Der ersehnte zukünftige Ewige Friede … | Wo Macht, da Krieg. Wo Macht …

Ostfriese, Samstag, 07.03.2026, 09:35 (vor 11 Stunden, 49 Minuten) @ Ashitaka1321 Views

Hallo Ashitaka

Dazu

Ich vertrete die strikte Auffassung, dass die Finanzmärkte nicht von unvorhersehbaren tagesaktuellen Nachrichten getrieben werden, sondern von mathematischen Gesetzen, die tief in der Natur und damit im gesamten menschlichen Verhalten verankert sind. Die externen Ereignisse, wie z.B. der aktuelle Iran-Krieg oder die bevorstehende Korrektur der Finanzmärkte, sind in Wahrheit unausweichliche Erfüllung einer zyklischen Vorgabe, die nach den Prinzipien der Polarität, Entsprechung und Schwingung in der gesamten Vergangenheit angelegt wurde.

ist der endgültige Aufstieg der Britischen Krone im 19. Jahrhundert zur Weltmacht zu nennen.

Nathan Rothschild hatte von der britischen Krone wegen der Finanzierung ihrer jahrelangen Kriege gegen Napoleon den Auftrag, bei Provisionen von 2 bis 6 Prozent bekommen, europaweit - trotz Kontinentalsperre - Gold und Silber aufzukaufen. Die kontinentalen Koalitionspartner wollten nämlich wegen ihrer politischen, militärischen und wirtschaftlichen Dienste in Edelmetall bezahlt werden und nicht in Pfund. Wegen der zunehmenden britischen Verschuldung fielen die Kurse der typischen dreiprozentigen 100-Pfund-consols von Februar 1792 bis zum Beginn der Schlacht bei Waterloo am 15. Juni 1815 von 96 auf 60 Pfund. Der Aufkauf von Edelmetall wurde noch verstärkt nach der Rückkehr Napoleons (Nathan Rothschild: Eine 'unerfreuliche Nachricht') von Elba am 1. März 1815 - während des Wiener Kongresses vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 - in der Annahme, dass der kommende Krieg ein langer Konflikt werden würde - was sich beinahe als verhängnisvolle Fehleinschätzung erwies.

Die Schlacht von Waterloo (Wellington: die knappste Sache, die man sich vorstellen kann. ) endete für die Krone nach einem Tag mit dem Sieg. Was sollte jetzt mit den großen Bargeldbeständen in Edelmetallen geschehen? Die jetzt anstehende Demobilisierung führte zur Reduzierung der britischen Verschuldung und damit zur Erwartung von Nathan Rothschild des Anstieges der Renditen der consols. Die Rothschilds setzten Gold und Silber zum Kauf von britischen Staatsanleihen ein. Ende 1817 verkauften sie sie mit einer Rendite von 40%. Damit war das finanzielle Fundament der Rothschild-Bank gelegt. Einfach genial und ausführlich nachzulesen bei Niall Ferguson. Er zieht in seinem Buch [1] allen nachfolgenden Dämonisierungen und Verschwörungstheorien über den fantastischen Aufstieg der Rothschild Bank, der nur das Ergebnis geldökonomischer Gesetze war, den Boden unter den Füßen weg. Sie beschäftigte sich vorwiegend mit der Staatsfinanzierung und brachte damit auch neue Finanzinnovationen hervor.

Heinrich Heine hatte das im März 1841 in Lutetia [2] zu der anerkennenden Bemerkung veranlasst: … wir sehen hier, wie klein der Mensch und wie groß Gott ist! Denn das Geld ist der Gott unserer Zeit, und Rothschild ist sein Prophet. … (letzter Satz im 6. Absatz). Napoleon konnte sich immer auswärts finanzieren, ohne die Binnen-Steuern zu erhöhen oder Anleihen aufzunehmen. Er finanzierte seine Armée d’Italie durch Raub und Ausbeutung der eroberten Gebiete und sorgte […] dafür, dass Geld in die leeren Kassen der Regierung kam. – geraubte Edelmetalle gingen sofort in die Kriegsfinanzierung und die geraubten Kunstwerke sind heute noch in französischen Museen zu bewundern. Dagegen wurde der Krieg auf der Seite der Krone durch Anleihen finanziert – er war ein Anlageprodukt. Die französische Ökonomie beruhte auf Raub, die britische auf Verschuldung. Bei Napoleons Abgang gab es eine Pro-Kopf- Verschuldung von 50 Fr. gegenüber einer von 1000 Fr. in England!! Was nebenbei wieder mal beweist, dass es niemals auf die Schulden, sondern auf die Verschuldungsmöglichkeiten ankommt (= Debitismus pur; zuletzt erkannt von Niall Ferguson: The Cash Nexus, 2001)

… als zukünftig Ewige Kriegssimulation. | … im Druck[3], da schnell Krieg.

Es ist nun wirklich alles gesagt!

Gruß - Ostfriese

PS

[1] https://www.amazon.de/Aufstieg-Geldes-Die-W%C3%A4hrung-Geschichte/dp/3430200741 Niall Ferguson: Der Aufstieg des Geldes

[2] http://www.heinrich-heine-denkmal.de/heine-texte/lutetia32.shtml Heinrich Heine: Lutetia – Erster Teil

[3] https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=651146 Die amerikanische Geschichte weist eine interessante Erscheinung auf: Fast immer, wenn sich wirtschaftliche …, Ostfriese, Donnerstag, 15.02.2024, 17:36 @ Olivia 4458 Views


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung