Vergleich zur großen Weltwirtschaftskrise 1929/33
Hallo Bolte,
die großen Investoren decken sich mit ihren Investments bei den Firmen ein, die auch nach einem großen Crash weiterhin Bestand haben werden. Geschöpftes Geld zum Nullzins wird gegen Anteile von Unternehmen mit verwertbaren assets getauscht. So kam die Hochfinanz in der Weltwirtschaftskrise über den Aufkauf von Unternehmensanleihen relativ günstig zu physischen assets bzw. Besitztum produzierender Unternehmen (damals gab es den uns bekannten Dienstleistungssektor so noch gar nicht - die Verschiebung vom primären und sekundären Angebotssektor auf den tertiären Sektor nach dem Ende des WK II ist ganz gut durch die Angebotshypothese von Fischer und die Nachfragehypothese von Fourastier beschrieben).
Das macht also schon Sinn, dass die großen Finanzhäuser weiterhin massiv die Indizes nach oben treiben und ggfs. Korrekturen verantworten, damit der kleine Sparer seine assets abstösst, die dann die Investoren günstig aufkaufen. Bis hin zum großen Crash. Denn rasiert werden letztlich immer die kleinen Sparer und Bürger - nicht die großen Unternehmen. Gemäß dem Spruch: Die Bank gewinnt immer.
Gruß
Kontributor