Eigenartiges vom Silbermarkt
Heute auf Goldseiten.de findet sich die folgende Warnung vor einem starken Abverkauf des Silberpreises (Verfasser: Redaktion):
„Silber steht vor drastischem Ausverkauf: Index-Neugewichtung in Höhe von 6,8 Mrd. $ steht bevor
Der Silberpreis ist am Freitag gefallen, da sich die Anleger auf die jährliche Neugewichtung der wichtigsten Rohstoffindizes vorbereiteten. Dieser Prozess dürfte in den kommenden Tagen den Verkauf von Terminkontrakten im Wert von mehreren Milliarden Dollar auslösen, berichtet FX Leaders am Sonntag. Nach einem Einbruch von fast 4% in der vorangegangenen Sitzung fiel der Silberpreis um bis zu 5,5%, während sich der Goldpreis stabilisierte und frühere Verluste wieder wettmachen konnte.
Der Druck entsteht dadurch, dass passive Fonds, die Rohstoffindizes nachbilden, sich darauf vorbereiten, ab Donnerstag Edelmetall-Futures zu verkaufen, um den neuen Indexgewichtungen zu entsprechen, heißt es. Analysten zufolge sind die Auswirkungen für Silber stärker als für Gold. Schätzungen zufolge könnten Silber-Futures im Wert von etwa 6,8 Milliarden US-Dollar – rund 12% der offenen Positionen an der Comex – verkauft werden.
Die erhöhte Volatilität sei bereits deutlich zu spüren: Börsengehandelte Fonds, die mit Silber hinterlegt sind, verzeichneten den größten Tagesabfluss seit Oktober. Zwar kam es im letzten Jahr zu ähnlichen, durch Neugewichtungen bedingten Abverkäufen, ohne dass der Markt nachhaltig geschädigt wurde, jedoch weisen Banken darauf hin, dass das Volumen der zum Verkauf stehenden Silbermenge diesmal größer ist, so der Bericht.
Trotz der kurzfristigen Schwäche bleibt die Stimmung gegenüber Edelmetallen weitgehend positiv. Marktteilnehmer beobachten nun wichtige US-Wirtschaftsdaten, darunter den Arbeitsmarktbericht für Dezember, da schwächere Zahlen die Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die Federal Reserve verstärken könnten – ein Szenario, das in der Regel nicht verzinsliche Vermögenswerte wie Gold und Silber stützt.“
Gemini antwortet auf die Frage nach der Terminierung des Rebalancing:
„Das jährliche Rebalancing des
Bloomberg Commodity Index (BCOM) und der darauf basierenden Rohstofffonds fand im Jahr 2026 im Zeitraum vom 8. bis 15. Januar statt.
Zeitlicher Ablauf und Details zum Rebalancing 2026:
Hauptzeitraum: Die physische Umsetzung der neuen Zielgewichtungen erfolgte primär über fünf Handelstage vom 9. bis 14. Januar 2026.
Berechnung: Die finalen Anpassungen basierten auf den Abrechnungspreisen vom 7. Januar 2026.
Regelmäßigkeit: Der Index wird grundsätzlich einmal jährlich im Januar neu gewichtet, um die Zielanteile der einzelnen Rohstoffe (basierend auf Handelsvolumen und Weltproduktion) wiederherzustellen.
Wichtige Änderungen bei der Neugewichtung 2026:
Verkäufe bei Edelmetallen: Aufgrund der starken Performance im Vorjahr (Gold stieg 2025 um über 60 %, Silber um über 160 %) mussten Fonds massiv Gold und Silber verkaufen, um die indexinternen Kappungsgrenzen wieder einzuhalten.
Neuaufnahme: Kakao wurde 2026 nach längerer Abwesenheit wieder in den Index aufgenommen.
Gewichtungsverschiebungen: Während die Anteile von Erdgas und WTI-Rohöl sanken, erreichte Brent-Rohöl mit 8,36 % sein historisch höchstes Zielgewicht im Index.“
Warnt Gold.de vor etwas, das längst vorbei ist?
Der Youtuber "Rohstoffinvestor" geht in seinem Beitrag davon aus, dass die USA gezielt durch Aufkäufe und Zölle den Silberpreis (und in der Folge auch andere Rohstoffe) verteuern. Das habe strategische Hintergründe. Die Banken seien derzeit nicht Short (die seien mit im Boot) im Markt, die physische Knappheit zumindest derzeit künstlich herbeigeführt.
Beitrag Rohstoffinvestor
Bewegungen auf dem Silbermarkt sind schwer einzuschätzen, ich selber gehe aber, solange Gold steigt, nicht von einer heftigen Korrektur aus. Und Gold könnte vor einem Rücklauf in die Nähe von 5000 Dollar kommen.