Nanu: Der "Lügenreaktor"!?
Hallo,
Vielleicht bissel provokativ, aber eine lange Liste Gegen-Argumente. immerhin
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Auszug:
Wie gerade erwähnt, wird an dieser Technologie schon seit den 1960er Jahren erfolglos herumgeforscht, denn die Sache ist nämlich die:
1.) Bei einem Rohbruch oder Leck im Reaktorkern schwimmt der Kernbrennstoff im Kühlmittel auf.
Blei und Salz mischen sich nicht. Dadurch kann sich Reaktorbrennstoff in der Kühlleitung an Punkten konzentrieren. Bildet sich dabei eine kritische Masse, kommt es zur Leistungsexkursion (Tschernobyl).
2.) Bei einem Rohrburch oder Leck des Reaktrokreislaufs sammelt sich Kernbrennsoff außerhalb des Kreislaufs an.
Beim erreichen einer kritischen Masse kommt es zur Leistungsexkursion (Tschernobyl).
3.) Bei einem Kühlmittelverlust kann es dazu kommen, dass der Reaktor nicht mehr mit (genügend) Blei durchflossen wird.
Fehlt das Blei, werden weniger Neutronen absorbiert und es kann zur Leistungsexkursion (Tschernobyl) kommen.
4.) Die entstehenden Spaltprodukte geben extrem viel Wärme ab. Kann diese nicht abgeführt werden, hat man ein massives Problem.
5.) Wenn die Anlage unter 327°C abkühlt, „friert“ das Blei ein und es kommt zum Totalschaden. Aus dem Konzept des Dual-Fluid Reaktor (DFR) gehen keine Gegenmaßnahmen hervor.
6.) Bei den Kernreaktionen entstehen auch leicht flüchtige, gasförmige Stoffe wie radioaktives Xenon, Krypton oder Tritium.
Das Konzept des DFR macht keinen Vorschlag, wie diese schwer zu handhabenden Spaltprodukte beherrscht werden können, auch nicht, wie ein Freisetzen sicher verhindert werden kann.
Stand der Technik ist es, schwer zu handhabende Stoffe in die Umwelt freizusetzen.
7.) Die Fertigung der komplexen Rohrsysteme bereitet extreme Probleme für die Fertigungstechnik und die Materialbeschaffenheit, insbesondere was die Herstellung der Rohre und die Verbindung der Rohre betrifft (Laserschweißen oder Löten).
Es gibt ein hohes Risiko bezüglich der Versprödung der Materialien und der Festigkeit der Verbindungen.
Die höhere Temperatur und die chemische Zusammensetzung des geschmolzenen Salzes stellen hohe Anforderungen an die Beständigkeit der verwendeten Materialien.
Im Oak Ridge Testreaktor (MSRE) kam es zu erheblicher Korrosion an metallischen Komponenten durch das Spaltprodukt Tellur.
8.) Im Reaktorkreislauf entsteht in der Nähe der Oberfläche der Rohre freies Chlor. An der Außenseite fließt flüssiges Blei.
Die Temperaturen dürften hier etwa 1300°C betragen. Gleichzeitig soll das Material sehr dünn sein (16 mm Rohre mit 3 mm Wandstärke).
Zudem ist das Material einem extrem hohen Neutronenfluss ausgesetzt.
Das aufgrund der Vorschläge des DFR-Teams mögliche Material (z.B. gesintertes Molybdän) würde dem Blei nicht dauerhaft standhalten.
Ein Material zu finden, dass den hohen Temperaturen, dem starken Neutronenfluss, dem Chlor, dem schnell fließenden Blei und auch entstehender Flusssäure widersteht, dürfte unmöglich sein.
9.) Die sekundäre Kühlung soll entweder über einen superkrtischen Wasserkreislauf bei über 1000°C oder per Luftstrom erfolgen.
Ein Starker Luftstrom stellt ein erhebliches Risiko bei Bränden dar, da ein Feuer stets weiter angefacht wird, so man nicht auf die Kühlung verzichten möchte.
10.) Die Spaltprodukte geben unheimlich viel Wärme ab. Das Material müsste sehr zuverlässig gekühlt werden. Aktuelle Versuchsanlagen behandeln Material, dass über 5 bis 10 Jahre mit Wasser gekühlt wurde.
Dass eine Wiederaufbereitung bei derartigen Temperaturen möglich ist, ist nur schwer vorstellbar. Fällt die Kühlung aus, ist mit der Freisetzung von radioaktivem Material zu rechnen.
11.) Nimmt man die Kostenrechnung unter die Lupe, kommt man auf Kosten von knapp 10 Mrd. € pro Reaktor. Das DFR-Team rechnet hingegen natürlich nur mit Kosten von 1 Mrd €.
Das Fazit fällt entsprechend aus:
Bei der Ausarbeitung des Konzepts zum DFR wurden den Grenzen der Technik und der Ökonomie wenig Aufmerksamkeit zuteil.
Man verspricht vieles und betritt dabei den Bereich der Fiktion.
Damit dürfte überzeugend dargestellt sein, warum der Dual-Fluid-Reaktor nicht funktionieren wird.
Noch schlimmer wär es, wenn er funktionieren würde!
Man hätte nämlich ein optimales System zur Herstellung von Waffenmaterial, insbesondere solchem (wie reinem U-233 aus Thorium), das anders als Plutonium, den ganz einfachen Bombenbau gestattet.
Aufgrund der geringen Spontanspaltungen lässt sich ein sehr einfaches Bombendesign mittels 233U verwirklichen.
Siehe weiter Quelle:
https://newstopaktuell.wordpress.com/2013/10/02/atommafia-mit-neuen-lugen/
MfG, Reffke
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Erich Kästner "Große Zeiten"