Antwort an Diogenes Lampe. Über Axiome, d.h., unbestreitbare Tatsachen und den Untergang der Menschheit [ergänzt durch HM]

Mephistopheles, Sonntag, 17.05.2020, 17:02 (vor 2084 Tagen)4325 Views
bearbeitet von Hausmeister, Sonntag, 17.05.2020, 20:07

Wie sagt Oswald Spengler:
"Einen langen Krieg ertragen wenige, ohne seelisch zu verderben; einen langen Frieden > erträgt niemand."
Gruß Mephistopheles


Spenglers Satz ist so richtig was zum Nachplappern, mit fremden Federn geistreich zu wirken, ohne wirklich selbst Geist aufgewendet zu haben. Ist es nicht so, lieber Mephistopheles?

Wenden wir mal ein bischen davon auf. Gehen wir das Axiom mal konkret durch:

Du schreibst selbst, bei dem Satz von Oswald Spengler handele es sich um ein Axiom.
[Verlinkung nachträglich hinzugefügt. HM]

Das ist richtig und kann in seiner Bedeutung gar nicht ausreichend gewertet werden. Es geht schließlich um das Überleben Aller.

Bei dem Leben handelt es sich um ein Geschenk, es ist aber nicht umsonst. Das Leben, einmal bekommen, muss sprichwörtlich zeitlebens erhalten werden. Da gibt es Krankheitserreger, andere Arten, in Konkurrenz zu denen es durchgesetzt werden muss und bei Menschen kommt noch erschwerend hinzu, dass der Mensch als Einzellebewesen nur in einer Kultur lebensfähig ist.
Das alles will erhalten werden, sowohl das Individuum als auch dieKultur. Ein Mensch ohne Kultur ist nicht überlebensfähig.
Wenn das Immunsystem versagt, dann stirbt der Mensch, wenn in der Kultur die Produktion der nötigen Lebensmittel (ein Individuum kann das nicht, auch Robinson Crusoe hätte das nicht gekonnt, wenn nicht Seefahrer vor ihm auf der Insel, wo er strandete, Ziegen, von denen er sich ernähren konnte, ausgesetzt hätten und wenn er keine Waffen gehabt hätte) nicht stattfindet, dann gibt es nichts zu essen. Die Kultur stirbt, wenn sie sich nicht verteidigt wie das Einzellebewesen ohne Immunsystem. Die Verteidigung einer Kultur nennt man Krieg.

Damit das aber möglich ist, muss es geübt und praktisch von Jugend an an angewendet werden. Das ist der Hintergrund von Spenglers Satz: einen langen Frieden erträgt niemand, ohne seelisch zu verderben.

Das Problem; eigentlich kein Problem, sondern ein Beweis der Wahrheit dieses Satzes sind die, die das nicht unmittelbar verstehen. Sie beweisen damit ihre Verdorbenheit.

Beispiel:
Eskomos, wo uns die Hirnzuscheißindustrie mit der Intention, uns zu verblöden, erzählt, wir dürften sie nicht mehr „Rohfleischesser“ nennen, sondern müssten Inuit zu ihnen sagen, hatten eine einzigartige Kultur: Sie konnten sich mit Ihren aus Knochen gefertigten Speeren und aus Tierfällen gefertigten und mit Waltran abgedichteten Booten in den klimatischen Bedingungen der Arktis über Jahrtausende hinweg erhalten. Ihre Nachfahren können das nach dem Absterben ihrer Kultur nicht mehr, seit sie von Weißen ernährt und beheizt werden.
Das geht schnell, innerhalb von 2 bis 3 Generationen. Sie sind auf ihr Überleben auf Unterhalt deurch die weiße Kultur angewiesen.
Dasselbe gilt natürlich auch für die Afrikaner, die bis vor einem guten Jahrhundert als Jäger und Sammler lebten und sich als solche über Jahrhunderttausende hinweg erhalten konnten.
Es ist unbestreitbar, dass sowohl die Eskimo als auch die Afrikaner rettungslos verdorben sind. Sie können von ihrer Kultur nicht mehr leben.
Es ist kein Grund ersichtlich, nicht das geringste Argument, dass für die indogermanische Kultur, die über 7.000 Jahre hinweg von Männern, die Krieg führten, getragen wurde, etwas anders gelten sollte.
Diese Kultur und die Krieger dieser Kultur sind es, die diesen Planeten und alle Menschen auf diesem Planeten, die von dieser Kultur leben, am Leben erhält. Wenn sie aussterben, wird das Leben jeder Kultur enden.

Gruß Mephistopheles

PS: Wo sind denn die Erbauer der Pyramiden und der Sphinx? Meph

***

PPS: Sorry, habe übersehen, dass der Link zum Posting von Diogenes Lampe ja noch fehlt:

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=528291

Es geht niemals um die Balance von Recht und Gewalt, sondern jeder Staat ist ein Gewaltkonstrukt und das Recht nur dazu da, um der ursprünglichen Gewalt Dauer zu verleihen.
Also eine Kultur = permanente Gewalt.

Nochmals Gruß, Mephistopheles


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung