Paul C. Martin auf YouTube sehen und hören

Larry @, Samstag, 03.01.2026, 22:46 vor 4 Tagen 3101 Views

Von und über PCM/Dottore gibt es jede Menge zu lesen, aber bis vor kurzem gab es von ihm Online weder ein Audio, noch ein Video, in dem man ihn sehen/hören kann. Nun ist es aber endlich so weit: https://youtu.be/FWBFmsz0rnY

Die Diskussion ist ziemlich uninteressant und der Moderator grottenschlecht, aber es ist nunmal das einzige Video.

Re: Georg von Frundsberg - Viel Feind', …

Ostfriese @, Sonntag, 04.01.2026, 09:37 vor 4 Tagen @ Larry 1983 Views

bearbeitet von Ostfriese, Sonntag, 04.01.2026, 09:56

Hallo Larry,

vielen Dank für Deine Bereitstellung des Videos.

Die Diskussion ist ziemlich uninteressant und der Moderator grottenschlecht, aber es ist nunmal das einzige Video.

Es zeigt, welche umfangreichen geistigen Fortschritte, ohne jetzt Beispiele anzugeben, in den darauffolgende 25 Jahren vorwiegend im Zeichensystem des aristotelisch-parmenideischen Weltbildes, als auch weniger in hermetischen Betrachtungsweisen, zwecks Grundlegung des Debitismus mithilfe der Diskutanten auf dem Forum entstanden.

Der Schweizer Sprachwissenschaftler Ferdinand de Saussure (1857 – 1913) vertrat – als Begründer der modernen Linguistik und Semiotik - die Ansicht, dass sprachliche Zeichen die Welt nicht einfach so wiedergeben, wie sie sind, sondern dass deren Bedeutung erst im Zeichensystem der Sprache konstituiert werde. Ein Zeichen besteht bei Saussure dabei aus Signifikant (Bezeichnendes) und Signifikat (Bezeichnetes), wobei ersteres das Lautbild und letzteres die Vorstellung eines Begriffs, die Inhaltsseite, widerspiegelt.

Sprachliche Zeichensysteme geben die Welt nicht einfach so wieder, wie sie ist, sondern, dass deren Bedeutung erst im Zeichensystem der Sprache konstituiert wird – sie schaffen eine nur im Gehirn sich abbildende Realität, die die Gesamtheit der Simulationen der Welt umfasst: Diese nach dem Analogen erzeugten - sowohl vor allem in aristotelisch-parmenideischen als auch hermetischen - Zeichensysteme sind grundsätzlich Simulationen, fesseln unser Vorstellungsvermögen, um die Wahrheit zu erfahren.

Dottores Erkenntnis, dass es nur einen Staatszweck: Staatsmachterhalt – und fertig gibt und dass das System nicht mit den Elementen des Systems selbst verändern werden kann, steht vollständig in Übereinstimmung mit Mao Tse-tungs Satz Die politische Macht kommt aus den Gewehrläufen. Die - alles bestimmende - unmittelbar nicht einhegbare Waffe ist das einzige Analogon des machtbasierten Debitismus als Grundlage der Ökonomie zwecks bevorzugter Externalisierung der Machterhaltungskosten zu betrachten.

Es ging mir nicht um die Zauberkunst auf höchstem Niveau mit dem völlig versauten Geld (Dottore), sondern in der Folge nur um die von mir angesprochenen systemimmanenter Verkürzung der Laufzeiten und der damit zusammenhängenden hermetischen Entsprechung der Frequenzen ALLER Ereignisse und JEGLICHES zivilisatorischen Geschehens und deren Längen.

Darf ich fragen, wer die bis 9:38 mehr als 77 Wortbeiträge des letzten Fadens, das debitistische Verständnis erweitern wollend, ausführlich gelesen hat? Vielleicht darf ich MausS dankenswerter Weise bitten, die entsprechend fünf wichtigsten Postings anzugeben.

Danke.

Genauer: … viel Ehr'!

Gruß - Ostfriese

Dank an @Larry, außerdem ein Video zur aktuellen Finanzlage

Weiner, Sonntag, 04.01.2026, 12:48 vor 4 Tagen @ Ostfriese 1906 Views

Werter Ostfriese -

ich möchte zuerst @Larry für das Video danken, denn ich hatte bislang keine Vorstellung (d.h. Simulation in meinem Hirn ...) zur 'Erscheinung' und zum persönlichen Auftreten des Herrn Dottore.

Sodann habe ich Dir zu danken für die Grüße und Wünsche im letzten Beitragsfaden, und ich darf Dir - und natürlich allen anderen Mitlesern hier - ebenfalls alles Gute im neuen Jahr wünschen.

Im Video, das von Larry verlinkt wurde, war zu Anfang kurz die Rede von der schrecklichen Staatsverschuldung der USA. Ich möchte gern wissen, was Herr Winter heute dazu sagen würde und ob er die Tricks verstanden hat, wie raffiniert man diese Verschuldung immer weiter ausdehnen und vertagen konnte.

Hinweise zur Verschuldung der BRD finden sich im folgenden Video, das zum Ausgangspunkt die Beobachtung nimmt, dass Blackrock und Konsorten im Moment dabei sind, Milliardensummen aus D abzuziehen.

https://www.youtube.com/watch?v=-2YueL9a-I0

Es wird historisch vergleichend eine Erklärung dazu versucht (mit der ich nicht in allem übereinstimme), und es wird eine deutliche Warnung ausgesprochen.

Der Krieg (Ukraine/Nahost) wird nicht gelöst werden (man braucht ihn ja aus geschäftlichen Gründen ...) und man wird nun parallel im Laufe des Jahres finanzielle und ökonomische Folterwerkzeuge zur Anwendung bringen (um in Richtung kontrollierte Sprengung weiter zu arbeiten). Die Vorgänge um Venezuela zeigen erneut, wie professionell die oberen Hintertanen arbeiten. Und sie zeigen ebenfalls, was in dem von Larry verlinkten Video ja immer wieder Thema war: dass der "High State" (der Deep State und die US-Administration sind ja nur seine Werkzeuge) keinerlei Rücksicht auf die amerikanischen oder irgendwelche anderen Bevölkerungen nimmt. Absolut mirakulös fand ich im Video den Einwurf von @Dottore: dann brauchen wir eben Basisdemokratie. Das hat mir wirklich gefallen!!

Du selbst nun schreibst:

Sprachliche Zeichensysteme geben die Welt nicht einfach so wieder, wie sie ist, sondern, dass deren Bedeutung erst im Zeichensystem der Sprache konstituiert wird – sie schaffen eine nur im Gehirn sich abbildende Realität, die die Gesamtheit der Simulationen der Welt umfasst

Ich denke, dass diese Aussage doch Allgemeinwissen heute ist, eigentlich schon seit Platon, dann vor allem seit Kant. Und es gibt ja nicht sprachliche Zeichensysteme sondern auch mathematische, sprachliche, künstlerische etc. und wir unterliegen alle der Pflicht, die Abbilder der Welt ständig von Neuem an der Welt zu überprüfen (d.h. das Zeichensystem zu optimieren). Was ist so Besonderes an diesem Vorgang? Bereits Einzeller haben Sinnesorgane, mit denen sie sich ein Bild von der Welt machen (siehe zB. Fototaxis).

Dottores Erkenntnis, dass es nur einen Staatszweck: Staatsmachterhalt – und fertig gibt und dass das System nicht mit den Elementen des Systems selbst verändern werden kann

Nach meiner Auffassung ist die erste Aussage von Dottore ebenfalls allgemein bekannt, und zwar auch seit Jahrtausenden. Man sollte sie aber präzisieren: es geht nicht um den Machterhalt primär sondern um den Erhalt des Staates, d.h. die Macht dient dem Staat und der Staat wiederum erhält die Macht (es ist eine rekursive Beziehung). Macht gibt es auch ohne Staat, Staat aber (praktisch) nicht ohne Macht. In einem (ordentlichen ....) Staatswesen gibt es aber neben der 'Macht' noch andere (durchaus essentielle) Komponenten, die für die Performance des Staates wichtig sind. Und die Aussage, dass das System nicht mit den Elementen des Systems verändert werden kann, halte ich für falsch. Es kann nur mit seinen eigenen Elementen verändert werden, anderfalls geht es eben zugrunde. Hier sind wir im Bereich der Anpassungsfähigkeit, die der Staat, wie jeder andere aus mehrern Elementen zusammengesetzte ORGANISMUS eben haben muss.

Jeder Staat - Ereignisfrequenzen hin oder her - stirbt am Ende. Das ist das Schicksal eines jeden ORGANISMUS. In biologischen Systemen wird deswegen rechtzeitig und routinemäßig (zyklisch) ein Tochterorganismus gebildet, wofür es verschiedene Verfahren gibt. In der Staatenwelt war das bisher (!) noch nicht die Regel, wurde aber mehrfach schon versucht (bekanntestes Beispiel die griechische Kolonisation ab dem achten vorchristlichen Jahrhundert). Bisher (!) waren aber genug natürliche Ressourcen, genug brauchbare Trümmer von verendeten Staaten sowie genug "frische und tatkräftige Jungvölker" da (siehe hier etwa die sogenannten germanischen Völkerwanderungen ...), die immer wieder zum Neuaufbau von Staaten geführt haben (selfassembling / Autopoeisis). Die gegenwärtige Lage der Menschheit hat zum Besonderen, dass die Ressourcen beschränkt erscheinen (!), dass wir in der Alters- und Sterbephase mit dem bisherigen System stehen und dass außerdem die gegenwärtige Staatenwelt zur Kooperation 'verdammt' ist. Wie es ausgehen wird, ist relativ klar und ich habe es schon oft hier beschrieben. Ich erachte es für einen ganz normalen und natürlichen Prozess.

Was Du mit "Hermetik" meinst, verstehe ich überhaupt nicht, dsgl. die Gegenüberstellung "hermetisch" und "parmenidisch". Für mich gibt es nichts "Hermetisches". Alles ist offen. Jeder kann es sehen. Bequem von zu Hause aus, denn alles, was je von Menschen gedacht und gefühlt wurde, findet sich heute bereits im Internet [in mehr oder weniger guten ABBILDUNGEN].

Es gibt nur eine HERMETIK: wenn jemand versuchen möchte, sein Menschsein zu überschreiten (zu transzendieren), dann braucht er dazu die Hilfestellung von jemandem, der das schon erfahren und getan hat. Dieser Prozess ist so kompliziert und individuell und eigenartig und schwierig, dass er nun wirklich nicht "öffentlich" vollzogen werden kann - zumal es ja sein Ziel ist, das Menschliche hinter sich zu lassen. Übrig bleibt nur Licht.

Herzliche Grüße von dem Weiner

"Erstens bedeutet dies, dass das Universum quasi aus seiner eigenen Entfaltung lernt. …

Ostfriese @, Montag, 05.01.2026, 07:45 vor 3 Tagen @ Weiner 822 Views

bearbeitet von Ostfriese, Montag, 05.01.2026, 09:01

Hallo Weiner

Dazu

Es gibt nur eine HERMETIK: wenn jemand versuchen möchte, sein Menschsein zu überschreiten (zu transzendieren), dann braucht er dazu die Hilfestellung von jemandem, der das schon erfahren und getan hat. Dieser Prozess ist so kompliziert und individuell und eigenartig und schwierig, dass er nun wirklich nicht "öffentlich" vollzogen werden kann - zumal es ja sein Ziel ist, das Menschliche hinter sich zu lassen. Übrig bleibt nur Licht.

Alexander Lauterwasser [1]

"Das hat sehr viel zu tun mit abendländischer Geistesgeschichte überhaupt, weil wir im Abendland mit Aristoteles den heraklitischen Ansatz, dass alles im Fluss ist, dass alles Bewegung ist, verabschiedet haben zugunsten von Parmenides, der Sein als Seiendes, also als ein eher Bleibendes, definierte und nicht als Werdendes. Und wir – Hegel hat das mal so schön formuliert – es eigentlich verlernt haben Bewegliches beweglich zu denken".

"Diese Neigung zur Eliminierung des dynamischen Aspekts von allen Phänomenen hat sich in der Neuzeit zunächst noch vehementer in unseren Denkweisen ausgebreitet und zwar auf die Weise, dass immer mehr abhandengekommen ist und es uns unmöglich wurde, diesen Aspekt noch adäquat zu denken und die Phänomene, die uns in der Natur begegnen, aus der Bewegung heraus zu verstehen. Es hängt damit zusammen: Wollen wir die Welt eher statisch zu greifen und zu fassen versuchen, oder wollen wir eine andere Art des Verständnisses entwickeln?"

Der aristotelischen Philosophie, die das Sein als Seiendes, also als ein statisch punktuell Bleibendes versteht, steht die Ganzheitlichkeit der heraklitischen dynamischen Betrachtungsweisen in Verbindung mit dem Rückgriff auf die uralten sieben hermetischen Prinzipien gegenüber - wobei die Prinzipien der Entsprechung, Schwingung und Polarität die wichtigsten sind. Wir haben es additiv nicht mit einer Summe von Einzelteilen zu tun, sondern ganzheitlich mit einem Frequenzspektrum, das sich über den gesamten Raum ausbreitet.

Im neugegründeten Centre for Mathematics Münster (CMM) [2] steht die Interaktion der Forscherinnen und Forscher unterschiedlicher mathematischer Teilgebiete im Mittelpunkt. Gemeinsam sollen sie übergreifende (ganzheitliche) Zugänge entwickeln, um grundlegende mathematische Fragen zu klären.

Ernst Barthel hat polargeometrisch dargelegt, dass sich eine immer fortgeführte Gerade nicht in die Unendlichkeit des Raumes erstreckt, sondern dass die Gerade (sowie die gesamte Totalebene = Erde) räumlich in sich selbst zurückläuft. Oder in der Sprache der Hermetik: Wenn der Raum in sich selbst zurückläuft, laufen wir nicht durch den Raum, sondern der Raum durch uns. Er widerlegt in seinen Studien das Postulat, dass die Gerade immer weiter durch den Raum geht. [3]

Im Sinne der Hermetik wird die Welt immer nur im Geiste vergegenwärtigt: Damit ist sie mit Ernst Barthel zeit- und richtungslos. Jean Baudrillard schreibt: Die Realität ist Simulation.

Vielleicht gelingt es im Centre, Ernst Barthels Ideen zur Polargeometrie Raum zu geben.

Unabhängig von der Frage des Urknalls gilt [4]:

… Zweites bedeutet es aber auch, dass jede unserer Handlungen, Gedanken und Gefühle das Universum mitgestaltet: All dies fügt dem Universum neue Informationen hinzu, es programmiert das Universum und keine Idee, kein Gedanke, keine Liebe geht jemals verloren, sondern lebt fort als Teil des kosmischen Programms."

Bedeutet - das Universum wird sich selbst bewusst (so auch Brahman-Atman)[5] - die Einzigartigkeit des Menschen im Universum?

Herzliche Grüße von dem Weiner

Herzliche Grüße zurück - Ostfriese

PS

[1] https://www.sein.de/schwingung-und-schoepfung-interview-mit-alexander-lauterwasser/ Schwingung und Schöpfung – Interview mit Alexander Lauterwasser
[2] https://www.uni-muenster.de/MathematicsMuenster/de/cmm/index.shtml Centre for Mathematics Münster
[3] https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=557423 @DT, Ashitaka, Samstag, 06.03.2021, 20:47 @ DT 6102 Views
[4] https://www.sein.de/das-universum-ist-ein-riesiges-gehirn/ Das Universum ist ein riesiges Gehirn
[5] https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=512278 Das fraktale Entsprechungswesen allen Geschehens, Ashitaka, Samstag, 29.02.2020, 14:03 @ Ostfriese 3709 Views

Info für Gala-Leser

stokk', Sonntag, 04.01.2026, 19:30 vor 3 Tagen @ Larry 1586 Views

@dottore war zu dieser Zeit 51 Jahre, sieht aber jünger aus, imho

[image]

Ja, @dottore sieht wirklich sehr gut aus

BerndBorchert @, Sonntag, 04.01.2026, 23:44 vor 3 Tagen @ stokk' 1161 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Montag, 05.01.2026, 00:03

das sage ich (als Nicht-Schwuler) in dem Sinne: so würde ich auch gern aussehen.

Was es sagt und wie er es sagt, das finde ich allerdings nicht so 100% geschickt, und auch nicht besonders durchdacht, z.B. das über den Raffer-Kapitalismus ohne zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft zu unterscheiden. Oder dass er vorschlägt, einen Putsch durchzuführen, um eine militärische Geldverschwendung zu stoppen.

Nur an einer Stelle merke ich etwas von Debitismus, und das nur am Rande: da wo es um historische Schuldscheine geht. Hat @dottore sich erst später als 1991 damit beschäftigt?

Bernd Borchert

An einer Stelle sagt @dottore das eigentlich auch damals schon politisch inkorrekte N-Wort: in Min. 51, nachdem der Geo-Chefredakteur mehrmals - jedesmal als Vorwurf an die Weißen und ihren Kapitalismus - auf die Armut der Schwarzen in den USA hingewiesen hatte
https://www.youtube.com/watch?v=FWBFmsz0rnY&t=3060s

Das N-Wort

Dragonfly ⌂ @, Montag, 05.01.2026, 02:10 vor 3 Tagen @ BerndBorchert 1124 Views

Er sagt Neger. Das ist ein, in der deutschen Sprache, altmodisches Wort. hat nichts mit dem N-Wort zu tun. In anderen Sprachen könnte man das auch kaum anders aussprechen. Da biste Negro/negra oder preto/preta.

Das N-Wort ist Nigger. Das sind nur ein paar woke Idioten, die so tun, als wären sie der englischen Sprache mächtig, die das durcheinander werfen.

Was ist denn der Unterschied zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft?

nereus @, Montag, 05.01.2026, 11:39 vor 3 Tagen @ BerndBorchert 826 Views

Hallo Bernd!

Die Marktwirtschaft ist eine Ausprägung des Kapitalismus, aber man kann die beiden Begriffe nicht in Gegensatz zueinander stellen, denn eine Marktwirtschaft ohne Markt ist kein Kapitalismus und eine sozialistische Marktwirtschaft kann es nicht geben.
Das wäre in etwa so, als würdest Du den Unterschied zwischen Obst und Äpfeln oder Birnen erklären wollen. [[freude]]

Was z.B. die Chinesen und Russen versuchen ist eine Trennung von Kapitalismus und Staat, um den Übergriff der "fat cats" auf die Staatsbürokratie zu verhindern, was so la la halbwegs gelingt.
Die Immo-Krise der Chinesen zeigt aber, das sie das Rad auch noch nicht neu erfunden haben.
Marktwirtschaft könnte man daher vielleicht als kontrollierten oder gezügelten Kapitalismus bezeichnen, der eine Weile funktioniert bis irgendwann die lange zurückgehaltenen Rechnungen gestellt werden.

Du schreibst: Was es sagt und wie er es sagt, das finde ich allerdings nicht so 100% geschickt, und auch nicht besonders durchdacht, z.B. das über den Raffer-Kapitalismus ohne zwischen Kapitalismus und Marktwirtschaft zu unterscheiden. Oder dass er vorschlägt, einen Putsch durchzuführen, um eine militärische Geldverschwendung zu stoppen.

Er unterscheidet das doch, aber ohne den fachlichen Hintergrund zum Thema Geld, Kredit und Zwangläufigkeiten wird das vermutlich überhört. Außerdem kann man in so einer Runde niemals die Dinge im Zusammenhang erklären und so bleiben da diverse Wort- und Satzfetzen übrig.

Nur an einer Stelle merke ich etwas von Debitismus, und das nur am Rande: da wo es um historische Schuldscheine geht. Hat @dottore sich erst später als 1991 damit beschäftigt?

Nein, das begann schon Mitte der Achtziger, wobei er die Geldproblematik noch ein Jahrzehnt früher publizistisch verarbeitete.
Ich glaube sein erstes Buch erschien in den Siebzigern.
Den Begriff Debitismus las ich erstmals in seinem „Kapitalismus – Ein System das funktioniert“, was aber nicht heißen soll, das dieser Begriff schon vorher von ihm verwendet wurde.

Es ist das Problem von Talkshows, wo die Leute begrenzte Zeit haben und dann muß natürlich noch auf die Fragen des Moderators oder der Gäste eingegangen werden.
Wirklich genau möchte das mit dem Geld und seinen Hintergründen sowieso niemand wissen. [[lach]]

mfG
nereus

@dottores Dissertation (mC)

stokk', Montag, 05.01.2026, 14:22 vor 3 Tagen @ nereus 798 Views

bearbeitet von stokk', Montag, 05.01.2026, 14:32

Von 1966, eine kulturhistorische Besonderheit, die @dottore sicher gerne gekauft hätte:

https://www.oeconomie.de/detail/90664-1/

Ist natürlich auch über Fernleihe erhältlich.

Sein erstes Buch: Gold schlägt Geld, Schweizer Verlagshaus, 1973

Glücklich, wer das Buch gekauft hat und den Rat befolgt hat:
[image]

Lustige Anektode zum Buch....

Reffke @, Narragonien, Montag, 05.01.2026, 15:10 vor 3 Tagen @ stokk' 739 Views

Hallo stokk und allerseits,

Lustige Anektode [[lach]]

Er ist Volkswirt, und einen Doktor hat er auch. In der schreibenden Zunft ist er ein Exote - mit einem beeindruckenden Talent für Vereinfachung und einem Hang zur derben, flapsigen Sprache.

Oft geht dabei die Phantasie, über die Martin in reichem Maße verfügt, mit ihm durch. So empfahl er den Amerikanern im Juli 1979, die Ölfelder des Nahen Ostens zu besetzen: »Das Kriegsrisiko ist minimal« - das würde die Freiwillige Feuerwehr von Tulsa/Oklahoma schaffen.

Den Prozeß wegen Aufhetzung zum Angriffskrieg hat der stramme Publizist im Juli 1980 ganz locker überstanden: Er wurde freigesprochen, das Gericht berücksichtigte seine Neigung zu »überspitzten Formulierungen«.
https://www.spiegel.de/wirtschaft/hier-kommt-der-schlimme-finsterling-a-4cbfc99c-0002-0...

Offenbar hat das der Don gelesen...
[[rofl]]

LG Reffke

--
Wer warnen will, den straft man mit Verachtung.
Die Dummheit wurde zur Epidemie.
So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Ein Volk versinkt in geistiger Umnachtung.
Erich Kästner "Große Zeiten"

Die 'Marktwirtschaft' ist absolut sekundär. Der Markt ist nichts anderes als der Platz, wo …

Ostfriese @, Montag, 05.01.2026, 17:15 vor 3 Tagen @ nereus 764 Views

bearbeitet von Ostfriese, Montag, 05.01.2026, 17:26

Hallo nereus

Die Marktwirtschaft ist eine Ausprägung des Kapitalismus, aber man kann die beiden Begriffe nicht in Gegensatz zueinander stellen, denn eine Marktwirtschaft ohne Markt ist kein Kapitalismus und eine sozialistische Marktwirtschaft kann es nicht geben.

Dottores Gesprächsteile mit den ihn ständig unterbrechenden Teilnehmern in @Larrys Video zeigen die Bedeutung klarer debitistischer Begrifflichkeiten.

Marktwirtschaft ist m.E. ein sehr ungenauer Begriff, und was heißt Ausprägung des Kapitalismus, der auf jeden Fall das Institut des PRIVATEIGENTUMs beinhaltet, was in der Marktwirtschaft nicht so eindeutig ist. Die Entwicklung Ostdeutschlands nach der Wiedervereinigung hat es gezeigt.

Mit der Eingabe von je dreien der Begriffe Kapitalismus, Marktwirtschaft, Markt, Bezugsschein, Geld, Debitismus usw. in die entsprechende Suchfunktion des GFs erscheint häufig Paul C. Martins relativ kurzer, lesbarer und ohne Diskussionsunterbrechung lesbarer Beitrag:

https://archiv.dasgelbeforum.net/ewf2000/forum_entry.php?id=3069 Re: Zinssystem muß zusammenbrechen verfasst von dottore, 30.05.2000, 11:42

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Hallo,
ich habe das System sehr wohl verstanden. Zur weiteren Erläuterung, muß ich mein Denkmodell noch etwas ausbauen:
1.) Du verswechselst Marktwirtschaft mit Kapitalismus. Die Marktwirtschaft ist, da gebe ich Dir recht, das praktikabelste System. Im Kapitalismus jedoch, bekommt derjenige, der das Geld in Händen hat leistungslos immer mehr Zins. Die Zinsen müssen aufgebracht werden, unabhängig vom Erfolg des Unternehmens. Durch den Zins wachsen die Geldvermögen nach der Zinseszinsrechnung an. Diese wachsenden Vermögen müssen von der anderen Seite als Kredite nachgefragt werden, anderenfalls fällt der Zins unter die Liquiditätsgrenze und es entsteht eine Deflation. Das bedeutet, daß die Schulden immer schneller wachsen müssen. Wie sich diese Kredite letztlich auf den Staat, die Wirtschaft oder die Privathaushalte verteilen ist nebensächlich.
Dabei muß jeder die Zinsen tragen, über Steuern oder erhöhte Preise der Wirtschaft. Da die Zinslasten letztlich unbezahlbar werden, muß das System in Krisen und Kriegen zerbrechen, wie die Geschichte beweist. Wie man so ein System gutheißen kann ist mir unverständlich.
2.) Daß Zinsen ein Steuerungsinstrument sind, da hast Du teilweise Recht. Es geht auch gar nicht darum, den Zins abzuschaffen, sondern darum, den Zins unter marktwirtschaftliche Prinzipien zu stellen. Das heißt, dass der Zins auch einmal auf null gehen kann, sich damit die Wirtschaft ohne Wachstum stabilisieren kann, ohne daß gleich alles zusammenfällt. Heute geht dies nicht, da bei Nullzins sofort eine Deflation entsteht, weil Geld gehortet wird.
Die Folgen eines zinsfreien Systems lassen sich nicht im Ostblock suchen. Der Kommunismus ist nur eine andere Form des Kapitalismus, nämlich mit einem Monopolisten - er ist geradezu die perfekte Form des Kapitalismus!
Was wir brauchen ist etwas völlig neues
Gruß
XSurvivor

Lieber XSurvivor,

das mit Kapitalismus (Debitismus, da von Schulden - debits - vorangetrieben), Marktwirtschaft und Zins ist ausführlich erklärt in Heinsohn/Steiger, Eigentum, Zins und Geld (Rowohlt). Beides Professoren in Bremen, daher ein etwas akademisches Buch, aber Pflichtlektüre! Und außerdem, etwas lockerer in Paul C. Martin, Die Krisenschaukel, Langen-Müller-Herbig. Die Krisenschaukel schicke ich gern kostenlos zu.

Interessant, dass Sie auch durch eigenständiges Nachdenken zu in den wesentlichen gleichen Ergebnissen gekommen sind. Scharfsinn ist eben immer faszinierend.

Noch etwas zum Kommunismus. Da gab es kein Geld, was als solches umlief waren Warenbezugsgutscheine mit eingeschränkter Geltung. Zinsen hatten auch einen völlig anderen Charakter als bei uns, denn, was fehlte waren zinsinduzierte Pleiten (kein VEB ging jemals bankrott). Der Unterschied zwischen Sozialismus und Kapitalismus ist das EIGENTUM! Und zwar nicht Eigentum als solches, sondern Eigentum, das beleihungsfähig ist und ergo das Schuldenmachen (Kreditaufnahme gegen Sicherheit), damit den Zins (als scharfes Schwert) und damit natürlich erst das wirkliche Geld entstehen läßt (alles heute umlaufende Geld, kleine Summen ausgenommen, wie Erstausstattung, Gold-Gegenbuchung usw.) ist gegen Zinspapiere, inzwischen fast ausschließlich Staatspapiere, im Umlauf.

Die Reihenfolge also: EIGENTUM - SCHULD - LIQUIDITÄTSDRUCK (die Angst vor der Pleite treibt den Kapitalismus voran, wo sie fehlt funktioniert es nicht) - GELD.

… sich die verschuldeten Eigentümer Schuldendeckungsmittel, alias Geld besorgen. Freie Märkte sind dabei natürlich effizienter als bürokratisch versaute oder Monopole/Oligopole. Aber das läuft letztlich bloß auf ein Zeitverschiebungsproblem hinaus: Es dauert halt länger, bis der Schuldner seine Schuldendeckungsmittel findet bzw. die berühmten Nachschuldner, die ihrerseits Schulden machen müssen (= die zu Geld werden), um ihre Schulden abzutragen. Alles aber - wie gesagt - ausführlich und verständlich in der Krisenschaukel erklärt.

Grüße

d.

~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Gruß - Ostfriese

mfG
nereus

Die Traueranzeige für @dottore in der FAZ (2020)

BerndBorchert @, Dienstag, 06.01.2026, 09:27 vor 1 Tag, 21 Stunden, 48 Min. @ Larry 928 Views

bearbeitet von BerndBorchert, Dienstag, 06.01.2026, 09:30

https://web.archive.org/web/20200531222052/https://lebenswege.faz.net/traueranzeige/pau...

[image]

Unterzeichner u.a. Julian Reichelt von NIUS, damals wahrscheinlich noch BILD. Hat Reichelt einen account hier? ist von den anderen Unterzeichnern ein Forist dabei?

Gesehen habe ich die Traueranzeige auf @dottore's - relativ magerer - Wikipedia Seite:
https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_C._Martin_(Wirtschaftswissenschaftler)

Bernd Borchert

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