"Spekulationsobjekt" -> Angebot / Nachfrage

Pingpong, Freitag, 08.05.2020, 13:28 (vor 2090 Tagen) @ BerlinWedding2412 Views
bearbeitet von Pingpong, Freitag, 08.05.2020, 13:44

Meines Wissens nach gibt es ja auch immer noch nicht
so richtig dolle viele Möglichkeiten, mit BTC reale Dinge zu kaufen,
sondern es wird in der Regel zuvor immer in "echtes" Geld hin- und hergetauscht.

Bitcoin ist m.E. am ehesten vergleichbar mit einem nicht beliebig inflationierbaren Gut wie physischem Gold (kein Papiergold) - auch mit Goldmünzen kannst Du im Supermarkt in der Regel nichts einkaufen und musst zuvor "in echtes Geld hin- und hertauschen", und dennoch ist Gold für viele Marktteilnehmer so wertvoll, dass sie "echtes Geld" dafür herzugeben bereit sind.
Im Gegensatz zu physischem Gold sind allerdings der Tausch, die Übertragung zwischen den Marktteilnehmern sowie die Aufbewahrung erheblich einfacherer, sicherer und günstiger - zumindestens solange allgemein Strom und Internet verfügbar sind. :)

Inwieweit Bitcoins als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel taugen, hängt m.E. letztlich von der Akzeptanz der Marktteilnehmer ab:
Sofern genügend Teilnehmer bereit sind, Bitcoins im Tausch für irgendetwas herzugeben, hat es für diese Teilnehmer dann auch einen entspr. Wert.
Der Wert eines Tauschmittels hängt letztlich immer von den Erwartungen der Teilnehmer ab, ob diese glauben, dass das Tauschmittel zu einem späteren Zeitpunkt wieder von anderen Teilnehmern akzeptiert wird.
Auch ein bekanntes Gut wie Gold, das seit langer Zeit von vielen Menschen als Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel traditionell akzeptiert wird, würde in einer grossen Hungersnot oder Zombieapokalypse erheblich an Tauschkraft verlieren, ebenso wie vermutlich Euros oder Dollars.

Und natürlich:
Auch wenn die Bürger sich Gold, Bitcoins oder Schweinehälften zulegen:
Die Steuern müssen derzeit nachwievor in "echtem Geld" / Fiat wie Euros etc. entrichtet werden, der Bürger wird also gesetzlich dazu gezwungen, sich diese staatlich verordneten Zahlungsmittel zu beschaffen.

Es ist also nach wie vor fast ausschließlich ein Spekulationsobjekt,
was (für mich) ein weiteres KO-Kriterium darstellt.

Der Preis eines Bitcoins wird - wie bei jedem anderen Wirtschaftsgut - durch Angebot und Nachfrage bestimmt, der Preis wird also in einem Markt gebildet.
Wie in jedem Markt gibt es Faktoren, die den Preis beeinflussen, z.B. die Erwartungen der Teilnehmer hinsichtlich der weiteren Entwicklung.

Und im Gegensatz zu einem zentral gesteuerten (=manipulierten) Geld wie z.B. dem Euro, bei dem nicht zuletzt politische Interessen eine erhebliche Rolle spielen, folgt die Entwicklung z.B. der Bitcoinmenge etc. einem nachvollziehbaren Algorithmus und nicht der Willkür irgendwelcher Entscheidungsgremien.


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