Hallo Plancius, die Welt ist nicht schwarzweiß. (mT)

DT, Dienstag, 13.01.2026, 11:12 (vor 21 Stunden, 21 Minuten) @ Plancius2310 Views
bearbeitet von DT, Dienstag, 13.01.2026, 12:14

Es gibt eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten. Die Welt ist grau, nie ganz schlimm und nie ganz gut.

Krisen gab es schon immer, unsere Großeltern und Urgroßeltern sind durch 2 Weltkriege gegangen, die haben ganz andere Dinge überlebt.

Es wird ganz sicher keine "Soylent Green" Lösung geben, auch wenn das immer wieder behauptet wird, nach dem Motto, Bill Gates will nur noch 500 Mio Menschen auf der Erde, damit die Ressourcen nicht verbraucht werden, und setzt dazu eine Pandemie in Umlauf. Daran glaube ich nicht, denn er und "die" brauchen die Milliarden von Konsumenten, um ihre Produkte gekauft zu bekommen, sie brauchen sie als Nachschuldner und als Steuerzahler und Arbeitssklaven.

Ich denke, das wichtigste ist ein funktionierendes Netzwerk. Was mir aufgefallen ist, ist die Tatsache, daß Du überhaupt nicht in Betracht gezogen hast, daß Du Gold vergräbst und den Ort dann mit Deiner Frau oder Deinen Kindern teilst.

Ich denke bei meinen Überlegungen nicht an mich selber. Ich weiß, daß ich mich selber immer durchschlagen kann, das war in der Vergangenheit so und wird in Zukunft so sein, wenn ich nicht einen Schlaganfall oder Herzinfarkt bekommen und im Rollstuhl oder Bett hänge. Dann kommt für mich sowieso nur die Elli-Lösung oder die Gunter-Sachs-Lösung oder die Hermann G. Lösung in Betracht, die "sozialverträglich" ist. Schließlich will ich nicht das hart aufgebaute und erarbeitete Vermögen von Generationen wegen Pflege verschleudern.

Ich denke bei meinen Überlegungen immer nur an die nachfolgende Generation(en). Wie kann man sicherstellen, daß das Vermögen mehr als 2 Generationen übersteht? Ganz wie das neulich der Milliardär David Bateman gesagt hat. Bis vor kurzem dachte er noch, seine Hunderte Millionen aus dem Verkauf von seinem Startup Entrata in Mehrfamilien- und Reihenhäusern anzulegen, aber dann ist er davon abgekommen und hat an Gold und Silber gedacht.

Das wichtigste ist, daß Deine Kinder ein gutes Verhältnis zu Dir haben und daß sie gut ausgebildet sind. Das ist das beste, was Du ihnen mitgeben kannst. Aus meiner Sicht sollen sie praktische Fähigkeiten haben, die man braucht, um auf einem Bauernhof zu überleben, wenns hart auf hart kommt. Pflanze, Tiere, Holz machen, heizen, kochen, etc. Getreide, Gemüse, Obst und was dazu gehört.

Denn so haben die Menschen in der Palz wo es vom Wetter und vom Boden her einigermaßen auskömmlich ist seit ca 7000 Jahren überlebt. 1 Hektar gutes Feld reicht dazu. Das ist das allerwichtigste und essentielle, und ich schätze, daß weniger als 1% in Deutschland das können, Bauernkinder hauptsächlich, Dorfkinder auch. Die ganze elende dreckslinksgrüne Stadtbevölkerung und 90% von den Kindern in Peking kann davon nichts. Ohne Handy sind die aufgeschmissen, und wenn der Blackout 2 Wochen gegangen wäre und die Hochhausviertel von Westberlin in Siemensstadt getroffen hätte, wäre dort nichts mehr gegangen, speziell im Winter. Anschließen eines Notstromaggregats und Dieselversorgung? Nichts. Nada.

Desweiteren brauchen die Kinder eine gute Ausbildung was Technik und Sprachen angeht, damit sie egal wo immer einen guten Job bekommen können. Man sieht das bei den Auswanderern in den 30er und 40er Jahren - wer dann etwas mit Technik drauf hatte, konnte bei den Amis, bei den Russen (von Ardenne!) etc. einen guten Job bekommen, der ein Dach über den Kopf bringt und Spaß macht.

Das nächste ist, daß die Kinder mit Leuten gut umgehen können, offen und freundlich sind, integer und ehrlich, denn wenn man die nächste Krise übersteht, dann im Kollektiv. Und sie müssen gelernt haben, Verantwortung zu übernehmen und eine Führungsrolle und anpacken, führen durch Vorbild, dann klappt das schon. Fast niemand mehr möchte heute noch Verantwortung übernehmen und kann sich hinstellen, wenn der Stromausfall oder die Flut kommt und sagen: so und so wirds jetzt gemacht, Du und Du, hol man das her, Du und Du, mach mal das. Bestes Beispiel: die elende Drecksgrüne Anne Spiegel (erstmal Urlaub) und der CDU Jammerlappen Wegener (erstmal Kopf frei kriegen und ne runde Tennis spielen).

Alternative Vorbilder: Helmut Schmidt (Hamburg Flut), FJS (Bundesland Bayern durch Anpacken vom Agrarstaat zum High-Tech Staat), Lothar Späth (siehe BaWue und Jenoptik in Jena, "man kann was man will").

Wenn diese Dinge erledigt sind, kann man ruhig schlafen, denn dann braucht man sich um die Zukunft keine Sorgen mehr zu machen. Wer muß sich denn um Mietwohnungen und die Mieter sorgen? Ich habe gelernt, daß man nicht viel zum Leben und sogar "gut" leben braucht, auf dem Bauernhof hat man nicht viel, hat aber immer genug zu tun und genug Arbeit. Die Faulheit und das Abhängen und der Müßiggang machen depressiv, das sieht man am besten am Erhard. Wenn er rumreist, dann ist er einigermaßen erträglich, wenn er zuhause bei seiner keifenden Alten rumhängt, denkt er nur noch an den Tod.

Schau Dir mal die Blogs wie "Frugalisten" an (www.frugalisten.de), die zeigen, daß man mit wenigen Tausend EUR pro Jahr ganz gut leben kann. Wenn ich mich im Dorf umschaue, sehe ich viele Leute, die sicher nicht mehr als 1000-2000 EUR pro Monat haben und ganz zufrieden sind.

Du bist doch Ingenieur, Informatiker, und da hast Du sicher ein paar 100k angespart, wenn Du Dich sorgst, wie Du das in die nächste Ära bringst, dann denk an Silbermünzen plus Getreide plus einen Holzofen plus Holz plus Heizöl und einen Brenner und ein kleines Haus, dann hast Du alles was Du brauchst. Die meisten sagen, sie kaufen dann mit Silbermünzen ein Stück Brot, aber das ist ja Irrsinn, eine Unze kostet jetzt schon 80 EUR, und wenn Du zum Bäcker oder Bauernladen gehen willst und ein Brot holen willst und der sagt: 1 oz Silber, dann willst Du das auch nicht. Also lernst Du besser mal selber, am besten zusammen mit den Kindern, wie Du im Holzofen Brot backst. Kauf Dir ein Faß aus PPE, 100 L, kauf Dir 1-2 Zentner Weizen, kostet momentan nur 20 EUR pro dt, lagere es trocken ein, das hält sich ewig, kauf Dir eine Handmühle, und mit einem Holzofen und Holz leidest Du weder Hunger noch Kälte.

So war das bei uns noch bis 1978, da hab ich noch aus dem Keller Kohle und Holz geholt und morgens mußte der Ofen angeworfen werden mit der noch vorhandenen Glut. Die Zeit daß man eine Öl- oder gar Gaszentralheizung hatte ist erst vor ca 50 Jahren angebrochen.

Ansonsten ist Auswandern für die Zeit der Rente tatsächlich eine Option: in Ländern wie Portugal (das hören wir ja von Dieter und einigen anderen, Ankawor?) ist es nicht schlecht, meines Wissens ist auch Dragonfly outside Europe, NST war in Thailand, dort lebst Du natürlich nochmal günstiger und auch nicht schlecht. Wenn Du aber bei Deiner Familie und Deinen Liebsten sein möchtest und Dir das wichtig ist, dann mußt Du sie auch in Deine Planungen und Überlegungen mit einbeziehen.

Und von welchem Tsunami sprichst Du? Der Tsunami von Bereicherern von Erikas Gnaden ist doch schon seit 10 Jahren über uns hinweg gerollt. Der Tsunami der Zeitenwende, das haben doch all die Zonis (Du bist doch auch einer) schon seit 1990 erlebt. Das war ein echter Tsunami, ein komplettes Wegbrechen der Erwerbsgrundlage. Und auch da galt: wer etwas konnte, dem gings danach gut, der hat entweder selbständig etwas hochgezogen oder er ging dorthin, wo seine Fähigkeiten gefragt waren. Ich kenne einige, die danach in die Schweiz oder auch in die USA gegangen sind, man muß eben global denken. Michael Kaschke, der Gründer von Carl Zeiss Meditec war und später CEO von Zeiss wurde und der schon in der DDR viel konnte, ging auch erstmal in die USA. Fahr mal nach Jena und schau Dir an, was er dort angestoßen hat, mitten in der Innenstadt, da kannst Du mal sehen, was man bewegen kann, wenn man nur will.

https://www.zeiss.de/corporate/ueber-zeiss/gegenwart/daten-fakten/zeiss-standorte/jena....


@Zweistein, sollte er noch mitlesen, kannte diese Clique auch. Probleme hatten diejenigen, die schon in der DDR das Leben eines Edgar Wibeau geführt haben, die sich im dortigen Sozialismus bequem eingerichtet hatten. Die schon immer nach dem Staat geschrien haben.

Welcher andere Tsunami soll kommen? Daß eine Hyperinflation kommt? Dann bist Du doch mit Au und Ag erstmal gut abgesichert. Die ursprüngliche Idee von EMs ist doch, sein Vermögen in die neue Zeit hinüber zu retten.

Übrigens: es gibt auch Aktien, vor allem im Ausland, die haben alle Krisen überstanden und auch noch immer Dividende abgeworfen. Das was man immer braucht. Nahrung, Pharma, Basic Stuff. Nestle, Procter & Gamble, Coca Cola. Schau sie Dir an, die Dividendenaristokraten. Auch das, gut gestreut, ist eine Möglichkeit.

Außerdem sollte man bedenken, daß in China und in Indien sowie in einigen höheren Ländern der 3. Welt mit hoher Mohammedanerquote (Iran, Indonesien, Somalia, Nigeria) ein riesiger Nachschub an hungrigen Nachschuldnern heranwächst, die auch gerne so leben würden wie die verfetteten Amis als Hollywood-Idealbild. Diese Länder werden die Treiber der zukünftigen Dynamik sein. Auch Australien wird einiges an Dynamik bekommen, da es ganz schönes Wetter hat, viele Bodenschätze und viele schlaue und fleißige und gut ausgebildete Einwanderer, vor allem aus China, das wird dem Land sehr zugute kommen.

DT


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