Ausreichend Geld wofür?
Hallo Meph!
Du schreibst: Genau jetzt wird das Kreditgeld der EZB für Investitionen ausgegeben und es gibt keine Bankenkrisen, weil die EZB immer ausreichend viel Geld zu Verfügung stellt!
Das Ei des Kolumbus! Endlich hat die Politik es gefunden!
Wieviel von dem Geld, welches die EZB „ausgibt“, steht denn für reale Investitionen bereit?
Ist es nicht viel mehr so, daß der Löwenanteil dieses Geldes für die Neuverschuldung der Staaten und Unternehmen verwendet wird, die am Markt ihren Kredit- und Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachgehen könnten und ohne diese Stütze längst Bankrott erklären müßten?
Wie investiv sind denn z.B. die Staaten?
Wie hoch ist denn der Investitionsanteil am Gesamtbudget?
Und warum „saufen die Pferde an der Tränke nicht“, um zu investieren?
Die Kohle für die Rettung Griechenlands z.B. kam doch nicht den Griechen zu Gute, sondern den Gläubigern Griechenlands, die sonst ihre hochverzinslichen Papiere in die Tonne hätten werfen können.
Das war doch ein abgekartetes Banditengeschäft, bei dem die Kontrollen unterlaufen wurden, die Bücher gefälscht und den Investoren – welche diese Papiere hätten ausbuchen müssen – den Arsch gerettet haben.
Verlangt der Debistismus betrügerischer Geschäftsmodelle oder soll er nur Prozesse und deren Folgen im nationalen sowie überstaatlichen Kredit- und Geldwesen erläutern?
mfG
nereus