Die Banalität der Geschichte
Hallo,
ja, interessante Rede, ich habe sie mir angehört. Offenbar sitzen im Bundestag tatsächlich nur völlige Schwachmaten, die auch einfach mal so nicht nur ihr eigenes, sondern auch noch das Todesurteil derer beschließen, die sie zu vertreten behaupten. Vielleicht ist es wirklich so einfach. Denn ich habe nicht nur heute lange hin und her überlegt, wie es aus debitistischer Perspektive betrachtet werden kann: kontrollierte Sprengung usw. Aber diese Perspektive haben diese Leute wahrscheinlich gar nicht. Vielleicht haben sie nur aus lauter Blödheit etwas beschlossen. Vielleicht läuft die Geschichte einfach so. Und weil ich mal wieder im Buch von Tobias Kohl: "Geld und Gesellschaft" gelesen habe, zitiere ich daraus die Fußnote 17, Seite 258: "Er versucht sich damit an einem erfrischend anderen Ansatz als zahlreichen anderen Geschichtsschreibungen, auf die Bierces (1986, 46) "Wörterbucheintrag" zutrifft: "Geschichte, die - meist falscher Bericht über meist unwichtige Ereignisse, die von meist kriminellen Herrschern und meist närrischen Soldaten bewirkt worden sein sollen.".
Den ersten Teil des Buches finde ich ziemlich belanglos, aber ab Teil zwei: "Wirtschaft und Herrschaft" wird es wirklich lesenswert.
Es grüßt der
Rybezahl.
--
Wenn der Tag kommt, wo die Menschen über die Regierungen herrschen, werden die Menschen keine Regierungen mehr brauchen. Bis dahin sitzen wir in der Scheiße. (Charles Bukowski)