreichen, wenn Millionen durch Corona arbeitslos werden.

Will man den Linken, den Grünen und Teilen der SPD diese Wählerschaft überlassen wenn man sich aufgemacht hat eine Alternative für Deutschland zu sein, oder begnügt man sich damit, mit der FDP um die 5%-Hürde zu kämpfen?
Das wird die Frage in naher Zukunft sein, und nicht ob ein Kalbitz oder Höcke der AfD mit ihrer Hitlerei hier oder dort etwas mehr oder ein paar Prozente weniger einfahren.

Die Frage, welche Rolle die SPD heute noch spielt kann der Startschuss und die Antwort für die AfD sein, in Zukunft ein gutes Wörtchen mitzureden, ohne dem Völkischen zu verfallen, der heutzutage völlig Out ist und zurecht mit rückwärtiger Trennung von Blut, Rasse und Hautfarbe niemanden hinter dem Ofen hervorruft.
Aber die Tatsache, das der Deutsche NOCH höhere Steuern akzeptieren soll, ein Lastenausgleich bereits diskutiert wird, die Rentenerhöhung bereits in Frage gestellt wird, das Renteneintrittsalter zur Diskussion steht, die Hilfe für EU-Länder scheinbar bereits beschlossene Sache scheint und Deutschland "nicht stärker aus der Krise hervorgehen darf als EU-Nachbarn" darf wirft doch Fragen auf, wie der nach der Legitimation der EU und dem Vorteil, den Deutschland eigentlich aus der Mitgliedschaft und Führungsrolle in der EU zieht(?.)


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