Sammelantwort
Weil ich mantra-artig immer wieder VORBEREITUNG empfehle, werde ich per PN oft gefragt, was das im Einzelnen umfassen sollte. Ich kann das aber nicht beantworten, weil Art und Umfang einer Vorbereitung absolut individuell sind.
Allenfalls kann man aufzählen, was die Bedrohungen und Herausforderungen sein werden (siehe im PS). Wer Anschauungsmaterial dazu braucht, hat derzeit genug Gelegenheiten, sich das zu besorgen - aktuelles Beispiel ist etwa Kuba für einen absloluten Kraftstoffmangel, der auch uns eines Tages erreichen wird.
Besonders betrübt mich natürlich, wenn auf einen Vorschlag (!) wie 'Bauernhof', die Antwort kommt, dass Landwirtschaft sich nicht lohnt. Oder dass Holzmachen teurer ist als Erdgas. Wie will man jemand abholen (für einen Ausflug in eine gefahrvolle Zukunft), der so fest an der Gegenwart klebt?
Und was sollte ich ums Himmels Willen zur "Wassersituation in Südfrankreich" sagen? Es ist doch das Allererste, wenn man irgendeinen Ort sich anschaut, dass man nach dem Wasser fragt, völlig gleichgültig, wo auf dem Planeten dieser Ort liegt. Diese Frage ist auch zu stellen, wenn man in der geliebten Palz bleiben will. Sich auf die öffentliche Wasserversorung verlassen zu wollen, ist gleich der erste Fehler. Und selbst wenn man eine eigene Quelle hat oder vorsorglich Erdbohrer und Pumpe bereit liegen, dann gibt es immer noch Unwägbarkeiten. In den erwähnten Vogesen trocknet es aus, weswegen auf einem der genannten Höfe der Besitzer 200 Meter tief hat bohren lassen müssen, bis er wieder eine gute Schüttung bekam.
Es gibt ein Basisprogramm, bei dem die Checkliste vielleicht 500 Punkte umfasst (ich werde keine solche Liste schreiben ...). Diese Punkte muss jeder individuell für sich beantworten können. Und wenn man zwischen Cattenom, Baumholder und der US-Heeresorganisation Rheinland-Palz lebt, dann kommen halt noch 50 Punkte dazu. Aber selbstverständlich kann man auch dort das überstehen, was auf uns zukommt, wenn man entsprechend vorbereitet ist. Das ist überhaupt keine Frage.
Als ich Bauernhöfe empfohlen habe, vergass ich zu erwähnen, dass es sich hierbei um ein Modell handelt, das eine kleine Gruppe sowie außerdem die Kooperation mit Einheimischen voraussetzt (letztere muss Sinn machen und erwünscht sein). Deswegen waren diese Höfe etwas teurer (weil sie mehrere Wohnhäuser bzw. Gebäude hatten). Sowohl das Überleben wie auch der Wiederaufbau wird nur in Gemeinschaften und Netzwerken funktionieren. Sie müssen vohrer konstitutiert werden. Das ist Teil der VORBEREITUNG.
Wer also redlich im Lande bleiben will, sollte sich politisch engagieren in dem Sinne, dass er öffentliche Akteuere kontaktiert und sich mit Anderen (via Nachbarschaft, Vereine etc.) organisiert, um gewisse Vorbereitungen und Maßnahmen gemeinsam anzugehen. Neulich traf ich jemand (im Ausland), der mir erzählte, dass er zuhause (in D) sich mit allen Nachbarn in seiner Straße zusammengesetzt hat, um ein Konzept für Krisen auszuarbeiten. So etwas gefällt mir. Im Iran könnte es schon längst eine neue staatliche Ordnung geben, wenn nicht nur die Regierigen dort sondern auch die unterdrückt Regierten ein wenig vorausgedacht und sich organisiert hätten. Nicht die Situation der Umsturzes ist wichtig, sondern der Plan und die Vorbereitung für das DANACH - andernfalls man vom Regen nur in der Traufe landet (siehe etwa Syrien oder gar Libyen).
Langfristiges Vorausdenken und Planen kann man von den Juden und Israelis lernen (der Struktur, nicht den Inhalten nach ...), aber auch bei letzteren reicht der Horizont nur bis 30 Jahre. Das ist zu wenig für diese Region. Unübertroffen im Vorausdenken sind die Chinesen (haben zB. im Iran sich Ölpipelines gebaut, um bei einer Sperrung der Hormuz-Straße notfalls ihren Eigenbedarf kompensieren zu können; niemand hat so viele Reserven aller Art wie die Chinesen).
Irgendjemand hat Villach erwähnt (als das bessere Deutschland ...). Kärnten und die Steiermark werden sich der allgemeinen Not nicht entziehen können, werden wahrscheinlich Durchzugsgebiet für fremde Truppen, aber man kann dort natürlich alles etwas gelassener angehen, als wenn man in Berlin oder im Pott lebt. Jemand hat die deutsche Sprache gelobt. Sie ist nicht der Wurzelgrund sondern eben ein Ausdruck (unter mehreren) eines bestimmten (mitteleuropäischen) GEISTES. Seit 1500 Jahren prägt, triggert und dominiert dieser GEIST die Weltgeschichte und wird es bis in seine letzten Ausläufer auch weitere 1500 Jahre noch tun, im Guten wie im Schlechten.
Weiner
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PS: Es wird eine finanzielle und eine wirtschaftliche Krise geben, am Ende mit Wasser- und Strommangel und Hunger. Es wird zivile Unruhen geben, teilweise mit lokaler 'Fremdherrschaft' innerhalb D. Es wird extremes Durchgreifen 'staatlicher' Organe geben (die aber nur sich selbst retten wollen, nicht die Bürger/Bevölkerung, deren Organe sie sein sollten ...). In späteren Phasen wird das Land territorial aufgesplittert sein. Und dann werden, wie schon hundert Male in unserer Geschichte, 'ausländische' Mächte sich einmischen. Erstmals wird der Chineser dabei sein - wenn man von den kalmückischen Reitern unter Zar Alexander oder von fernöstlichen Gesichtern in Stalins Roter Armee mal absieht. Irgendjemand hat neulich von einem neuen Dreißgjährigen Krieg geschrieben. Das kommt ungefähr hin, d.h. dieses Szenario wird sich in Wellen (mal gut, mal schlechter) langsam entfalten und ausbreiten, und zwar im ganzen Europa. Der Einstieg wird noch in diesem Jahrzehnt erfolgen bzw. jetzt gerade geht es so langsam los. Nicht kalkulierbar sind Naturkatastrophen, doch ist es eine alte Erfahrung, das die ebenfalls sich einstellen, wenn es parallel menschheitsgeschichtlich holprig wird. Sie sollten deswegen mitbedacht werden.