Drei Bedrohungen des Hausbesitzers
Auf langer Autofahrt hatte ich Zeit, mich zu informieren und nachzudenken.
Ich habe noch ein Anwesen auf dem Lande, das ich behalten oder verkaufen könnte. Es besteht keine Eile. Nach dem ganzen Informieren habe ich nun den Eindruck, dass das Behalten drei Risiken mit sich bringt.
1. Zwangshypothek. Einige Leute werden nicht müde, über die Geldknappheit des Staates zu berichten, und verweisen auf die Gesetzeslage und Überlegungen in der Politik, dass man mit Zwangshypotheken bzw. Lastenausgleich mal wieder richtig was in die Staatskassen bekommen könnte. Damit könnte der Verkaufwert erheblich reduziert werden.
2. Flüchtlingsheim. In Holland haben sich Einwohner handfest gegen die geplante Unterkunft für zahlreiche Jungmänner gewehrt. Wohnraum ist auch in Deutschland knapp und täglich kommen neue Neubürger an. Wenn ein Politiker nickt, könnte in der Nähe meines Anwesens eine Unterkunft eingerichtet werden, was den Verkaufswert erheblich reduzieren würde.
3. Windmühlen. Die 30.000 Windmühlen in Deutschland reichen nach Aussagen der Politik nicht und sollen ungefähr verdoppelt werden. In der Nähe meines Anwesens ist noch ein Hügel, auf dem noch keine Windmühlen stehen. Wenn der Bürgermeister und die Grundbesitzer nicken, könnten dort recht schnell welche gebaut werden, was den Verkaufswert erheblich reduzieren würde.
Wenn ich die drei Risiken mit je 20 % Eintrittswahrscheinlichkeit für die nächsten 5 Jahre bewerte, komme ich auf über 50 % und müsste die Hütte sofort auf den Markt bringen. Mein mulmiges Gefühl ist auch dadurch begründet, dass es keine Vorlaufzeit geben würde. Nicht mal eine Entscheidung, sondern lediglich eine veröffentlichte Überlegung der Entscheider würde ausreichen, um den Wertverfall auszulösen.
Habe ich mich damit verrannt oder ist an meinen Überlegungen was dran?
Danke
Ulli