Es ist natürlich - wie meist - genau umgekehrt wie der Foxi zu meinen glaubt.
Wenn keine Neuverschuldung mehr geht, fallieren die Altschulden. Danach ist das Spielfeld bereinigt. Auf dem Weg dahin kann man natürlich falsch abbiegen, und eine Runde Sozialismus einlegen, am Ende kommt man dennoch am gleichen Punkt an.
Dieses Märchen versuchten die Marktradikalisten 1990 der russischen Bevölkerung einzubimsen, mit katastrophalen Folgen für Russland. Russland hatte nur das Glück, dass es durch Putin gerettet wurde. (Deutschland hatte auch einmal so ein Glück - Bismarck. Er wurde aber entlassen. Seitdem nie wieder. Warum vergleicht eigentlich keiner Putin mit Bismarck?)
Schulden sind weniger das Problem,
Das wirst du noch merken. Wobei du recht hast, allerdings umgekehrt. Das Problem ist es, keine Schulden machen zu können. Die Fähigkeit der Verschuldung endet abrupt, der Aufbau der Verschuldungsfähigkeit dauert Jahrhunderte.
eher Komplexität (Tainter).
Gibt es nicht. Da hat der Foxi mal ein Schlagwort vernommen, das er nicht verstanden hat, aber das ihm Sexappeal zu haben schien, weswegen er es jetzt bei jeder unpassenden Gelegenheit anzubringen versucht. Er bringt aber alles durcheinander. In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt. Komplexität ist niemals ein Problem. Das eigentliche Problem ist - und das hat sich soeben erwiesen - die fehlende Redundanz. Es ist eben ein Unterschied, ob ich meine Lieferung bei 100 verschiedenen Lieferanten bestellen kann (Komplexität) oder ob alles aus China kommt und die Lieferketten reißen. (fehlende Redundanz).
Aber auch da meine ich Bewusstseinswandel erkennen zu können (Regionalisierung).
Aha. Wann entsteht in Deutschland der erste Chip-Hersteller? Schon gehört?
Gruß Mephistopheles