Deutschland im Abfindungsfieber - Gute Stimmung im Abfindungsland.

Plancius, Montag, 02.02.2026, 11:04 (vor 3 Tagen)4274 Views
bearbeitet von Plancius, Montag, 02.02.2026, 11:07

Egal, wo ich mich umhöre, ob im privaten Kreis oder in Kundengesprächen. Nicht Silber, Gold oder dem damit verbundenen Auf und Ab an der Börse sind das beherrschende Gesprächsthema.

Nein, es sind Pensionierung, Frühverrentung, Vorruhestand und die häufig damit verbundenen gezahlten fürstlichen Abfindungen. Das Handelsblatt titelt zurecht: "Deutschland verkommt zum Abfindungsland."

https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-deutschland-verkommt-zum-abfi...

Insbesondere in den Industrieregionen des "alten" Westens ergießt sich zur Zeit ein milliardenschwerer Geldregen über die Arbeitnehmerschaft und hierbei insbesondere auf Führungskräfte. Seien es die Fordwerke, Lyondell Basell, Volkswagen usw. usf. Es wird überall kräftig Personal jenseits der 57 Jahre abgebaut und mit fürstlichen Abfindungen versehen oder der Übergang zur gesetzlichen Rente mit einer 100%igen Gehaltszahlung bis zum Renteneintritt versüßt.

Auf diese Weise erscheinen sicher Hunderttausende ältere Arbeitnehmer nach Ausscheiden aus dem Berufsleben lange vor ihrem eigentlichen Renteneintritt nicht in der Arbeitslosenstatistik.

Trotz des Geldregens auf viele Konzernbeschäftigte gibt es einen stetig wachsenden Anteil an Armutsrentnern, insbesondere im Osten Deutschlands die viele Jahre in kleineren Firmen gearbeitet zu niedrigen Löhnen gearbeitet haben und jetzt bei Renteneintritt nicht mehr über die Runden kommen und noch weiter arbeiten.

Ich vermute, die baldige Landtagswahl in Baden-Württemberg ist mit dem milliardenschweren Geldregen erstmal für die Altparteien um Schwarz-Grün gesichert. Auch die Wohnmobilbranche wird wieder viele Bestellungen von den gut-situierten "Neurentnern" entgegen nehmen können.

Gruß Plancius

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"Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad an Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand." ARTHUR SCHOPENHAUER


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