Praktischer Alltag: "Bestes" Schlafsystem = Luftkern?
Hallo,
mal abseits vom Corona-Irrsinn was ganz praktisches: Bett, Matratze & Co.
Es gibt da ja die unterschiedlichsten Varianten, die sich auf unterschiedlichste individuelle Begebenheiten beziehen. Grundsätzlich gilt aber, dass man mit möglichst gerader Wirbelsäule schlafen sollte.
Bei den klassischen Varianten werden die folgenden als bessere angesehen:
- Federkern: Tonnentaschenfederkern mit Taschenfederkern-Boxspring-Unterfederung
- Schaumkern: Kalt- & Gelschaum mit Tellerrost-Auflage (Viscose habe ich ausgenommen, da deren Druckgrad temperaturabhängig ist)
Ferner sollten diese Matratzen in mind. 5 Körperzonen mit entsprechend unterschiedlichen Druckgraden aufgeteilt werden, so dass bspw. bei Seitenlage die Schulter besser einsinken kann und die Wirbelsäule gerade bleibt (hier spielt auch ein entsprechendes Kissen eine Rolle). Die zugehörige Unterauflage sollte ebenso daraufhin abgestimmt sein (d.h. bspw. in Zonen eingeteilte Tellerroste oder Boxspring-Systeme).
Ihnen allen ist jedoch gemein, dass man sich auf einen Härtegrad festlegen muss, der im Laufe der Zeit physisch bedingt weicher wird, weswegen hier eine Nutzungsdauer zwischen 4 und 8 Jahren empfohlen wird.
Die reinen Matratzenpreise gehen hier von ca. 100 EUR (Massenprodukte á la bett1.de: Bodyguard oder snooze project) über 3.000 EUR (Luxusmatratzen wie Haskins Premium III) bis 50.000 EUR (Hästens Vividus).
Dementgegen gibt es zwei moderne Alternativen:
- Wasserkern
- Luftkern
Der wesentliche Vorteil ist die Flexibilität beim Härtegrad, der sich nach Bedarf individuell einstellen lässt. Außerdem zeichnen sich diese Matratzen (meist) durch Modularität aus, d.h. die Bestandteile lassen sich einzelnen reinigen und bei Bedarf austauschen, weswegen eine wesentlich längere Nutzungsdauer von mehr als 10 Jahren möglich wird. Manche Anbieter sprechen auch von 25 und mehr Jahren.
Da Wasserbetten wesentlich umständlicher zu handhaben sind, möchte ich näher auf die Luftkern-Variante eingehen. Zur empfohlenen Auflage finde ich nichts - anscheinend ist ein einfaches Rollrost ausreichend, aber sicher bin ich mir da nicht.
Auf folgende Luft-Schlafsysteme bin gestoßen (Preis jeweils für Matratzengröße 100x200, tlw. geschätzt und unklar, ob Zusatzdinge wie Pumpe erforderlich sind):
- ERGOFITair (Rheinland-Pfalz) (ca. 1.800 EUR)
- Stendebach & Co Cairona (Rheinland-Pfalz) (ca. 1400 EUR)
- Doctormoon (Rheinland-Pfalz) (? EUR)
- Dynaglobe (Bayern) (ca. 1.500 EUR)
- SleepFlexxx (Bayern, gehört zu Dynaglobe)) (ca. 900-1.200 EUR)
- Soulmat (Sachsen) (ca. 1.200 EUR)
- Perbix Fly 66 (Nordrhein-Westfalen) (ca. 1.000 EUR)
- WaLuMa-Air (Österreich) (ca. 1.800 EUR)
- Land and Sky (Österreich) (ca. 1.400 EUR)
- matrair (Niederlande) (ca. 1.400 EUR)
Übersichtliche Infos findet man hier:
- matratzen.org: Luftkernmatratzen – neuer Matratzentyp für den Schlaf wie auf Wolken
- meinhaushalt.at: Die Vor- und Nachteile von Luftbetten
Warum schreib ich das alles überhaupt?
Weil ich seit Tagen nach einem neuen Bett suche und dahingehend von den lobgepriesenen Boxspringbetten hin zu Massivholz-Schwebebett-Varianten mit Luftkernmatratze(n) tendiere. Nur leider findet sich nahezu nichts an praktischen Erfahrungen und etwaigen Nachteilen. Gibt es da wirklich keine oder findet man nur nix?
Ich würde da bspw. gerne mal wissen, was ihr von den Luft-Schlafsystemen haltet, insb. was Entlüftung (Schweißabführung, Schimmelbildung) und die zugehörigen Verschleißmodule (Pumpen) betrifft.
Hat jemand dazu auch eigene Erfahrungen oder kann physikalische/orthopädische Ratschläge geben?
Vielleicht habt ihr ja auch ansonsten ganz praktische Empfehlungen?
Vielen Dank ans Forum!
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Gruß!™
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