Warum ETF keine gute Idee (mehr) ist

eesti, Schwedt und Cranz(Ostpreußen), Mittwoch, 31.12.2025, 00:13 (vor 2 Tagen) @ Hans2592 Views

Das Geniale an den ETF's ist ja, daß man automatisch an der Expertise des Durchschnittes der Marktteilnehmer profitiert.
Je besser eine Firma eingeschätzt wird, desto höher ist ja ihre Börsenbewertung.
Jetzt kommt allerdings das Problem.
Solange die ETF nur eine mittelgroße Mode waren, waren Investitionen damit immer genial einfach und automatisch immer richtig.
Da fast die halbe Welt nun so investiert, müssen die ETF nun automatisch die wertvollsten Aktien besonders stark kaufen und machen den Anleger reicher, weil die wertvollsten Aktien auch am stärksten steigen.
Man ist immer an der richtigen Stelle optimal dabei.
Wenn der Markt aber unabhängig von Unternehmenszahlen allein nur deshalb immer weiter speziell die teuersten Titel kaufen muß, dann entstehen Blasen deren Platzen später für die Analysten glasklar und logisch nachvollziehbar zu dem Ende dieses Ponzisystems führten.
Nur der Zeitpunkt ist unklar.
Klar ist aber, wer dann wieder am meisten für dieses Ponzischema bezahlen wird.
Das ist die Masse der Kleinanleger.
Niemandem würde ich derzeit jetzt noch einen ETF empfehlen.
Die eigene Einschätzung mag mittelfristig schlechtere Ergebnisse bringen, aber Aktien selbst auszuwählen ist mühsamer, macht aber mehr Spaß, besonders, wenn man wirklich nur in Werte investiert, für die der Großanleger kein Interesse hat.
Letztlich ist entscheidend, welche Eigenkapitalrendite erzeugt wird, und nicht, welche Kapitalisierung hat die Firma.
Ich fürchte, man wird sich wieder mehr selbst Gedanken machen müssen, sonst kommt das böse Erwachen.
Einige Großanleger schauen sich die Sache zu einem immer größeren Anteil nur noch als Außenstehender an.
Auch darüber lohnt es sich einige Gedanken zu machen.
Sie denken eventuell ähnlich, wie ich.

--
MfG
LR

Alles ist ein Windhauch.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung