Nun ist es offensichtlich: die Politik des Forums "standard"

helmut-1, Siebenbürgen, Mittwoch, 04.09.2019, 06:10 (vor 277 Tagen)3523 Views

Zu Beginn stellt sich die Frage, ob und wen das hier interessiert. Zum einen lesen hier auch Österreicher mit, die den "standard.at" als politisch links gerichteten Klub kennen. Zum anderen hat seit 2017 der standard auch in Deutschland ein Forum eröffnet (standard.de).

Der Hauptpunkt aber ist, dass sich jemand hinter der Meinungsfreiheit versteckt und damit sogar noch Werbung macht (bei jedem Posting erscheint der Spruch):
"Jeder User hat das Recht auf freie Meinungsäußerung."
Das Erheiternde dabei ist aber die Einschränkung, die durch die Forumsregel artikuliert ist:
"Ein Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht."

Das bedeutet, man darf seine Meinung im stillen Kämmerlein ruhig ausdrücken, vielleicht auch niederschreiben, - aber beim Posten im standard siehts dann anders aus. Wie hämisch und lächerlich wirken diese beiden Sätze in Bezug auf die demokratischen Grundrechte resp. deren effizienter Ausübung.

Bei dieser Gelegenheit wird es auch offenbar, dass der standard offensichtlich irgendeine Beziehung zu den "Holzbaronen" Schweighofer, Kronospan, etc. unterhält. Das sind österr. Firmen, die in Rumänien und der Ukraine rigoros illegalen Holzeinschlag betreiben. (ich habe darüber berichtet):
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=492348

Über diesen Firmen leuchtet die Sonne der hohen Politik, - offensichtlich ungeachtet der Koleur. Welche Beziehung der standard zu diesem Klientel unterhält, ist mir nicht bekannt (persönlich, oder geschäftlich, was auch immer). Aber dass hier etwas existiert, geht aus der behutsamen Berichterstattung sowie aus dem Antwortmail des standard hervor, da man meine Fragen bezüglich Korrelationen bewusst ausgeklammert hat.

Es sieht also so aus, dass der standard die Abholzung des Regenwaldes in Brasilien kritisiert, aber der Raubbau an den europäischen Wäldern interessiert in dem Moment nicht, wenn es sich um österr. Firmen als Verursacher handelt.

Jetzt steht der standard mit dieser Einstellung zur Meinungsfreiheit nicht alleine im Forums- und Blätterwald. Es geht auch deswegen die Welt nicht unter. Aber es sollte die Aufgabe jedes denkenden Bürgers sein, sich diese Dinge bewusst zu machen und auch auszusprechen. Wenn nötig, auch öffentlich anzuprangern, - solange man das überhaupt noch darf. Denn, wenn es so weitergeht, wird auch so etwas bald unter den Begriff "Hasskommentar" fallen.

So wie in den 30er Jahren. Deshalb:

"Wehret den Anfängen"

Den Schriftverkehr, der mich zu diesen Äußerungen legitimiert, drucke ich der Übersichtlichkeit halber in einem nachfolgenden Kommentar ab.


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