das ist richtig!

Weiner, Montag, 20.11.2023, 19:39 (vor 191 Tagen) @ Dionysos1777 Views

Hallo, Dionysos -

Kriege wurden meistens mit der Infrastruktur gewonnen oder verloren.

so wird es auch in Zukunft sein (eigentlich Infrastruktur plus laufende Logistik), und deswegen werden wir (= das ist der gesamte 'Westen', so weit er noch in der US-Sphäre bleibt) in den nächsten Jahren auf Kriegswirtschaft umgestellt. Früher, vor knapp 90 Jahren, gab es Lebensmittelkarten und Sparzwang, heute gibt es dann CBDCs, für die Migranti irgendwelche Chipkarten, und Sperren am Bankomat etc. etc. u.ä.

Vielleicht ist der Nahe Osten gar nicht das primäre Kriegsziel?

Das primäre Kriegsziel ist Hegemonie -> zum Zwecke der Ausbeutung und zum Zwecke der Zerstörung aus Spaß (an Zerstörung!!). *)

Das Machtzentrum des Westens ist augenblicklich in einer Defensiv-Situation. Das will aber gar nichts besagen. Das einzige Konstante im Krieg ist der fortwährende Wechsel. Es geht im Augenblick aus Sicht des Westens um Konsolidierung und vor allem um militärische Vorbereitung, und zwar für eine große Sache - die lange dauern, sehr kompliziert und blutig sein wird. Zunächst müssen weitere Zwangslagen geschaffen werden, damit größere Menschenmassen wieder bereit sind, zu den Waffen zu greifen bzw. den Krieg mit allen Folgen zu tragen. Das Hauptproblem, geopolitisch gesehen, ist natürlich Russland. Ist aber eigentlich nicht schwierig, denn Russland ist nach wie vor isoliert **) und hat eine zu lange Grenze. China kann man möglicherweise kaufen. Vielleicht wartet man einfach ab, bis Putin und Xi nicht mehr da sind. Diese Leute (im Hintergrund oben) haben Zeit.

Der Verlauf also bleibt weiter spannend, das Ende allerdings ist einigermaßen klar.

Gruß
Dionysos

Gruß
W.

*) Wer's mir nicht glaubt, gehe in die Geschichte, zB. ins Kolosseum oder zu den Parties oder den privaten Folterkammern am Kaiserhof in Rom - und es gibt Millionen und Aber-Millionen weitere Beispiele.

**) Ich glaube nicht an das Multipolaritätsgerede von Leuten wie Escobar oder Bernhard (Moonofalabama) oder Lawrow etc. Multipole müssen strukturiert und ständig ausgeglichen werden, und das muss jemand übernehmen. Russland kann es jetzt und auf absehbare Zeit nicht tun. Selbst China ist dazu (im Augenblick wenigstens) nicht fähig. Und niemand braucht mir jetzt, als eventuelles Gegenargument, die Wirtschaftsleistung und Waffenproduktionszahlen von Russland hier vorbuchstabieren. Das zählt alles nicht im langfristigen Zeithorizont und vor allem dann nicht, wenn ('nationale') Erschöpfungszustände erreicht werden.


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung