Was der katarische WM-Botschafter vermutlich meinte ...

Beo2, NRW Witten, Donnerstag, 10.11.2022, 10:59 (vor 1201 Tagen) @ so_gesehen3361 Views
bearbeitet von Beo2, Donnerstag, 10.11.2022, 11:10

weder ist Englisch die Muttersprache des Botschafters noch die des "Reporters" - also immer langsam mit den jungen Pferden...

Das war auch mein erster und dann auch letzter Gedanke, als ich von diesem "Vorfall" gelesen habe. Hier zeigten sich m.M.n. Mängel im Beherrschen der englischen Sprache seitens des Botschafters, um sich "fachgerecht" zu erklären.
Im korrekten Deutschen würde mensch in so einem Fall eine andere, durchaus legitime Wortwahl benutzen, nämlich: BEHINDERUNG = körperliche oder seelische Fehlentwicklung, Fehlfunktion, Missbildung u.ä..

Ein solcher Standpunkt ist zwar heftig (auch wissenschaftlich!) umstritten, aber ich halte es für legitim (= begründet und erlaubt). Hierbei sind auch traditionell-kulturelle und religiöse Vorstellungen mit gewissem Respekt zu berücksichtigen .. was ebenfalls legitim und Sache des jeweiligen Volkes bzw. Kulturkreises ist und bleiben sollte.

bei der Frage nach Frauenrechten und Schwulen wird das offizielle Gespräch unterbrochen [...]
DANACH sagt der Botschafter - privat - dass es ein problem sei , wenn Kinder schwule sehen würden .
Botschafter : "Kinder könnten etwas lernen was nicht gut ist"....
Reporter : " Schwul sein kann man nicht lernen - entweder man ist es oder nicht"

Erstens, das halte ich für NICHT endgültig geklärt. Und zweitens, es folgt daraus nicht per se, WIE es gesellschaftlich zu betrachten und zu handhaben ist. Hierüber sollten m.M.n. basisdemokratische Entscheidungen getroffen werden .. wie bei allen wichtigen gesellschaftlichen Weichenstellungen.

"Reporter" : Haram bedeutet Sünde ... An den Botschafter : "You think Gay is haram ?"
"Ja, es ist HARAM.. ICH bin kein strenger Muslim, aber warum ist es haram ? Es ist ein "damage in the mind" - Es ist ein geistiger Schaden..." und dann wird as Interview bzw das private Gesrpcöh, weil das Interview vorher schon offiziell abgebrochen worden ist auch beendert
Warum ist es ein "geistiger Schaden" - vlt weil man zu früh damit konfrontiert worden ist ?

Das "Warum" bezieht sich auf die Ursachenforschung. Eine endgültige Klärung steht noch aus. Möglicherweise spielen hier (auch) "genetische Faktoren/Mutationen" eine wichtige Rolle, neben sozialen und anderen Umweltfaktoren.

Definitionsfrage : Bis wann ist ein Kind ein Kind und kann für sich selber werten, ob es eine gleichgeschlechtliche Beziehung gut findet oder nicht ? Mit 6 ? Mit 10 ? Mit 15 oder gar erst mit 17 =

Meine Definition: "Ein Kind" ist der Mensch bis zum Eintritt der Pubertät bzw. der körperlich-geschlechtlichen Reife: Ab diesem Zeitpunkt kann der Junge ein Kind zeugen und ein Mädchen schwanger werden. Das kann objektiv festgestellt werden.
Und ich denke, bis zu diesem Zeitpunkt sollte den Kindern die Homosexualität, und auch der Analverkehr überhaupt, NICHT als etwas völlig Normales, vergleichbar mit der gewöhnlichen Heterosexualität, oder gar als etwas Schönes und Wünschenswertes präsentiert werden. Da bin ich eben "konservativ".

Ab dem Zeitpunkt des Eintritts der sexuellen Reife sollte es m.M.n. toleriert werden, wenn Jugendliche, in ihrer hormonell bedingter Verwirrtheit und gewisser Sensibilisierung (= plötzlicher "Schwellenabsenkung"), homosexuelle Erfahrungen unter ihren Altersgleichen machen oder machen wollen.

Man sollte VOR diesem Zeitpunkt jedoch den Kindern keine "falschen" sexuellen Vorbilder vorsetzen oder gar empfehlen, da es bisher nicht endgültig geklärt ist, welche Rolle soziale und/oder andere Umweltfaktoren bei der Entstehung oder Prägung der endgültigen sexuellen Orientierung spielen. Homosexuelle Erfahrungen während der Pubertät (mit Altersgleichen) halte ich für harmlos (auch aufgrund meiner eigenen Erfahrungen). Und später natürlich erst recht, solange sie sich im privaten Bereich einvernehmlich abspielen. Analog sehe ich auch den Analverkehr überhaupt.

Und übrigens: Erziehung hat etwas mit SOZIAL'ISATION ("Sozialmachung") eines Kindes zu tun = das Vermitteln und die Kenntnisnahme der basisdemokratisch legitimierten sozialen Normen, Verhaltensregeln und Vorbildern .. und der unerwünschten Abweichungen hiervon. Andernfalls kommt es zu einem allmählichen kulturellen und moralischen Zerfall der Gesellschaft.

Das was aus dem "Interview" gemacht worden ist, IST nicht das was tatsächlich gesagt und gemeint war. Arabisch in englisch zu übersetzen und dann deutsch zu deuten kann nur schief gehen.

Ganz meine Meinung .. insbesondere, wenn das Englisch nicht die Muttersprache ist.

Bin auf Eure Meinungen hier im Forum gespannt ...

Ist gerade geschehen. Und gewiss erwarte ich NICHT, dass Jedermensch meine Ansichten teilt oder "gut findet".

Mit Gruß, Beo2


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