Tagesgeld ist natürlich die zweitdümmste Anlageform.
Tagesgeld ist natürlich die zweitdümmste Anlageform.
Und genau deshalb wird sie von der Masse der deutschen Anleger priorisiert.
Tagesgeld liegt faktisch immer unterhalb der echten Inflation.
Kurzfristig für kleinere und mittlere Beträge mag man ja so zwischenlagern.
Aber es bleibt echter Substanzverlust.
Favorit sollte immer die Anlage in Aktien von Formen mit Geschäftsstruktur sein, die voraussichtlich weiteres Wachstum von Umsatz und Gewinn vermuten läßt.
Eigentlich müßte man in ETFs "World" investieren, aber ich mag keine Vehikel, schon weil sie im Ernstfall viel Spielraum für den Emittenten lassen. Wer liest sich schon das Kleingedruckte bei den Fonds durch?
Mein persönlicher Favorit ist derzeit etwas sehr langweiliges, eine schlichte kleine Bank in einem mittelgroßen Land mit zweifelhafter Perspektive.
Die kasachische Halyk Bank. Halyk bedeutet einfach Sparbank und ist so etwas, wie die Sparkasse bei uns. Nur eben nicht als Einzelkassen, sondern als richtige "Staats"bank.
Das Geld wird immer mehr mit unkonventionellen Angeboten gemacht. Das sind Service für Handelsplattformen, Kino, BtB-Vermittlungen...
Die Gewinne sprudeln reichlich, das KGV steht immer bei etwa 4 (der Kurs passt sich dem Gewinnwachstum entsprechend an). Die Dividendenrendite beträgt auch in der Regel 10- eher 15%, die Dividende steigt auch mit den Gewinnen. Jetzt sind 2€ als 1. Dividende vorgeschlagen worden, die 2. Dividende folgt üblicherweise in ähnlicher Höhe zum Jahreswechsel.
Somit hat man nach Steuern 10% Dividendenrendite und dazu üblicherweise um die 20% Kurssteigerung.
Ja ich weiß, mit Spezialitäten, wie NVIDIA, Silberminen, und Freunden ist mehr Rendite zu generieren,
aber als Beimischung würde ich die Halyk Bank nicht vergessen wollen.
Bei Techaktien weiß man auch nie, ob ein Konkurrent nicht plötzlich einen besseren Chip heraus bringt, ich habe schon viele Techüberflieger einige Zeit nach dem Hochpushen im Schrottplatz wiedergefunden. Das sollte der Nr.1 in Kasachstan nicht passieren.
Die Eigentümerstruktur ist allerdings heikel. Staatsnahe Günstlinge haben sich die Mehrheit gesichert, aber das ist bei Kazatomprom und Co. auch nicht anders, eben eine blütenweiße Demokratie, wie der Amerikaner sagen würde, wenn er mal wieder eine gefügige Marionettenregierung irgendwo installiert hat.
Aber Vorsicht! Diese Aktie ist derzeit mein größter Einzelposten und sollte nur als kleine Beimischung ins Depot!!!
Zum Einlagensicherheitsfonds:
Ein schöner Name, aber bei einem Kollaps einer Großbank kann man sich getrost darauf verlassen, daß man bestenfalls pro rata etwas heraus bekommt. Dann ist nämlich der Fonds sofort gesprengt und reißt eh andere Banken mit in den Strudel.
Ein weinig Edelmetall (nicht mehr, als 50-70%!) erhält auch den Wert des Geldes. Aber Gold zahlt keine Zinsen, "steigt" üblicherweise nur deutlich stärker, als die besten Anleihen und langfristig auch nicht viel schlechter, als Aktien.
Und schon sind wir bei den Anleihen. Als Beimischung sinnvoll, aber die Verzinsung liegt fast immer unterhalb der wahren Gelddruckrate. Man kann sich an steigenden Werten durch die Zinsen reicher fühlen, wird aber praktisch garantiert real schleichend enteignet.
So funktioniert das System nunmal und der Michel ist damit zufrieden.
Aber sinnvoll wäre auch eine Fluchtburg irgendwo, wo man später vielleicht gerne wohnen möchte. Ein schönes Appartement am Mittelmeer hat auch seinen Reiz. Allerdings sollte man schon etwas in die örtlichen Seilschaften eingeklinkt sein, sonst erwarten einen eventuell üble Überraschungen.
Ein kleines Haus am See in einem uckermärkischen Dorf oder in Ostseenähe ist auch eine überlegenswerte Option. Allerdings merken das auch immer mehr Berliner und versauen die Preise.
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MfG
LR
Alles ist ein Windhauch.