Volatilität etc.

Pingpong, Freitag, 08.05.2020, 23:04 (vor 2090 Tagen) @ BerlinWedding2157 Views
bearbeitet von Pingpong, Freitag, 08.05.2020, 23:09

Genau das ist mein Problem.
Wenn ich heute BTC kaufe, zahle ich den Preis X + fees.
Wenn ich dann morgen bei Amazon kaufe, ist der BTC-Kurs irgendwie anders, wahrscheinlich sehr volatil.
Da aber die Preise bei Amazon, soweit ich weiss, bisher immer in einer "echten" Währung ausgezeichnet sind, kann ich bei Zahlung mit BTC nicht wissen, was mir wirklich an "echter" Währung berechnet werden wird.

Die noch hohe Volatilität des Bitcoinkurses resultiert m.E. aus der noch sehr geringen Marktgröße.
Wenn Du einen kleinen Pool hast, dann können Bewegungen von Schwimmern im Pool zu vergleichsweise großen Wellen führen.
Befindet sich der Schwimmer dagegen im Ozean, dann sind dessen Wellenschläge im Vergleich zur Gesamtgröße des Ozeans bedeutungslos.
Ähnlich verhält sich das m.E. bei Bitcoin: Der Markt ist ja sehr jung und noch sehr klein, die derzeitige Marktgröße von vielleicht 120 - 160 Milliarden US-Dollar ist ja Pipifax im Vergleich zu anderen Märkten - wenn sich Marktteilnehmer in einem kleinen Markt bewegen, kann das dann eben schnell zu deutlichen Preisveränderungen führen.
Ich vermute, je mehr Kapital im Bitcoin gebunden ist, desto weniger volatil dürfte der Preis dann werden.


Hier für Dich eine Illustration zu den Marktgrößen - die Illustration ist von 2017, ist also nicht 100%ig aktuell, vernittelt aber dennoch einen visuellen Eindruck von den Größenverhältnissen und wie winzig der Kryptomarkt noch immer ist - da ist noch sehr viel Luft nach oben:

http://money.visualcapitalist.com/worlds-money-markets-one-visualization-2017/

Warum also nicht gleich eine "echte" Währung benutzen, jedenfalls wenn man nicht spekulieren will?
Und warum auf eine "Währung" setzen, die fast auf "Knopfdruck" abgeschaltet werden kann, anders als z.B. das Verbot von Gold?

Weshalb sollte jmd. sein Vermögen in Fiat aufbewahren wollen, wenn doch die Kaufkraft (= der Tauschwert) des Fiat fortlaufend abnimmt?

Was das "spekulieren" betrifft:
Spekulieren leitet sich vom lat. speculare (= in die Zukunft schauen) ab - ich vermag daran nichts negatives zu sehen:
Jeder, der sich Gedanken über die Zukunft und mögliche Ereignisse macht, spekuliert.

Was würde mich also auf die Integrität des Algorithmus/Programms eines "Sakoshi Nakamoto" vertrauen lassen, der es vorzog, anonym zu bleiben (warum?), aber vielfach in US-Geheimdienst-Nähe gesehen wird?

Vielleicht z.B. der Umstand, dass Quellcode und Algorithmus offen und nachprüfbar sind und nicht von einer zentralen Instanz beliebig zu Deinem Nachteil manipuliert werden können?


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