Auferstanden aus Urinen ...

Literaturhinweis, Sonntag, 16.04.2017, 11:49 (vor 2062 Tagen) @ Mephistopheles9615 Views

"inter faeces et urinam nascimur" sagte der Kirchen"vater" (noch so eine Zeugungsallegorie) Augustinus von Nilpferd.

In Glaubensdingen darf man nicht streiten, da muß man Köpfe abschlagen, damit Ruh' is' ...

Ein Zitat vorab:

"Das Christentum steht und fällt mit dem historischen Ursprung. Das Christentum behauptet zum Beispiel die leibliche Auferstehung, daß Jesus aus dem Grab wieder herausgekommen ist. Das aber läßt sich angesichts der Ergebnisse, die die historisch-kritische Erforschung des Neuen Testamentes erbracht hat, nicht halten."

Tja, wat nu? Vielleicht der da:

"Solchen Opfermut haben die antiken göttlichen Aufersteher nicht vorzuweisen. Religionswissenschaftler von Brück spricht von der 'Einmaligkeit und Einzigartigkeit der Auferstehung Jesu'."

Wenn da nur nicht die Kritikaster wären:

"... die lehrstühle für vergleichende religionswissenschaften sind in der regel mit kirchennahen professoren besetzt ..."

Oder dieses Geharke.

Eine meines Erachtes recht guter Literatur- und Thesenüberblick auf theologie-systematisch.de.

Die leibliche (Wieder-) Auferstehung ist vermutlich nicht konstituierend gewesen für den allgemeinen Auferstehungsglauben bei wie auch immer gearteten Göttern und Halbgöttern - aber wohl [link=https://books.google.com/books?id=6triNt0elK4C&pg=PA127&lpg=PA127&dq="leibliche+Auferstehung"]im Ideologienwirrwarr zwecks Abgrenzung stärker herausgearbeitet worden[/link].

Jedenfalls hat das Christentum im nachhinein "gut reden", denn viele der Auferstehungsmythen der früheren und parallelen Religionen datieren entweder derart früh, daß keine verläßlichen Schriftdokumente übrigblieben oder ... das Christentum hat kräftig daran mitgewirkt, daß sie im Zuge der barmherzigen Christianisierung verschwanden.

Jedenfalls ist sich die (vergleichende) Religionswissenschaft schon seit spätestens dem 19. jahrhundert bewußt, daß es an der Einzigartigkeit des christlichen Glaubens erhebliche Zweifel gibt bzw. vieles darauf hindeutet, daß dieses ein von ihm selbst nachträglich geschaffenes Artefakt ist.

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