Geld ist Geld
Hallo Meph!
Du schreibst: Genau jetzt wird das Kreditgeld der EZB für Investitionen ausgegeben und es gibt keine Bankenkrisen, weil die EZB immer ausreichend viel Geld zu Verfügung stellt!
Das Ei des Kolumbus! Endlich hat die Politik es gefunden!Wieviel von dem Geld, welches die EZB „ausgibt“, steht denn für reale Investitionen bereit?
Es ist dem Gelde völlig gleichgültig, ob ich es jetzt für ein Chemielabor zur Herstellung von innovativen Drogen (Investiton) oder für Drogentherapie ausgebe (Geld für diejenigen, die auf dem Drogenmarkt ihren Kredit- und Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können; weil, solange ein Drogenbahängiger seinen Kredit- und Zahlungsverpflichtungen noch nachkommen kann, macht er keine Therapie)
Ist es nicht viel mehr so, daß der Löwenanteil dieses Geldes für die Neuverschuldung der Staaten und Unternehmen verwendet wird, die am Markt ihren Kredit- und Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachgehen könnten und ohne diese Stütze längst Bankrott erklären müßten?
Eben, darum geht es doch. Thema war, wie Kreditgeld die Bankenkrise verhindert. (Jedenfalls vorläufig. Bis sie dann tatsächlich pleite machen, wirst du es kaum bemeken, weil dann hast du andere Sorgen.
)
Wie investiv sind denn z.B. die Staaten?
Wie hoch ist denn der Investitionsanteil am Gesamtbudget?
Und warum „saufen die Pferde an der Tränke nicht“, um zu investieren?![]()
Das ist völlig unwichtig. Wichtig ist lediglich, dass die Kredite laufend bedient werden können. Das ist wie bei Corona. Manchmal muss man eben ein Beatmungsgerät zuführen, aber so lange der Patient noch atmet, lebt er noch. Hast du jemals dagegen was unternommen? Siehste! Wer nichts gegen Beatmungsgeräte hat, kann auch nichts dagegen haben, wenn die EZB die Banken weiter beatmet.
Die Kohle für die Rettung Griechenlands z.B. kam doch nicht den Griechen zu Gute, sondern den Gläubigern Griechenlands, die sonst ihre hochverzinslichen Papiere in die Tonne hätten werfen können.
Das war doch ein abgekartetes Banditengeschäft, bei dem die Kontrollen unterlaufen wurden, die Bücher gefälscht und den Investoren – welche diese Papiere hätten ausbuchen müssen – den Arsch gerettet haben.Verlangt der Debistismus betrügerischer Geschäftsmodelle
Nö. der Wähler verlangt so etwas! Hast du etwa etwas gegen Demokratie?
oder soll er nur Prozesse und deren Folgen im nationalen sowie überstaatlichen Kredit- und Geldwesen erläutern?
mfG
nereus
Muttu @morpheus fragen.
Bin ich denn wirklich der Einzige, seitdem @morpheus hier nicht mehr schreibt, der den Debitismus verstanden hat?!? Ab einem bestimmten Punkt - war, glaube ich, 2007, dottore schrieb seinen GROSSEN ARTIKEL game over und wurde dafür von denjenigen, die es nicht verstanden hatten, angefeindet - geht es nicht mehr darum, irgendetwas zurückzubezahlen, sondern entweder um ein Ende mit Schrecken oder einen Schrecken ohne Ende. Wir haben eine Demokratie und die Wähler haben sich für einen Schrecken ohne Ende entschieden. Sie werden ihn bekommen.
Gruß Mephistopheles