Danke für die Korrektur – den Peter hatte ich auch gemeint ;-)

nereus, Freitag, 19.06.2026, 17:22 (vor 2 Stunden, 48 Minuten) @ XERXES308 Views

Hallo XERXES!

Du schreibst: zieht sich die Monroe-Doktrin (1823) wie ein roter Faden durch seine (Trumps) Aussenpolitik. Schon während seiner ersten Amtszeit wurde es um die Ukraine sehr ruhig (das änderte sich mit Biden schlagartig) und er wollte einen geordneten Rückzug aus Afghanistan. Seine jetzige Politik ist zwar sehr aggressiv, dies beschränkt sich aber auf den amerikanischen Kontinent (Kanada, Golf von Mexiko, Kuba, Venezuela und (naja) Grönland). Eigentlich...

So ist es und die Muskelspiele sind bis auf Venezuela bislang recht harmlos gewesen.

Das Iranabenteuer passt da nun so gar nicht ins Bild...Wie wird da ein Schuh draus...
Man muss halt wissen, dass ohne Zustimmung der AIPAC niemand in den USA in ein Amt gewählt werden kann. Sei es Abgeordneter, Gouverneur, Senator oder eben halt Präsident. Einen solchen Posten zu erlangen hat halt seinen Preis: die uneingeschränkte Unterstützung Israels! Insofern hat Trump geschickt agiert und bei jedem Versuch Israels die Vereinbarung mit dem Iran zu sabotieren, kann Trump nun den Pontius Pilatus mimen. Zwar geht die Politik und die "qualitäts" Medien des "Werte-Westens" auf die Barrikaden, immer mehr Menschen in diesen Ländern geht das Schicksal Israels am Arscx vorbei. So wird ein Schuh draus - für mich.

Sehr schön!
Ich sehe das sehr ähnlich, aber für mich ist das auch eine langfristige Strategie.
In den USA will man sich offenbar von der Lobby-Last der jüdischen Oligarchie befreien und das geht nur, wenn man das ungezogene Kind so laut Krawall machen läßt, das selbst gutmeinende „Nachbarn“ irgendwann den Kanal voll haben.
In der Geopolitik wird das leider auch mit sehr vielen Menschenleben „bezahlt“, aber es ist nun leider wie es ist.
Das kann man beklagen, doch man es kann es nun einmal nicht ändern.

Das Netzwerk wird ohnehin in der kommenden Deflationskrise mächtig unter Druck kommen und dann werden sich aufgestaute Probleme in Windeseile lösen, was ebenso für den maroden Turm der Brüsseler Bürokratie gilt.
Die Wendezeit der Achtziger/Neunziger dürfte dagegen ein Kindergeburtstag gewesen sein.
Daher scheint in den nächsten Jahren vieles möglich - nach Leerung des bitteren Bechers [[sauer]] – mit allen Chancen aber leider auch mit allen Risiken.

mfG
nereus


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