Wie verändert man die Politik eines Staates, der kein Rechtsstaat ist ?

Dieter @, Sonntag, 09.04.2023, 16:04 vor 1056 Tagen 5211 Views

Da die BRD kein Rechtsstaat ist, kann man deren Regierung und Politiker auch nicht mit rechtsstaatlichen Mitteln zur Raison bringen.

Dann stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten bleiben?
Der Weg über Wahlen ist sinnlos, über Parlamentarier ohnehin bei Fraktionszwang und indirekter Wahl nach Liste,
über unabhängige Gerichte auch, da es zu keinen Prozessen kommt, da die weisungsgebundene Staatsanwaltschaft zuvor mauert.
über Petitionen – eher nicht aus Erfahrung
über Massenproteste – schon eher, falls man die Presse dazu bewegt, an der Mobilisierung teilzunehmen
über Zerschlagung der derzeitigen Presselandschaft und Aufbau einer unabhängigen Presse – aber wie?
Mir fällt eigentlich nichts sinniges ein.

Wie sieht es bei der EU aus ? Rechtstaatlich ? eher nicht !
Sie wirkt wie ein föderaler Staat – aber wie geht man gegen deren „Regierungspolitik“ vor?
Da fällt mir noch viel weniger ein, außer Austreten !!!!!

Frohe Ostergrüße an alle
Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Was die EU noch Wert ist, das hast du beim Besuch von der Leyens in China beobachten können. Gar nichts!

Olivia @, Sonntag, 09.04.2023, 17:38 vor 1056 Tagen @ Dieter 5115 Views

Sie war ein unerwünschter Gast und mußte mit einer normalen Passagiermaschine zurück fliegen. Beim Erdogan-Besuch hast du Ähnliches erleben können. Diese Frau wird von niemanden respektiert. Ähnlich läuft es bei Baerbock und bei Habeck.
Du kannst davon ausgehen, dass viele Staaten der Welt die Vorgänge in Brüssel und in Deutschland genau verfolgen. Sie wissen also, dass dort Personen "ohne Macht" auf einem Stühlchen sitzen, das Macht symbolisieren soll.

Die "Macht" sitzt also an anderer Stelle! Wo also sitzt die Macht?
Wer steuert diese "Personen"?

Bzw. WER sorgt dafür, dass so "lächerliche" Personen auf der "Weltbühne" erscheinen? Und vor allen Dingen WARUM???

--
For entertainment purposes only.

Die EU inzwischen am Katzentisch .... immerhin war es noch der Umweltminister ....

NST @, Südthailand, Montag, 10.04.2023, 12:40 vor 1055 Tagen @ Olivia 3844 Views

bearbeitet von NST, Montag, 10.04.2023, 12:47

Bzw. WER sorgt dafür, dass so "lächerliche" Personen auf der "Weltbühne" erscheinen? Und vor allen Dingen WARUM???

..... es hätte auch der Veterinär für Tierwohl sein können. :-P Es ist schon erstaunlich, wie sich die EU Eliten öffentlich vorführen lassen. Das war ja immerhin eine Ex-Verteidigungsministerin u. Familienministerin - ja, das kann die alles. Ganz Afrika muss sich inzwischen den Bauch vor lachen halten ....

Du willst mehr wissen - wie wärs hiermit:

FKT Archiv für ein Selbststudium

Das Thema Bibel hab ich gewählt, weil es Ostern ist. Man findet dort auch jede Menge andere Einstiegspunkte. Der Kern des ganzen ist aber die Religion.
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Die Chinesen haben klar vorgeführt, was das echte Ausland von der EU hält (US Nuland: f**** the EU)

Joe68 @, Dienstag, 11.04.2023, 08:58 vor 1055 Tagen @ NST 3430 Views

Die EU ist eine Schönwetter Veranstaltung, abgehalfterte Politiker werden von den mächtigen nationalen Regierungschefs dorthin geschoben.
Das unsere Medien die EU so idealisieren, ist doch nur ein Zeichen dass die großen Medien Teil des Demokratietheaters sind, dummerweise sind die Wähler dabei so blöd und glauben, das Theater würde die echten Machtverhältnisse abbilden.

@Dieter ..

Mirko2, Montag, 10.04.2023, 09:08 vor 1056 Tagen @ Dieter 3798 Views

Ich habe auch mal versucht, eine Antwort zu finden. Ich hatte mal die Gemeinde hier im Gelben aufgefordert, eine Antwort nach:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Zu finden. Fakt ist, ich lehne jede Art von Gewalt ab! Also, was könnte der Deutsche tun?
Meine Antwort: Raus aus dem Hamsterrad, raus auf die Straße! Das, was noch rechtsstaatlich möglich wäre, das Hamsterrad anhalten, analog zu dem Straßenkleber. Denn was mach die, die versuchen auch das Hamsterrad anzuhalten ..

Der Staat, das bist DU!

Weiner, Montag, 10.04.2023, 11:07 vor 1055 Tagen @ Dieter 3767 Views

bearbeitet von Weiner, Montag, 10.04.2023, 11:13

Hallo Dieter -

Du kennst zwar meine Antwort auf Deine Frage und hast sie ganz sicher auch verstanden. Aber Wiederholung und Neuformulierung schadet ja nicht.

Im Prinzip geht man heute auf der ganzen Welt zumindest verfassungsrechtlich und verfassungstheoretisch davon aus, dass Menschen (Personen, Individuen) sowohl Quellen wie Organe wie auch Ziele des Staates sind. In den betreffenden Formulierungen (Völkerrecht, Verfassungsrecht) wird hierbei von Bürgern gesprochen, die die eigentlichen Souveräne der Republiken seien (häufigste Staatsform).

Der Bürger als Souverän - das ist erst langsam ins Bewußtsein der Menschen gedrungen, denn ein paar tausend Jahre lang war der König von Gottes Gnaden, später der Territorialfürst der eigentliche Souverän. Nur ganz am Anfang, als man sich Führer für kleine Stammesgruppen wählte, war einst die Souveränität der Freien (neben den Sklaven ...) noch sichtbar. Und dann halt später wieder nach der Französischen Revolution. Diese Konzeption ist bis heute geblieben. Bürger und Bürgerin bilden den Ausganspunkt, die Maschine an sich sowie das Arbeitsgebiet des Staates, insofern der Staat sich um das Gemeinwohl, d.h. den größtmöglichen Nutzen aller kümmern soll.

Außer den Bürgern (mitsamt ihrem Vermögen, ihren Schulden und ihrem Können!!) und außer der Organisationsform hat der Staat meistens noch ein Gebiet (außer bei NGOs und Orden ...). Er stellt somit formaljuristisch eine Gebietskörperschaft oder eine Genossenschaft oder einen Verein etc. dar. In der Satzung der Genossenschaft (oder der GmbH usw.) wird dann geregelt, was und wie gemeinsam gearbeitet werden soll (Verfassung, Gesetze etc.).

Und da taucht dann sehr schnell das Problem auf, dass die Vielheit der Mitglieder/Bürger/Genossen sich einigen können muss. Und genau das ist das Problem, in dem Du steckst: Du sitzt mit 83 Millionen (eigentlich 10 Milliarden) in einem Boot, namens Bundesrepubklik Deutschland (Planet ERDE). Du hast Zweifel, dass das Boot richtig gesteuert wird, aber Du weißt nicht, wie andere darüber denken und ob sie bereit wären, mit Dir zusammen sich für eine Kursänderung oder gar die Auswechslung von Kapitän und/oder Mannschaft zu engagieren. Wenn Du etwas erreichen willst, musst Du eine Idee haben, einen Gesamtplan, viele Detailpläne (A,B,C ...) und sehr viel Sachverstand. Vor allem aber musst Du für Deine Idee werben und Mehrheiten formieren können, am Ende eine überzeugend qualitative oder wenigstens quantitative Mehrheit insgesamt finden (hoffend, dass alle sich daran halten): Politik ist Handeln in einer Gemeinschaft und für die Gemeinschaft.

Bundesländer können aus der Bundesrepublik austreten. Die Bundesrepublik kann aus der EU austreten. Eventuell könnten sogar Kommunen aus einem Bundesland austreten (das ist dann der Fall einer SEZESSION, zu dem es sehr viele Beobachtungen, Überlegungen und Konzepte gibt). Und natürlich kann auch der einzelne Bürger den Staat wechseln (es gibt ja einige Auswahl ...). Du kannst natürlich auch eine Revolution starten - aber immer und immer brauchst Du Mit-Bürger, die mitmachen und Dir folgen. Oder Du kannst Dich einer bestehenden Gruppe anschließen, die Deine eigenen Ziele am besten zu verfolgen scheint. Gegebenenfalls kommt es zwischen diversen Gruppen zu einem Kampf ...

Alles das ist rein rechtlich möglich - und sollte natürlich auch auf einem möglichst 'rechtsstaatlichen' Wege umgesetzt werden (der Kampf folgt eigenen Regeln ...). Wenn der Rechtsstaat in Gefahr ist, sollte man ihn bewahren.*) Das Einzige, was dafür nötig ist: die Schlafschafe müssen aufwachen und beginnen, als Souveräne in Gemeinschaft zu handeln.

Wenn sie nicht aufwachen, kommt es zu einer riesigen und langdauernden Katastrophe. Es bleiben aber in jeden Fall genügend Schafe übrig. Die werden dann entweder verwildern (und sich neu selbst organisieren????) - oder sie werden von Schafhirten und von Herdenbesitzern wieder aufgelesen und neu eingesammelt. Denn von letzteren werden ebenfalls einige die Katastrophe überleben. Dessen darfst Du sicher sein.

Herzliche Grüße!

W.

*) er besagt nicht anderes, als dass man in der Bürgerschaft mehrheitlich! bereit ist, möglichst gewaltfrei und nach vereinbarten (allgemein! einsichtigen und anerkannten) Regeln miteinander umzugehen und gemeinschaftlich zu handeln.

Ja, ich bin Teil des Staates, aber unsere Regierung ist es nicht, da sie Strukturen geschaffen hat, um außerhalb des Rechts ohne Konsequenzen gegenüber dem Souverän zu agieren

Dieter @, Montag, 10.04.2023, 16:11 vor 1055 Tagen @ Weiner 3434 Views

Hallo Weiner,
und so komme ich auf meine Ausgangsfrage zurück. Da die Regierung das Gewaltmonopol hält, stellen sich Fragen wie meine.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Die legitim gewählte Regierung ist nicht außerhalb, sondern ist ebenfalls Teil des Staates.

Weiner, Montag, 10.04.2023, 21:12 vor 1055 Tagen @ Dieter 3422 Views

Sie arbeitet bekanntlich nur befristet und kann außerdem durch andere Institutionen und Instrumente kontrolliert werden. Auch die Regierung kann nur im Rahmen von Gesetz und Verfassung handeln. Ich habe hier schon mehrfach darauf hingewiesen, dass das Volk selbst, d.h. alle wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen eigene Gesetze erlassen kann - es braucht dazu kein Parlament. So ist es hier in Deutschland zumindest in allen Bundesländern - und das genügt vollauf. Denn von den Bundesländern aus kann man auf den üblichen Wegen (Bundesrat, Ministerpräsidentenkonferenzen) auf den Bund einwirken.

Das Problem sind niemals die bereitliegenden Instrumente - die gibt es nämlich. SIE SIND DA! Sondern es ist der mangelnde Wille und der mangelnde Sachverstand, diese Instrumente auch einzusetzen. Die Situation ist die: ein Haus brennt, das Feuerwehrauto steht bereit und das Wasser auch. Aber niemand hat Interesse zu löschen. Man geht mit dem Hund spazieren, ist gerade auf Reisen, hat eine Einladung zur Party, möchte noch ein bißchen am Computer spielen, Zeit mit der Familie verbringen, sein Hobby pflegen, abwarten bis die Migräne vorbei ist - oder Überstunden machen und kein Geschäft auslassen etc. etc. etc. und man denkt, dass der Funke nicht auf das eigene Haus überspringt.

Der Funke aber wird überspringen, und es werden mehr Häuser am Ende zerstört sein als wie im Zweiten Weltkrieg.

Ich habe eine Bekannte in Dnipro, die sich gewundert und mir geklagt hat, dass die Menschen selbst dann, wenn der Brand, im Bilde gesprochen, auf ihr eigenes Haus übergegriffen hat, etwa in Form von Stromausfällen, Wassermangel etc., immer noch nach Auswegen und privaten Notlösungen suchen - statt dass sie alle zusammen auf die Straße gehen und sich politisch organisieren und artikulieren.

Ich habe das Beispiel mit dem Hausbrand gewählt, weil ich auf den Notstand hinaus wollte und auf die normative Macht des Faktischen. Selbst die kann, wenn der eiserne Wille dafür da ist, herausgefordert werden. Dazu braucht es dann, auf Basis direktdemokratischer Instrumente, eine permanente Parallel-Regierung im Wartestand, in der genauso kompetente Leute sitzen wie in der z.Zt. gewählten und legitimen Regierung (was heute wirklich nicht schwer ist ...) - eine Art Ersatzrad sozusagen, das für den Notfall bereitsteht, für einen blitzschnellen Radwechsel statt ständiger Flickschusterei und wiederholtem Aufblasen abgefahrener Profile und mürber Gürtel ...

Eine solche Regierung im Wartestand, kann genauso Pressekonferenzen abhalten, fortlaufend Gesetzentwürfe formulieren, Anhörungen mit Fachkreisen abhalten, Journalisten Interviews geben, einen eigenen Nachrichtenkanal oder gar TV-Sender betreiben und eigene Medien herausgeben. Im Grunde liegt all das heute schon bereit. Was fehlt, das ist die Koordination, die Einheit, die Mehrheit, die Wachheit, der politische Wille ...

mfG, Weiner

Das Einzige, was dafür nötig ist?

neptun, Dienstag, 11.04.2023, 06:23 vor 1055 Tagen @ Weiner 3601 Views

Hallo Weiner,

(fett von mir:)

Alles das ist rein rechtlich möglich - und sollte natürlich auch auf einem möglichst 'rechtsstaatlichen' Wege umgesetzt werden (der Kampf folgt eigenen Regeln ...). Wenn der Rechtsstaat in Gefahr ist, sollte man ihn bewahren.*) Das Einzige, was dafür nötig ist: die Schlafschafe müssen aufwachen und beginnen, als Souveräne in Gemeinschaft zu handeln.

ich hatte Dich bisher nicht als Träumer verortet, aber man lernt ja immer wieder dazu. [[zwinker]]

Im Ernst:
Man hätte die "Demokratie" nicht erfunden, wenn sie nicht die erfolgreichste Form der Diktatur wäre, und wenn auch nur im geringsten die Chance bestünde, daß "das Volk" mitbestimmen könnte.

LG neptun

--
Immer daran denken: Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat Mörderparteien gewählt!

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

+1!!! Gottseidank entlarvt mal einer diesen selten dämlichen, einfältigen(!) "Demokratie"-Unfug als das, was er ist!

MausS @, Dienstag, 11.04.2023, 09:23 vor 1055 Tagen @ neptun 3487 Views

[[top]]

Und dieses dümmliche Mitbestimmungs- und Mitgestaltungsgeschwafel.[[wut]]

Das liegt auf einer geistigen Höhe mit dem Klimarettenwollen.

Dass man derart infantile Gedanken immer wieder (und immer öfter!) selbst hier im Forum lesen 'darf', ist so schlimm wie traurig.

Der gemeine "Bürger" - also Du, ich und dergleichen - in gestalterischer Hinsicht(!) als "Teil des Staates"?!

Welcher Bürger? Welcher Staat?

Schon mal was von Macht, Machthaber, Herrscher, Gewalt, Zwang und ... gehört?

Von Debitismus gar?

Ich frage ja nur für einen Freund.[[zigarre]]

Es scheint wirklich zu Ende zu gehen...

MausS

--
„Wir Feinde des allgemeinen Wahlrechts hören nicht auf, uns über den Enthusiasmus zu wundern, den die Wahl einer Handvoll Unfähiger durch einen Haufen Inkompetenter weckt.“ Nicolas Gomez Davila

kleine Bitte (auch an @Neptun)

Weiner, Dienstag, 11.04.2023, 12:24 vor 1054 Tagen @ MausS 3404 Views

Hallo Ihr beiden miteinand!

Zuerst meine Bitte an @Neptun (auf seine ernste Bemerkung hin)

Im Ernst: Man hätte die "Demokratie" nicht erfunden, wenn sie nicht die erfolgreichste Form der Diktatur wäre, und wenn auch nur im geringsten die Chance bestünde, daß "das Volk" mitbestimmen könnte.

OK. Ist geschehen, diese Erfindung namens 'Demokratie'. Was tun wir, damit wir aus der Scheixxxe, die sie mit uns angerichtet hat, wieder herauskommen. Wie sieht Deine alternative Erfindung aus? Bitte stelle sie dar und mach einen brauchbaren und überzeugenden Vorschlag!

Und dann meine gleichartige Bitte an den werten MausS und seinen Freund, wenn die Wut veraucht ist und er noch mit mir reden will. Es ist die gleiche Bitte, die auch @Beo2 äußert:

Welcher Bürger? Welcher Staat?

Bundesrepublik Deutschland. Vielleicht bist Du ja ein Staatsangehöriger ebenda?

Schon mal was von Macht, Machthaber, Herrscher, Gewalt, Zwang und ... gehört?

Ja. Täglich. Wie kommen Bürger und Bürgerin aus dem Zwang etc. raus?

Von Debitismus gar?

Ja. Ist nicht gerade ein überragendes Welt- und Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell (d.h. eine mögliche Beschreibung/Abbildung der Wirklichkeit). Aber stellenweise brauchbar.

Nun meine Frage bzw. Bitte:

In welcher Weise sollten sich Deiner Meinung nach Menschen in bzw. zu Gruppen und Gemeinschaften organisieren,

damit möglichst wenig Gewalt (physisch wie seelisch) in der Gemeinschaft herrscht,

damit ferner sich alle individuellen Begabungen der Menschen (Kunst, Kultur, Technik ...) möglichst frei entfalten können,

damit ferner wirtschaftlich Überschüsse erzielt und gerecht verteilt werden können (vor allem auch um die Reproduktion, d.h. Nachkommen und Mitgift zu sichern),

und damit ferner die Lebensgrundlage der Menschengruppen (Ökosystem Erde) dabei nicht zerstört sondern ebenfalls bewahrt wird.

MausS

Danke, Weiner

Der Etikettenschwindel namens "demokratischer Rechtsstaat BRD".

Dieter @, Dienstag, 11.04.2023, 13:53 vor 1054 Tagen @ Weiner 3282 Views

Hallo Weiner,
Gesetze und Möglichkeiten, die Du beschreibst sind verfassungsgemäß möglich, was aber nicht gleichbedeutend ist mit "tatsächlich durchführbar". Denn dem steht die Macht der Parteien und damit der Regierungen entgegen, da diese gewohnt sind, das Recht zu umgehen und alle Mittel der Unterdrückung und Manipulation in Händen tragen, um Änderungen zu ihrem Nachteil zu vermeiden.

Zur Demokratie: Wie haben keine Gewaltenteilung. Der Souverän wählt das Parlament, dieses wählt eine Regierung und kontrolliert sie. (ja, so sollte es sein!) In guter alter Praxis ist es leider umgekehrt bei unserer Parteienoligarchie. Die Regierung kontrolliert das Parlament !!!! und damit die Bürger.

Rechtsstaat: Solange die Regierung jederzeit Einfluß nehmen kann auf die Art und Weise der konkreten Rechtsprechung im Einzelfall (über weisungsgeb. Staatsanwaltschaft, über Vorsitzende der Gerichte) zudem eine Symbiose zwischen wichtiger Presse und Parteien/Regierung herrscht, sieht es mit rechtlichen Anliegen, die durchaus der Verfassung entsprechen würden, mehr als schwierig aus, sofern es gegen die Interessen der Regierung geht.

Anfangen sollte man mit dem Wahlverfahren: Das derzeitige gehört m.E. abgeschafft, weil es zur Dominanz der Parteien führt. Ich wäre immer dafür nur Direktmandate für den Bundestag oder die Länder oder die Regierungsbezirke oder die Kreise und Kommunen zuzulassen. Das Verhältniswahlrecht gehört m.E. abgeschafft. Das scheint mir die einzige Möglichkeit zu sein, daß die Regierung tatsächlich vom Bürger kontrolliert wird. Jede Entscheidung eines Gewählten sollte öffentlich sein, also keine geheimen Abstimmungen, damit jeder im Wahlkreis sich über die gewählte Person ein Bild machen kann. usw. usw.

bezügl. Rechtsstaatlichkeit: Weisungsgebundenheit gehört abgeschafft. Richter und Staatsanwälte werden von den Volksvertretern gewählt und dürfen zuvor weder Paralamentarier noch Regierungsmitglieder gewesen sein (Volksnähe).

Ein paar erste Gedanken, als grundsätzliche Voraussetzung für praktikable Veränderungen des Systems ohne Gewaltanwendung um ggf. Schritte, wie Du sie siehst, praktikabel zu machen.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Natürliche Arbeitsteilung (nicht als Lösungsvorschlag gemeint) (auch an @Dieter und @Beo2)

neptun, Mittwoch, 12.04.2023, 03:07 vor 1054 Tagen @ Weiner 3074 Views

Hallo Weiner,

zunächst einmal:

OK. Ist geschehen, diese Erfindung namens 'Demokratie'. Was tun wir, damit wir aus der Scheixxxe, die sie mit uns angerichtet hat, wieder herauskommen.

Die Demokratie selbst kann diese S. nicht mit uns angerichtet haben, weil sie ein Werkzeug ist, und zwar ganz sicher nicht das des "Volker"!

Sodann:

Vielleicht bin ich bezüglich mancher "Wirklichkeiten" besser in der Lage sie zu beschreiben als viele andere Menschen. Dann ist das eine meiner Begabungen, und ich habe sie mit der deutlichen Beschreibung dessen, was ich sonst richtigerweise Demokratur nenne, angewendet.

Wozu ich nicht begabt bin: Verbesserungsvorschläge zu machen. Vielleicht auch, weil ich schon bei so etwas wie z.B. den "paar ersten Gedanken", wie @Dieter sie formuliert hat, stecken bleibe, da ich deren Undurchführbarkeit aus dem Inneren der Demokratur heraus schon im Ansatz erkenne.

Meine gesellschaftliche "Aufgabe" besteht deshalb vielleicht nur aus dem (überdeutlichen) Aufzeigen dessen, "was ist".

Dieses Aufzeigen allein kann durchaus auf verschiedenste Weise Veränderungen initiieren (= nicht bewirken, aber immerhin möglich machen).

Zitat von Jiddu Krishnamurti (frei aus dem Gedächtnis): "Der Vorgang des Beobachtens verändert das Beobachtete."

In diesem Sinne kann meine Äußerung ein Beitrag zur "Beobachtung durch die Gesellschaft als Ganzes" sein. Die Veränderung selbst in der Praxis wird dann von anderen, anders begabten Mitgliedern der Gesellschaft durchgeführt - falls das überhaupt möglich ist.

Warum diese Einschränkung? Deshalb:

Wenn ich die Rothschild's wäre (oder eine der anderen viel zu reichen Familien, deren Namen zum größten Teil nicht einmal bekannt sind), würde ich eine Menge darin investieren, solche Veränderungen zu verhindern, und zwar aus der jahrhundertealten Erfahrung heraus, daß sich das auszahlt. Ich würde nur solche Veränderungen zulassen oder sogar auch selbst initiieren, welche der Sicherung und Vermehrung meines Reichtums und der damit verbundenen Macht dienlich sind.

Das ganze Gerede um den Ukrainekrieg z.B. ist in meinen Augen (nun wieder als @neptun) völlig am Thema vorbei und auch müßig, solange diese Familien in der Lage sind, das Geschehen zu lenken - und das sind sie weit mehr, als die meisten den Mut haben sich einzugestehen. Dieser Krieg schafft nämlich wie alle Kriege der letzten Jahrhunderte im Grunde genommen nur zwei wesentliche Fakten:

Leichenberge auf der einen Seite
und
weitere Vermehrung des Reichtums dieser Familien auf der anderen Seite

Ob ich heute noch zu einer Antwort auf @Morpheus' (in meinen Augen auf ganz bestimmte und gefährliche Weise illusorischen) Einwand komme, ist fraglich - aber mal sehen.

LG neptun

--
Immer daran denken: Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat Mörderparteien gewählt!

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Warum meinst Du, dass Menschen nicht irgendwann mündig werden können?

Morpheus @, Mittwoch, 12.04.2023, 05:18 vor 1054 Tagen @ neptun 3081 Views

Hallo Neptun,


zunächst einmal:

OK. Ist geschehen, diese Erfindung namens 'Demokratie'. Was tun wir, damit wir aus der Scheixxxe, die sie mit uns angerichtet hat, wieder herauskommen.

Die Demokratie selbst kann diese S. nicht mit uns angerichtet haben, weil sie ein Werkzeug ist, und zwar ganz sicher nicht das des "Volker"!

Ja, zugegeben. Und es geht darum die Phase der Demokratie zu verlassen.


Sodann:

Vielleicht bin ich bezüglich mancher "Wirklichkeiten" besser in der Lage sie zu beschreiben als viele andere Menschen. Dann ist das eine meiner Begabungen, und ich habe sie mit der deutlichen Beschreibung dessen, was ich sonst richtigerweise Demokratur nenne, angewendet.

Wozu ich nicht begabt bin: Verbesserungsvorschläge zu machen. Vielleicht auch, weil ich schon bei so etwas wie z.B. den "paar ersten Gedanken", wie @Dieter sie formuliert hat, stecken bleibe, da ich deren Undurchführbarkeit aus dem Inneren der Demokratur heraus schon im Ansatz erkenne.

Meine gesellschaftliche "Aufgabe" besteht deshalb vielleicht nur aus dem (überdeutlichen) Aufzeigen dessen, "was ist".

Dieses Aufzeigen allein kann durchaus auf verschiedenste Weise Veränderungen initiieren (= nicht bewirken, aber immerhin möglich machen).

Zitat von Jiddu Krishnamurti (frei aus dem Gedächtnis): "Der Vorgang des Beobachtens verändert das Beobachtete."

In diesem Sinne kann meine Äußerung ein Beitrag zur "Beobachtung durch die Gesellschaft als Ganzes" sein. Die Veränderung selbst in der Praxis wird dann von anderen, anders begabten Mitgliedern der Gesellschaft durchgeführt - falls das überhaupt möglich ist.

Warum diese Einschränkung? Deshalb:

Wenn ich die Rothschild's wäre (oder eine der anderen viel zu reichen Familien, deren Namen zum größten Teil nicht einmal bekannt sind), würde ich eine Menge darin investieren, solche Veränderungen zu verhindern, und zwar aus der jahrhundertealten Erfahrung heraus, daß sich das auszahlt. Ich würde nur solche Veränderungen zulassen oder sogar auch selbst initiieren, welche der Sicherung und Vermehrung meines Reichtums und der damit verbundenen Macht dienlich sind.

Ja, klar werden die das versuchen und die sind es, die uns die gesamte Sch.... auch mit voller Absicht eingebrockt haben. NUR ist Herrschaft so angelegt, dass sie immer kollabieren muss. Und das können auch die Rothschilds nicht verhindern. Das ist ein Gesetz, wie ein physikalisches Gesetz.


Das ganze Gerede um den Ukrainekrieg z.B. ist in meinen Augen (nun wieder als @neptun) völlig am Thema vorbei und auch müßig, solange diese Familien in der Lage sind, das Geschehen zu lenken - und das sind sie weit mehr, als die meisten den Mut haben sich einzugestehen. Dieser Krieg schafft nämlich wie alle Kriege der letzten Jahrhunderte im Grunde genommen nur zwei wesentliche Fakten:

Leichenberge auf der einen Seite
und
weitere Vermehrung des Reichtums dieser Familien auf der anderen Seite

Ja, aber gerade weil das so ist, warum sollten wir und die anderen Menschen uns das dauerhaft gefallen lassen. Es gilt doch wohl eine Strategie zu entwickeln, diesen Zustand zu beenden.


Ob ich heute noch zu einer Antwort auf @Morpheus' (in meinen Augen auf ganz bestimmte und gefährliche Weise illusorischen) Einwand komme, ist fraglich - aber mal sehen.

Der Link funzt nicht, aber ich meine ich habe eine Antwort gegeben, die aber eine Reihe von Rückfragen enthält.

Viele Grüße
Morpheus

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@ Ashitaka: Ein Forum wie dieses ist nicht dafür geeignet, …

Ostfriese @, Mittwoch, 12.04.2023, 08:25 vor 1054 Tagen @ Morpheus 3422 Views

Hallo Morpheus

Dazu

Warum meinst Du, dass Menschen nicht irgendwann mündig werden können?

@Ashitakas Beitrag aus dem Jahr 2017:

… eine umfassendere Vorstellung von der Tragweite der Simulationen und den darauf basierenden Vorstellungen von sich selbst und der Welt zu entwickeln. Das kann nicht funktionieren, wäre so anders, dass wir uns früher oder später erstechen müssten. Dass der Betrug bereits an uns selbst anfängt, wird den wenigsten Menschen in ihrer kurzen und stark elektrisierenden Lebzeit bewusst. Den Rest erledigt die immer zu beiseite gekehrter Angst, die Angst vor der Zukunft, vor dem Einkommensverlust, vor der Verantwortung, vor der Veränderung, vor dem Ansehen, vor sich selbst, vor unserem nach außen tretendem Spiegelbild.

Der Betrug, ein Leben im Unbewusstsein darüber, was man sein kann, was die Welt werden kann. Der Augenblick, ab dem sich unsere Weltvorstellung und die Vorstellung von uns selbst zwecks Orientierung am zentralen Laut ausrichten, er reduziert unsere mentale Leistungsfähigkeit auf ein Minimum. Wir sind irgendwie doch alle behindert, nicht mehr fähig unseren eigenen Instinkten, unserer Intuition und dem Gefühl zu vertrauen, dass so gar nichts von dem stimmt, was uns täglich über das Wesen unseres Lebensraumes berichtet wird.

Es geht sogar so weit, dass wir uns über unsere mentalen Fähigkeiten lächerlich machen, wir uns selbst damit unbewusst zum Gegner machen.

Wir Menschen entwickeln uns nicht mehr in der Welt fort, sondern die Welt entwickelt sich mit uns (als Simulation). Ein perfektes Verbrechen, aufgrund dessen das System über weitere Zeitspannen funktioniert. Da bin ganz bei Elon Musk, der ein sehr bedeutender Teil des Theaters ist, welches den Raubzug des Potentials aufgrund der noch unvorstellbaren Simulationskraft in eine neue Zeit entführen wird.

https://www.youtube.com/watch?v=2KK_kzrJPS8

Selbstbetrug https://archiv2.dasgelbeforum.net/index.php?id=439611

Gruß - Ostfriese

Was wäre denn DEINE Alternative, dein Angebot? Bitte um kurze, konkrete Beschreibung. [edit]

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 11.04.2023, 10:19 vor 1055 Tagen @ neptun 3224 Views

bearbeitet von Beo2, Dienstag, 11.04.2023, 11:15

Auch Du musst dich nämlich, ob Du es willst oder nicht, dem evolutionären Wettbewerb zwischen gesellschaftlichen Lösungen und Konzepten stellen. Hast Du aber keine, ist nicht schlimm; denn Andere werden gerne dafür sorgen .. und stehen schon in den Startlöchern.
Man gewinnt ja einen Wettbewerb nicht, indem man gegen die Konkurrenz billigst polemisiert und schlecht redet, sondern: indem man selbst ein besseres Angebot macht. Die Kundschaft wird entscheiden.
Was wir gegenwärtig haben, ist mit Sicherheit keine Demokratie (Bürgerherrschaft), sondern eine parasitäre Parteienkratie (Scheindemokratie). Eine echte Demokratie kann nur eine Basisdemokratie sein = dezentrale Machtverteilung.

Auch dieses Forum ist ein Teil des Ideenmarktes, wo Du DEINE Lösungen feilbieten kannst.
Gruß, Beo2

Ich HABE keine Lösungsvorschläge. Genaueres siehe meine Antwort an @Weiner ...

neptun, Mittwoch, 12.04.2023, 03:17 vor 1054 Tagen @ Beo2 3007 Views

bearbeitet von neptun, Mittwoch, 12.04.2023, 03:22

... unter "Natürliche Arbeitsteilung (nicht als Lösungsvorschlag gemeint) (auch an @Dieter und @Beo2)"

Man gewinnt ja einen Wettbewerb nicht, indem man gegen die Konkurrenz billigst polemisiert und schlecht redet, sondern: indem man selbst ein besseres Angebot macht. Die Kundschaft wird entscheiden.

Ich als Einzelperson will (und kann auch diesbezüglich) keinen Wettbewerb "gewinnen". Aber Deine Wortwahl "billigst polemisiert und schlecht redet" ist meines Erachtens nicht angebracht, genausowenig wie bei Deiner eigenen korrekten Feststellung (*) "Was wir gegenwärtig haben, ist mit Sicherheit keine Demokratie".

Alles andere, möglicherweise auch für Dich interessante, findest Du vielleicht in dem anderen Beitrag.

Hier aber doch noch so viel:

Auch dieses Forum ist ein Teil des Ideenmarktes, wo Du DEINE Lösungen feilbieten kannst.

Wenn meine Beschreibung der "Wirklichkeit" gut war (von korrekt mag ich nur ungern sprechen), dann war sie u.a. eine Art Motor für den Ideenmarkt, und es ist nicht zwingend erfoderlich, daß die "Lösungen" MEINE sind.

(*) Wenn man Demokratie als etwas Gutes verstehen will und kann (so wie z.B. auch @Morpheus). Ich selbst kann aber nicht, weil ich glaube, sie durchschaut zu haben.

LG neptun

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Immer daran denken: Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat Mörderparteien gewählt!

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

"Fassadendemokratie". Parteien sind keine Bürgerinitiativen sondern zentrale Steuerungselemente derer, die die Macht ausüben bzw. ausüben wollen.

sprit @, Dienstag, 11.04.2023, 11:02 vor 1055 Tagen @ neptun 3241 Views

Die Demokratie als Gesellschaftsform freier, sich selbst bestimmender Menschen, jenseits von Macht und Anarchie, muss erst noch geschaffen werden.

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Freitag, 15. September 2017, 10:00 Uhr
~20 Minuten Lesezeit
Die Wahrheit über die Demokratie
Prof. Rainer Mausfeld über das absehbare Ende der „Demokratie”. Exklusivabdruck aus dem Buch „Fassadendemokratie und Tiefer Staat”.
von Rainer Mausfeld
Bildlizenz CC0
Parlamentswahlen spielen offenkundig in kapitalistischen Demokratien für alle grundlegenden politischen Entscheidungen keine Rolle mehr. Die großen politischen Entscheidungen werden zunehmend von Instanzen und Akteuren bestimmt, die nicht der Kontrolle der Wähler unterliegen. Während also die Hülse einer repräsentativen Demokratie weitgehend formal intakt erscheint, wurde sie ihres demokratischen Kerns nahezu vollständig beraubt. Demokratie birgt also für die eigentlichen Zentren der Macht keine Risiken mehr.

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Fassadendemokratie und Tiefer Staat
Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter
Herausgegeben von Ullrich Mies und Jens Wernicke
Promedia-Verlag Wien, 2017

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Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt!

Mausfeld hat keine Lösungsvorschläge, sondern ...

Weiner, Dienstag, 11.04.2023, 15:06 vor 1054 Tagen @ sprit 3262 Views

bearbeitet von Weiner, Dienstag, 11.04.2023, 15:20

... beschreibt nur und übt Kritik. Damit kommen wir nicht weiter, @sprit - aber trotzdem vielen Dank!

Interessanterweise gibt es sehr viele gute Ideen hier im Land bzw. man sieht, dass viele Menschen sich ernsthaft Gedanken machen. Nachfolgend ein weiteres Beispiel - ohne dass das heißen soll, ich würde es vertreten wollen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Burkhard_Wehner

Die Demokratie als Gesellschaftsform freier, sich selbst bestimmender Menschen, jenseits von Macht und Anarchie, muss erst noch geschaffen werden.

Offensichtlich ja. Aber wie erschafft man sie? Ich bin auf den o.g. Wehner gestoßen, weil ich nach einem Begriff für diese künftige? Staatsform suche. Es gefällt mir nicht, dass der bisherige Begriff der DEMOKRATIE eine Herrschaft impliziert (-kratie). *) Deswegen möchte ich ihn eigentlich nicht verwenden. Außerdem löst er bei vielen Menschen, möglicherweise auch bei @MausS, heftige allergische Reaktionen aus. Ich habe noch keinen guten Begriff gefunden, aber es würde wohl so in Richtung "Solidarstaat" gehen.

Grüße, W.

*) wie immer noch die 'Neokratie' des o.g. Wehner, aber auch andere alternative Modelle wie

https://de.wikipedia.org/wiki/Soziokratie

https://de.wikipedia.org/wiki/Holokratie

Herrschaft ist nicht mehr nötig, wenn der Staat als Genossenschaft oder - extrem gesprochen - als GmbH gedacht wird, wo man sich unter gemeinsamen Regeln (Satzung) und mit gemeinsamen Zwecken und gemeinsamem Kapital und gemeinsamer Arbeitsleistung zusammenfindet - und gemeinsam gewinnen oder untergehen kann.

Zivilisation kann sowohl nur als -kratie entstehen, als auch nur als -kratie erhalten werden

MausS @, Dienstag, 11.04.2023, 17:17 vor 1054 Tagen @ Weiner 3184 Views

Herrschaft ist nicht mehr nötig, wenn der Staat als Genossenschaft oder - extrem gesprochen - als GmbH gedacht wird, wo man sich unter gemeinsamen Regeln (Satzung) und mit gemeinsamen Zwecken und gemeinsamem Kapital und gemeinsamer Arbeitsleistung zusammenfindet - und gemeinsam gewinnen oder untergehen kann.

Lass dir von einem jahrzehntelang in derartigen wirtschaftlichen Subjekten in verantwortlicher Position Praktizierenden mitteilen, dass diese Behauptung bar jedes Realitätsbezugs ist.
Jede Satzung ist voller dieser fein ausformuliertere Regelungen und Rahmensetzungen. Deswegen, um auf ebendiese dort getroffenen verbindlichen Regelungen hinweisen zu können, muss ich die auch stets dabei bzw. abrufbar griffbereit haben.

Allein die tatsächliche praktische(!), zwingend vorhandene(!) Struktur dieser Organisationsformen deutet auf die größtmögliche Unkenntnis oder schlechthin totales Unverstehen des Schreibers bezüglich wirtschaftlicher Praxis hin.

Bleibt meinerseits einmal mehr die Feststellung, dass der Zeitgeist der Infantilisierung und Zersetzung Sachverstand, belastbares Wissen und praktisch erworbene Fähigkeiten spielerisch aus dem Rennen schlägt. Vielleichts reicht's ja doch, um unsere Zukunft erfolgreich zu gestalten?! Nur zu!
Dann definieren wir 'erfolgreiche Zukunft' eben einfach neu!

Wo und wann bitte gab es in der historischen Wirklichkeit jemals soziale Organisationsformen ohne ein hierarchisches Gefälle, einschließlich der damit einhergehenden Befähigung zur Ausübung organisierter Gewalt?

Und falls man dies, die Organisation der Gesellschaft ohne Implementierung eines Herrschaftsanspruchs, anstreben will:
wie soll das praktisch umgesetzt und langfristig funktionierend gestaltet werden?

Bitte nicht utopisch irgend etwas zutiefst wünschens- und hoffnungswertes zusammendichten, sondern eine konkret nachvollziehbare, praktisch (und aus dem jetzigen Ist-Zustand heraus) umsetzbare Handlungsanweisung darlegen, Danke.
(Und nicht wieder außer Acht lassen, dass das Setzung von Recht ein Derivat der Macht ist, und nicht umgekehrt! Gerade das wurde uns doch in den letzten drei Jahren ausdrücklichst [[zwinker]] vorexerziert.)
@Morpheus scheitert daran ja auch immer noch grandios, aber es darf ja jeder mal...

Ansonsten gilt, wie stets bei all diesen ideologisch basierten Heilslehren:

Vorwärts nimmer - abwärts immer!

Verbunden mit einer herzlichen und ehrlich gemeinten Entschuldigung für meinen bösen, wirklich bitterbösen Sarkasmus grüßt, außerhalb des sich auf den argumentativen Austausch beziehenden Sich-Fetzens,

freundlich MausS

--
„Wir Feinde des allgemeinen Wahlrechts hören nicht auf, uns über den Enthusiasmus zu wundern, den die Wahl einer Handvoll Unfähiger durch einen Haufen Inkompetenter weckt.“ Nicolas Gomez Davila

Da kann ich auch noch was zu beisteuern ....

NST @, Südthailand, Mittwoch, 12.04.2023, 04:01 vor 1054 Tagen @ MausS 3035 Views

Wo und wann bitte gab es in der historischen Wirklichkeit jemals soziale Organisationsformen ohne ein hierarchisches Gefälle, einschließlich der damit einhergehenden Befähigung zur Ausübung organisierter Gewalt?


Ansonsten gilt, wie stets bei all diesen ideologisch basierten Heilslehren:

Vorwärts nimmer - abwärts immer!

.... ein Blick auf den Buddhismus - der immerhin schon 2500 Jahre existiert.

Wie sieht es dort aus mit Hierarchien?

Bis auf Buddha selbst, ist dort alles bis in das allerkleinste Detail geregelt. Die Mönche haben 2xx Regel, die überwacht werden .... das ist der Unterschied zu den Laien.

Bei den Laien wird nichts überwacht ....

Tage u. Stunden zählen notfalls um die Hierarchiefolge festzulegen. Nur mal kurz erklärt: Das gespendete Essen wird immer der Hierarchie nach verteilt. Zuerst wird es dem Häuptling offeriert, dann kommen die Mönche entsprechend der zeitlichen Mönchsweihe an die Reihe, danach die praktizierenden Laien, diese werden auch nach Dauer ihrer Anwesenheit beurteilt, dann kommen die Laien die am aktuellen Tage mithelfen .... und dann kommen die Hunde ....

In der richtig praktizierten Tradition - ist ein neuer Mönch seinem Mönchsvater 5 Jahre verpflichtet, d.h. innerhalb dieses Zeitrahmen darf er das Kloster nicht verlassen, ohne seinen Mönchsvater zu verständigen, der entscheidet dann - der entscheidet über alles, innerhalb dieser 5 Jahre.

Im Christentum siehe Vatikan u. im Islam ebenso.

Ohne Hierarchien geht gar nichts - auf jeden Fall nichts was Hand und Fuss haben soll. Wer anderes behauptet, da gibt es dann genau 2 Möglichkeiten .... gemäss dem binären Denken.
Gruss

--
[image]
Jeder arbeitet im Ausmass seines Verstehens für sich selbst und im Ausmass seines Nicht-Verstehens für jene, die mehr verstehen!

Konkrete Fragen zu 1) hierarchiefreien Unternehmen und 2) Dienstleistern für bisher staatliche Aufgaben

Morpheus @, Mittwoch, 12.04.2023, 04:42 vor 1054 Tagen @ MausS 3012 Views

Hallo MausS

schön das es mal etwas konkreter wurde, so kann man auch darauf antworten. Es wäre sehr schön, wenn Du auch mal mit Deinen Worten erklären würdest, warum alles Vorgeschlagene nicht funktionieren soll, statt immer nur auf die Worte und Texte von Anderen zu verweisen. Es kann doch nicht so schwer sein, die wichtigen Stellen zu paraphrasieren.

Herrschaft ist nicht mehr nötig, wenn der Staat als Genossenschaft oder - extrem gesprochen - als GmbH gedacht wird, wo man sich unter gemeinsamen Regeln (Satzung) und mit gemeinsamen Zwecken und gemeinsamem Kapital und gemeinsamer Arbeitsleistung zusammenfindet - und gemeinsam gewinnen oder untergehen kann.

Das kann ich so nicht nachvollziehen, denn nicht der Staat wird eine GmbH, sondern staatliche Aufgaben werden von GmbHs oder Genossenschaften erledigt. Dabei spezialisieren sich selbige als Dienstleister auf bestimmte Aufgabengebiete.


Lass dir von einem jahrzehntelang in derartigen wirtschaftlichen Subjekten in verantwortlicher Position Praktizierenden mitteilen, dass diese Behauptung bar jedes Realitätsbezugs ist.
Jede Satzung ist voller dieser fein ausformuliertere Regelungen und Rahmensetzungen. Deswegen, um auf ebendiese dort getroffenen verbindlichen Regelungen hinweisen zu können, muss ich die auch stets dabei bzw. abrufbar griffbereit haben.

Warum soll es diese Regeln denn AUSSCHLIESSLICH im heutigen Staatswesen geben? Das ist doch nur die Behauptung, dass freie Menschen zu dumm oder anderweitig nicht in der Lage sind ihre Zusammenarbeit zu organisieren. Warum sollen das nur Herrscher können, vor allen Dingen, wenn wir alle unsere heutigen Herrscher vor Augen haben. Ich denke so unterdurchschnittlich wie dieser Personenkreis heute besetzt ist, kann es nur besser werden.


Allein die tatsächliche praktische(!), zwingend vorhandene(!) Struktur dieser Organisationsformen deutet auf die größtmögliche Unkenntnis oder schlechthin totales Unverstehen des Schreibers bezüglich wirtschaftlicher Praxis hin.

Warum soll eine Struktur nur auf Befehlen und Hierarchien beruhen können? Natürlich muss es Strukturen geben, das ist völlig klar und wird wohl auch von niemandem bestritten.


Bleibt meinerseits einmal mehr die Feststellung, dass der Zeitgeist der Infantilisierung und Zersetzung Sachverstand, belastbares Wissen und praktisch erworbene Fähigkeiten spielerisch aus dem Rennen schlägt. Vielleichts reicht's ja doch, um unsere Zukunft erfolgreich zu gestalten?! Nur zu!

Warum immer dieser moralischen Abqualifizierung anstatt konkrete Kritik an einzelnen Sachthemen zu formulieren, über die man gerne streiten kann? Und ich behaupte, dass ich auch einiges an praktischen Erfahrung sammeln durfte. Sowohl beim Aufbau meines eigenen Unternehmens, als auch bei anderthalb Jahrzehnten in denen ich für eine Steuerverwaltung tätig war sowie bei ca. 20 Jahren als Dienstleister für Sparkassen und Banken. Zusätzlich noch mit einem Unternehmen im Ausland, was völlig neue Perspektiven eröffnet. Es wäre einfacher, wenn Du Deine Erfahrungen konkret einbringen würdest, statt immer nur so allgemein zu bleiben. Dann würde ich wieder mal versuchen konkret auf Deine Praxiserfahrungen einzugehen.

Dann definieren wir 'erfolgreiche Zukunft' eben einfach neu!

Wo und wann bitte gab es in der historischen Wirklichkeit jemals soziale Organisationsformen ohne ein hierarchisches Gefälle, einschließlich der damit einhergehenden Befähigung zur Ausübung organisierter Gewalt?

Einer meiner ehemaligen Mitarbeiter hat ein Unternehmen gegründet, das gänzlich ohne Hierarchien arbeitet nach dem Prinzip einer holokratischen Organisation. Er ist hoch zufrieden mit den Ergebnissen und meint die Effizienz und die Motivation der Mitarbeiter ist deutlich gestiegen. Er muss sich mit seinem Unternehmen am Markt beweisen und es funktioniert. Sie finden deutlich leichter neue und besonders gut qualifizierte Mitarbeiter. Was ein Gegenbeweis zu Deiner ersten These ist. Organisierte Gewalt, wie sie von Staaten routinemäßig ausgeübt wird, sollte zukünftig natürlich nur in Ausnahmefällen nötig sein. Das Aufstellen eines Windrades ist nämlich z.B. ein solcher Gewalt- und Willkür-Akt, der die umliegenden Grundstücke deutlich entwertet und die Lebensqualität der Anwohner deutlich absenkt, was natürlich nur in den wenigsten Fällen kompensiert wird.


Und falls man dies, die Organisation der Gesellschaft ohne Implementierung eines Herrschaftsanspruchs, anstreben will:
wie soll das praktisch umgesetzt und langfristig funktionierend gestaltet werden?

Natürlich mit Dienstleistungsunternehmen, die die staatlichen Aufgaben zeitlich begrenzt oder mit Kündigungsrecht übertragen bekommen. Z.B. ein Sicherheitsunternehmen pro Kommune, dass die Polizei-Aufgaben wahrnimmt. Damit es effizient wird, arbeiten diese Unternehmen im Rahmen von 2 bis 4 kontinentalen Franchise-Ketten, um so eine gemeinsame IT und sonstige Infrastruktur zu schaffen und auch in Extrem-Situationen einen überregionalen Beistand innerhalb der Gruppe organisieren zu können. Es gibt heute bereits Sicherheitsunternehmen, die Teile dieser Aufgaben wahrnehmen. Nicht alle Aufgaben, weil der Staat das nicht zulässt, um sein Monopol nicht zu verlieren. Anders als beim Staat werden aber konkrete Leistungen verabredet, die einzuhalten sind. Das Unternehmen kann nicht mal einfach die Polizei-Dichte radikal verringern, wie das in Deutschland inzwischen gang und gäbe ist, weil für Sicherheit kein Geld mehr da ist.
Gerichtsbarkeit kann genauso über normale Dienstleistungsunternehmen organisiert werden. Wenn ein Gerichtsurteil auf der höheren Ebene aufgehoben wird, muss dieses Unternehmen die Kosten für das fehlerhafte Verfahren erstatten, bzw. das erneute Verfahren ohne erneute Bezahlung zu Ende bringen. Nur mal zwei Beispiele "aus der Hüfte".

Das geht doch z.B. im Bankwesen auch heute schon. Wie kommt man nur auf die Idee, dass nur der Staat so etwas kann? Es sind doch ganz normale Bürger, ohne spezielle "Beamten-Gene", die die öffentlichen Aufgaben wahrnehmen. Warum sollen dieselben Menschen vergleichbare Aufgaben mit anderen Chefs in anderen Organisationsformen nicht genauso oder besser ausführen können? Begründe das bitte einmal ganz konkret? Auftraggeber und direkter Zahler ist der Souverän, wie heute der/die Herrscher, zukünftig die Bevölkerung der Kommune.


Bitte nicht utopisch irgend etwas zutiefst wünschens- und hoffnungswertes zusammendichten, sondern eine konkret nachvollziehbare, praktisch (und aus dem jetzigen Ist-Zustand heraus) umsetzbare Handlungsanweisung darlegen, Danke.

Ich habe in meinem überarbeiteten Buch sogar dargelegt, wie wir die Steuerzahlung im bisherigen Steuer-System in ein bis zwei Jahren dezentralisieren können. Ist hier aber zu komplex.

(Und nicht wieder außer Acht lassen, dass das Setzung von Recht ein Derivat der Macht ist, und nicht umgekehrt! Gerade das wurde uns doch in den letzten drei Jahren ausdrücklichst [[zwinker]] vorexerziert.)

Ja, heute und in der Vergangenheit war das so. Aber das muss nicht so bleiben. Siehe das holokratische Unternehmen von oben. Es gibt auch heute noch hierarchische Unternehmen, aber die funktionieren in der Praxis oft ganz besonders schlecht. Insbesondere wenn es um moderne Arbeitsanforderungen geht. Und sie finden sehr schlecht qualifizierte Mitarbeiter, was die Arbeitsqualität noch einmal absenkt. Selbst beim Militär ist man dazu übergegangen, den kleinen Einheiten vor Ort weitgehende Freiheiten bei der Erfüllung ihrer taktischen und strategischen Ziele zu lassen, weil man erkannt hat, dass statische Befehle im Kampf zu überproportional vielen Niederlagen führen.

@Morpheus scheitert daran ja auch immer noch grandios, aber es darf ja jeder mal...

An welchen Aufgaben scheitere ich bitte ganz konkret? Ich habe dir verschiedene Male konkret geantwortet, aber es kam niemals eine Erwiderung in der Sache, stets blieb es bei der persönlichen Herabwürdigung und auf meine beharrlich Aufarbeitung der i.d.R. wenigen inhaltlichen Argumente kam bei zweiten Mal gar nichts mehr.


Ansonsten gilt, wie stets bei all diesen ideologisch basierten Heilslehren:

Vorwärts nimmer - abwärts immer!

Verbunden mit einer herzlichen und ehrlich gemeinten Entschuldigung für meinen bösen, wirklich bitterbösen Sarkasmus grüßt, außerhalb des sich auf den argumentativen Austausch beziehenden Sich-Fetzens,

Ich versuche es mal wieder und hoffe immer noch auf konkrete Antworten. Gerne auch zu meine zurückliegenden Erwiderungen, die Du hier oder hier ignoriert hast. Wobei ich inzwischen vermute, dass Du keine Erwiderungen oder keine Argumente hast. Ich würde mich aber über einen Gegenbeweis zu dieser These freuen.

Viele Grüße
Morpheus

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Leute, ohne "Herrschaft" (von Spielregeln & Rechtsicherheit) geht gar nichts ..! [edit]

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 11.04.2023, 18:21 vor 1054 Tagen @ Weiner 3056 Views

bearbeitet von Beo2, Dienstag, 11.04.2023, 19:18

Herrschaft ist nicht mehr nötig, wenn der Staat als Genossenschaft oder - extrem gesprochen - als GmbH gedacht wird, wo man sich unter gemeinsamen Regeln (Satzung) und mit gemeinsamen Zwecken und gemeinsamem Kapital und gemeinsamer Arbeitsleistung zusammenfindet - und gemeinsam gewinnen oder untergehen kann.

Auch eine quasi Genossenschaft oder eine quasi GmbH benötigen eine Satzung (Gesetz), die verhandelt werden muss und an die sich alle Teilnehmenden, unter Androhung von Sanktionen (= Herrschaft, Rechtsicherheit), halten müssen und auch wollen.

Übrigens, in der Natur herrschen die Naturgesetze, die Gene, die Instinkte, das Fress-, das Fortpflanzungsrecht und der Territorialbesitz des Stärkeren u.a.m.. Also: Herrschaftsfreien Raum gibt es nirgendwo. Hört deshalb auf, von einer "Gesellschaft ohne Herrschaft" zu schwafeln.

Deshalb ist es so wichtig zu bestimmen, WER das Sagen im Lande hat und Gericht halten darf. Ich bin für eine Basisdemokratie = Herrschaft der Schwarmintelligenz aller geschäftsfähigen Menschen bzw. Bürger. Dafür werden keine politischen Parteien benötigt.

Mit Gruß, Beo2

Hab's mir schon gedacht

Bergamr @, Dienstag, 11.04.2023, 19:29 vor 1054 Tagen @ Weiner 3135 Views

Hallo Weiner,

>>Herrschaft ist nicht mehr nötig, wenn der Staat als Genossenschaft oder - extrem gesprochen - als GmbH gedacht wird, wo man sich unter gemeinsamen Regeln (Satzung) und mit gemeinsamen Zwecken und gemeinsamem Kapital und gemeinsamer Arbeitsleistung zusammenfindet - und gemeinsam gewinnen oder untergehen kann.<<

echt jetzt, als ich jung war, war für mich auch die CNT-FAI in Katalonien das Maß der Dinge.

Noch soviel Utopie übrig?

Gruß
Bergamr

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Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Demokratie war eine Verbesserung und ein notwendiger Schritt

Morpheus @, Dienstag, 11.04.2023, 14:23 vor 1054 Tagen @ neptun 3140 Views

Hallo Neptun,

sehr guter Einwurf.

(fett von mir:)

Alles das ist rein rechtlich möglich - und sollte natürlich auch auf einem möglichst 'rechtsstaatlichen' Wege umgesetzt werden (der Kampf folgt eigenen Regeln ...). Wenn der Rechtsstaat in Gefahr ist, sollte man ihn bewahren.*) Das Einzige, was dafür nötig ist: die Schlafschafe müssen aufwachen und beginnen, als Souveräne in Gemeinschaft zu handeln.

ich hatte Dich bisher nicht als Träumer verortet, aber man lernt ja immer wieder dazu. [[zwinker]]

Im Ernst:
Man hätte die "Demokratie" nicht erfunden, wenn sie nicht die erfolgreichste Form der Diktatur wäre, und wenn auch nur im geringsten die Chance bestünde, daß "das Volk" mitbestimmen könnte.

Die Demokratie war durchaus eine erhebliche Verbesserung gegenüber der davor verbreiteten Herrschaft des Adels, die sich, wie alle Herrschaftsformen, über mehrere Genertionen abgenutzt hatte und teilweise genauso dumm und dekadent war, wie die heutige Herrschaft der Demokraten.
Demokratie brachte die Menschheit der Freiheit ein gutes Stück näher. Und die ersten herrschenden Demokraten kamen aus dem Volk und mussten gegen den Widerstand der vorherigen Herrscher im Konsens mit dem Volk die Herrschaft der Demokratie erst einmal etablieren.
In dieser Phase herrsche Freiheit, wie meine Definition von Freiheit (siehe Beitrag unten) sie definiert.

Die Menschheit schließt mit dieser Form der Gewaltherrschaft ihre kindliche Entwicklungsphase ab und tritt in das selbstbestimmte Leben eines Erwachsenen ein. Für Kinder ist die Führung aber notwendig, weil sie sonst die nötige Reife nie erreichen würden. Genauso war es mit der Gewaltherrschaft für die Menschheit.

Grüße
Morpheus

--
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Parteienkratie ist keine echte Demokratie (Bürgerherrschaft) - sie war immer korrupt ..

Beo2 @, NRW Witten, Dienstag, 11.04.2023, 16:26 vor 1054 Tagen @ Morpheus 3160 Views

bearbeitet von Beo2, Dienstag, 11.04.2023, 16:41

Deutschland hat noch nie eine echte Demo'kratie gesehen. In der Schweiz sieht es etwas besser aus; wennauch noch lange nicht ideal.
Parteien'kratie war immer nur"profitable Bonzen- & Mitgliederwirtschaft", Staat als Selbstbedienungsladen, Postengeschacher im Staatsdienst, Machtkonzentration, und korrupter Klientismus (gegenüber zahlungskräftigen Sponsoren).

Beo2

Irrtum! Verbesserung - ja, aber für WEN?

neptun, Mittwoch, 12.04.2023, 04:09 vor 1054 Tagen @ Morpheus 3002 Views

Hallo Morpheus,

Die Demokratie war durchaus eine erhebliche Verbesserung gegenüber der davor verbreiteten Herrschaft des Adels, die sich, wie alle Herrschaftsformen, über mehrere Genertionen abgenutzt hatte und teilweise genauso dumm und dekadent war, wie die heutige Herrschaft der Demokraten.

man braucht Deinen Satz nur ein wenig umzuformulieren, damit er es trifft:

"Die Demokratie war eine erhebliche Verbesserung für die seit einigen Jahrhunderten verbreitete Herrschaft des Geld-Adels, die sich auf diese Weise, anders als alle anderen Herrschaftsformen, durch größere Flexibilität nicht mehr so leicht über mehrere Genertionen abnutzen und so dumm und dekadent werden kann."

Demokratie brachte die Menschheit der Freiheit ein gutes Stück näher.

Dieser Irrglaube ist einer der hinterhältigsten Wirkmechanismen der "neuen" Erfindung Demokratie. Ein Köder, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Und die ersten herrschenden Demokraten kamen aus dem Volk [ ... ]

Woher willst Du das wissen? Ich halte das für (D)einen Wunschtraum.

Und die ersten herrschenden Demokraten kamen aus dem Volk und mussten gegen den Widerstand der vorherigen Herrscher im Konsens mit dem Volk die Herrschaft der Demokratie erst einmal etablieren.

Ist es nicht ein herrlich gelungenes Schauspiel, das Spiel mit der Demokratie? "And the winner is ..."

In dieser Phase herrsche Freiheit, wie meine Definition von Freiheit (siehe Beitrag unten) sie definiert.

Nichts als Schein, Lug und Trug, vom "Erfinder" nicht nur einkalkuliert, sondern durchaus beabsichtigt.

Die Menschheit schließt mit dieser Form der Gewaltherrschaft ihre kindliche Entwicklungsphase ab und tritt in das selbstbestimmte Leben eines Erwachsenen ein. Für Kinder ist die Führung aber notwendig, weil sie sonst die nötige Reife nie erreichen würden. Genauso war es mit der Gewaltherrschaft für die Menschheit.

Weshalb redest Du über Gewaltherrschaft in der Vergangenheit? Hast Du noch gar nichts vom Ukraine-Krieg mitbekommen? [[zwinker]]

Zum besseren Verständnis meiner Gedankengänge weise ich auch Dich gezielt auf meine Antwort an @Weiner hin (ist nicht allzu lang).

LG neptun

--
Immer daran denken: Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat Mörderparteien gewählt!

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Also ich verteidige keinesfalls die heutige Demokratie, sondern die Demokratie, die direkt nach der Ablösung des Adels gelebt und praktiziert wurde.

Morpheus @, Mittwoch, 12.04.2023, 05:07 vor 1054 Tagen @ neptun 2985 Views

Hallo Neptun,

danke für Deine Antwort. Vielleicht sind wir gar nicht so weit auseinander.

Die Demokratie war durchaus eine erhebliche Verbesserung gegenüber der davor verbreiteten Herrschaft des Adels, die sich, wie alle Herrschaftsformen, über mehrere Genertionen abgenutzt hatte und teilweise genauso dumm und dekadent war, wie die heutige Herrschaft der Demokraten.


man braucht Deinen Satz nur ein wenig umzuformulieren, damit er es trifft:

"Die Demokratie war eine erhebliche Verbesserung für die seit einigen Jahrhunderten verbreitete Herrschaft des Geld-Adels, die sich auf diese Weise, anders als alle anderen Herrschaftsformen, durch größere Flexibilität nicht mehr so leicht über mehrere Genertionen abnutzen und so dumm und dekadent werden kann."

Demokratie brachte die Menschheit der Freiheit ein gutes Stück näher.

Damals. Jede Herrschaftsform verkommt immer und muss gegen Ende die Freiheit immer bis auf Null einschränken. Weil Herrscher merken, das ihre Legitimität und ihre finanziellen Möglichkeiten schwinden. Damals, beim Übergang vom Adel auf die Demokratie, traf das auf die Adligen zu, was heute auf die Demokraten zutrifft.

Herrschaftsformen durchlaufen alle einen sehr gleichartigen, vierstufigen Entwicklungsprozess, wobei die letzte Stufe der Zerfall ist.


Dieser Irrglaube ist einer der hinterhältigsten Wirkmechanismen der "neuen" Erfindung Demokratie. Ein Köder, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Es war eine begründete und am Anfang auch berechtigte Hoffnung, die erfüllt wurde, aber bei keiner Herrschaftsform auf Dauer erhalten werden kann. Herrschaft muss immer degenerieren.

Und die ersten herrschenden Demokraten kamen aus dem Volk [ ... ]


Woher willst Du das wissen? Ich halte das für (D)einen Wunschtraum.

Also ich glaube nicht, dass die ersten Abgeordneten überwiegen Adelige waren, weil sie die Demokratie ablehnten, also mussten die ersten Abgeordneten wohl aus dem Volk kommen. Das tun sie heute formal auch noch, nur heute aus eine sehr speziellen Filter-Blase, so dass Volk schon nicht mehr richtig ist.

Und die ersten herrschenden Demokraten kamen aus dem Volk und mussten gegen den Widerstand der vorherigen Herrscher im Konsens mit dem Volk die Herrschaft der Demokratie erst einmal etablieren.


Ist es nicht ein herrlich gelungenes Schauspiel, das Spiel mit der Demokratie? "And the winner is ..."

Habe oft zu wenig Zeit, um das Gelbe systematisch zu verfolgen. Ich behaupte, dieser Konflikt und die Pandemie waren und sind Teile des Plans mit dem die Herrschendem dem Volk selbst erklären, warum das Prinzip von Herrschaft eine ganz schlechte Sache ist, die den Völkern enormen Schaden zufügt. Weil niemand kann den Menschen das besser erklären und vorführen, als die Mächtigen selbst.
Selenski führt sein Volk im Auftrag und finanziert von den US-Eliten in den Selbstmord, eigentlich unvorstellbar.

In dieser Phase herrsche Freiheit, wie meine Definition von Freiheit (siehe Beitrag unten) sie definiert.


Nichts als Schein, Lug und Trug, vom "Erfinder" nicht nur einkalkuliert, sondern durchaus beabsichtigt.

Was ist Schein, was ist Lug und Trug. Du hast Dir etwas gedacht, es aber nicht hingeschrieben, so dass ich es zumindest nicht verstehen kann. Lass mich bitte teilhaben.

Die Menschheit schließt mit dieser Form der Gewaltherrschaft ihre kindliche Entwicklungsphase ab und tritt in das selbstbestimmte Leben eines Erwachsenen ein. Für Kinder ist die Führung aber notwendig, weil sie sonst die nötige Reife nie erreichen würden. Genauso war es mit der Gewaltherrschaft für die Menschheit.


Weshalb redest Du über Gewaltherrschaft in der Vergangenheit? Hast Du noch gar nichts vom Ukraine-Krieg mitbekommen? [[zwinker]]

Nein ich rede von einer Entwicklungsphase und diese beruhte auf einer Gewaltherrschaft. Und behaupte, dass die Entwicklungsphase "Kindheit", in der die Menschheit auf Beherrschung angewiesen war, irgendwann einmal zu Ende gehen wird und dass dieser Punkt jetzt erreicht ist.


Zum besseren Verständnis meiner Gedankengänge weise ich auch Dich gezielt auf meine Antwort an @Weiner hin (ist nicht allzu lang).

Gut gehe ich gerne separat drauf ein.

Viele Grüße
Moprheus

--
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Ich muß leider vorläufig aussteigen und versuche nur einige Fragen zu beantworten.

neptun, Donnerstag, 13.04.2023, 04:49 vor 1053 Tagen @ Morpheus 2939 Views

bearbeitet von neptun, Donnerstag, 13.04.2023, 04:57

Hallo Morpheus,

Hallo Neptun,

Du darfst mich gern auch vorne mit einem kleinen "n" schreiben. [[zwinker]]

danke für Deine Antwort. Vielleicht sind wir gar nicht so weit auseinander.

Das halte ich auch für möglich.

Demokratie brachte die Menschheit der Freiheit ein gutes Stück näher.

Damals.

Hier hast Du mich möglicherweise (noch) nicht richtig verstanden: So wie ich es sehe, ist Demokratie der geschickteste und erfolgreichste Weg, die Unfreiheit zu zementieren. U.a. damit, daß es keine Revolutionen mehr gibt. Die gesamten Prozesse der Unzufriedenheit werden gesteuert (Gewerkschaften und dergl.) und damit kontrolliert. Das war so vorher nicht möglich.

Ist es für Dich denkbar, daß Du die Demokratie in ihrer teuflischen Perfektion bei weitem unterschätzt?

Herrschaftsformen durchlaufen alle einen sehr gleichartigen, vierstufigen Entwicklungsprozess, wobei die letzte Stufe der Zerfall ist.

Ich weiß nicht, ob ich das teilen kann. Falls es aber richtig ist, dann haben es diese reichen Familien, von denen ich spreche, schon vor Jahrhunderten nicht nur bestens verstanden, sondern auch versucht, diese gesetzmäßige Entwicklung zu umgehen. Demokratie ist bis heute die erfolgreiche Lösung.

[ ... ] Herrschaft muss immer degenerieren.

Die "demokratische" auch? Zwingend? Wäre schön, ich aber kann das noch nicht erkennen, im Gegenteil.

Also ich glaube nicht, dass die ersten Abgeordneten überwiegen Adelige waren, weil sie die Demokratie ablehnten, also mussten die ersten Abgeordneten wohl aus dem Volk kommen. Das tun sie heute formal auch noch, nur heute aus eine sehr speziellen Filter-Blase, so dass Volk schon nicht mehr richtig ist.

Meines Erachtens spielt es keine Rolle, woher die (auch die ersten) Abgeordneten kommen/kamen, weil von vornherein geplant war, diese wie Marionetten zu lenken. Hat funktioniert und funktioniert immer noch, leider. Sogar besser denn je.

Habe oft zu wenig Zeit, um das Gelbe systematisch zu verfolgen.

Da geht's mir fast noch "schlechter" als Dir. [[zwinker]]
Allerdings tut es mir oft auch sehr gut, wenn ich mehrere Tage nicht dazu komme und von "dem Lärm da draußen" verschont bleibe. :-)

Ich behaupte, dieser Konflikt und die Pandemie waren und sind Teile des Plans mit dem die Herrschendem dem Volk selbst erklären, warum das Prinzip von Herrschaft eine ganz schlechte Sache ist, die den Völkern enormen Schaden zufügt.

Diese Behauptung ist meines Erachtens schon deshalb nicht haltbar, weil der zugefügte Schaden für diese Familien nur insofern interessant ist, als daß sie sich fragen, welchen Gewinn sie aus diesem Schaden ziehen können, auch dauerhaft. Hauptsache, "die Völker" überleben.

Skrupel haben die absolut nicht.

Deshalb glaube ich auch nicht an den Plan der Reduzierung der Menschheit in großem Stil, das wäre sehr geschäftsschädigend. Wenn es Kräfte gibt, die solches planen, haben sie natürliche und extrem mächtige Feinde in diesen Familien.

In dieser Phase herrsche Freiheit, wie meine Definition von Freiheit (siehe Beitrag unten) sie definiert.

Nichts als Schein, Lug und Trug, vom "Erfinder" nicht nur einkalkuliert, sondern durchaus beabsichtigt.

Was ist Schein, was ist Lug und Trug. Du hast Dir etwas gedacht, es aber nicht hingeschrieben, so dass ich es zumindest nicht verstehen kann. Lass mich bitte teilhaben.

Vielleicht habe ich Dich an dieser Stelle ja falsch verstanden, aber ich meinte hier das, was ich schon oben erwähnt habe, daß das Versprechen der bzw. die Aussicht auf Freiheit in der Demokratie der Trick ist, mit dem sie zum Erfolg geführt hat, bis heute.

Nein ich rede von einer Entwicklungsphase und diese beruhte auf einer Gewaltherrschaft. Und behaupte, dass die Entwicklungsphase "Kindheit", in der die Menschheit auf Beherrschung angewiesen war, irgendwann einmal zu Ende gehen wird und dass dieser Punkt jetzt erreicht ist.

Diesen Teil Deiner Theorie kann ich nicht teilen.
Vielmehr hat in meinen Augen die Gewaltherrschaft mit der Erfindung der Demokratie eine zuvor nie erreichte Perfektion erfahren, u.a. auch wegen ihrer schwierigen Benenn- und Nachweisbarkeit als solche.

Zum besseren Verständnis meiner Gedankengänge weise ich auch Dich gezielt auf meine Antwort an @Weiner hin (ist nicht allzu lang).

Gut gehe ich gerne separat drauf ein.

Ich zitiere jetzt aus dieser Deiner anderen Antwort:

Ja, zugegeben. Und es geht darum die Phase der Demokratie zu verlassen.

Ich bin versucht, zu bestätigen, bezweifle aber, daß die D. eine "Phase" ist.

NUR ist Herrschaft so angelegt, dass sie immer kollabieren muss. Und das können auch die Rothschilds nicht verhindern. Das ist ein Gesetz, wie ein physikalisches Gesetz.

Was gibt Dir die Sicherheit, daß sie mit der neuen Erfindung dieses Gesetz nicht erfolgreich unterlaufen? Bisher hat es leider geklappt, seit Jahrhunderten! :-(

[ ... ] Dieser Krieg schafft nämlich wie alle Kriege der letzten Jahrhunderte im Grunde genommen nur zwei wesentliche Fakten:
Leichenberge auf der einen Seite
und
weitere Vermehrung des Reichtums dieser Familien auf der anderen Seite

Ja, aber gerade weil das so ist, warum sollten wir und die anderen Menschen uns das dauerhaft gefallen lassen. Es gilt doch wohl eine Strategie zu entwickeln, diesen Zustand zu beenden.

Das teile ich.
Wie an anderer Stelle von mir geschrieben, bin ich nicht für Verbesserungsvorschläge oder gar deren Umsetzung begabt, sondern eher für die schonungslose Klarheit bei der Benennung des Ist-Zustandes.

Ohne diese Klarheit dürfte jeder Verbesserungsversuch zum Scheitern verurteilt sein, denn gegen Trugbilder kann man letztlich nur Trugverbesserungen umsetzen.

Ob ich heute noch zu einer Antwort auf @Morpheus' (in meinen Augen auf ganz bestimmte und gefährliche Weise illusorischen) Einwand komme, ist fraglich - aber mal sehen.

Der Link funzt nicht, aber ich meine ich habe eine Antwort gegeben, die aber eine Reihe von Rückfragen enthält.

Ja, der Link, ich hatte wohl gemerkt, daß da irgendwas nicht ganz richtig war, es aber dann doch nicht mehr überprüft, pardon. Gemeint war Dein Beitrag "Demokratie war eine Verbesserung und ein notwendiger Schritt", auf dessen Beantwortung Du ja hier nun geantwortet hast, und ich jetzt auch wieder. :-)

Wie im Betreff erwähnt, muß ich leider vorläufig aussteigen, weil ich aus bestimmten Gründen eine Zeit lang hier nicht aktiv sein kann. Zwar nicht für Monate, aber doch für einige Wochen.

Bis hierher habe ich weit mehr Fragen zu beantworten versucht als ursprünglich beabsichtigt, und leider auch selbst wieder Fragen gestellt, auf deren mögliche Beantwortung Deinerseits ich leider nicht so bald werde reagieren können.

Danke für das anregende Gespräch bis hierher. :-)

LG neptun

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Immer daran denken: Die große Mehrheit der deutschen Bevölkerung hat Mörderparteien gewählt!

"Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf
kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein." (Jiddu Krishnamurti)

Ganz gute Zusammenfassung, aber einen Widerspruch muss ich einlegen ...

Der gestiefelte Kater, Dienstag, 11.04.2023, 16:05 vor 1054 Tagen @ Weiner 3105 Views

Vor allem aber musst Du für Deine Idee werben und Mehrheiten formieren können, am Ende eine überzeugend qualitative oder wenigstens quantitative Mehrheit insgesamt finden (hoffend, dass alle sich daran halten): Politik ist Handeln in einer Gemeinschaft und für die Gemeinschaft.

Diese Vorstellung, eine Mehrheit finden zu müssen, ist gerade DAS Machtinstrument der Neuzeit. Es kann aus prinzipiellen Gründen nicht funktionieren, weil Demokratie ab einer Gruppengröße von 300 Leuten per se nicht mehr fair und gerecht dauerhaft funktionieren kann, siehe Scott Peck zu Gemeinschaftsbildung. Das ist der Grund, warum Mehrheiten als Machtinstrument missbraucht werden können, weil es durch diese Vorstellung zu einer scheinbaren Legitimierung durch die Mehrheit kommt. Eine Mehrheit kann jedoch niemals legitim über eine Minderheit herrschen. Das widerspricht den guten Sitten und einer natürlichen Moralauffassung.

Bundesländer können aus der Bundesrepublik austreten. Die Bundesrepublik kann aus der EU austreten. Eventuell könnten sogar Kommunen aus einem Bundesland austreten (das ist dann der Fall einer SEZESSION, zu dem es sehr viele Beobachtungen, Überlegungen und Konzepte gibt). Und natürlich kann auch der einzelne Bürger den Staat wechseln (es gibt ja einige Auswahl ...). Du kannst natürlich auch eine Revolution starten - aber immer und immer brauchst Du Mit-Bürger, die mitmachen und Dir folgen. Oder Du kannst Dich einer bestehenden Gruppe anschließen, die Deine eigenen Ziele am besten zu verfolgen scheint. Gegebenenfalls kommt es zwischen diversen Gruppen zu einem Kampf ...

Alles das ist rein rechtlich möglich - und sollte natürlich auch auf einem möglichst 'rechtsstaatlichen' Wege umgesetzt werden (der Kampf folgt eigenen Regeln ...). Wenn der Rechtsstaat in Gefahr ist, sollte man ihn bewahren.*) Das Einzige, was dafür nötig ist: die Schlafschafe müssen aufwachen und beginnen, als Souveräne in Gemeinschaft zu handeln.

Die Mehrheit "wacht" nicht auf, zumindest ist das in den letzten Jahrtausenden noch nie geschehen, auch nicht 1789, nicht 1989, nirgendwo irgendwo <img src=" />. Von diesem Schein sollte man sich nicht trügen lassen. Gewisse Minderheiten führen bspw. auch hier in der BRD bereits seit Jahren eine Sezession unter voller Einhaltung des internationalen Völkerrechts und sogar unter Einhaltung der BRD-Gesetze. Deren Erfolge sind leicht ablesbar, denn die Mehrheit wird das nie tangieren. Die Mehrheit wird sich solchen Bewegungen niemals anschließen, außer ... tja außer es kommt eine "Gemeinwohllobby" daher und wird plötzlich von den 12 Medienhäusern beachtet, dem Schäfer, und hinten bellen die Hunde der Hyperinflation und des Elends, dann trotten sie in die neue, "revolutionäre" Mehrheitsrichtung.

Du siehst, von "Mehrheiten" halte ich rein gar nichts. Und auch nichts davon, dass sich Mehrheiten oder auch Minderheiten über andere Minderheiten oder Mehrheiten (meist gewaltsam) hinwegsetzen. All das ist per se moralisch verwerflich. Das heißt natürlich nicht, dass Demokratie völlig ausgedient hat, das habe ich damit nicht gesagt. Sie wird weiter gewisse Zwecke erfüllen, moralische und unmoralische. Sie ist ein Werkzeug.

Deine Andeutungen und der 'rechtsstaatliche' Weg

Bergamr @, Dienstag, 11.04.2023, 19:14 vor 1054 Tagen @ Weiner 3114 Views

Hallo Weiner,

meinst Du nicht, daß Du langsam eine ehrliche, konkrete Antwort schuldig bist?

@Dieter hat die bestehenden Möglichkeiten aufgelistet, inklusive der Möglichkeit, 'rechtsstaatlich' vorzugehen. Deine Antwort besteht aus der Aufzählung dieser Möglichkeiten inklusive dem 'rechtsstaatlichen' Weg. Und nu?

@Morpheus kommt aus der traumtänzerischen Ecke. Dem haust Du die Widrigkeiten seines Unterfangens um die Ohren. Und nu?

@MausS sagt Dir was zu Deiner eigenen Traumtänzerei in Bezug auf die länderverfassungsrechtlich angelegten Möglichkeiten, welches Dir nur eine Erwiderung betreffs 'Emotionalität' entlockt.

@Ich hab Dich schon vor einer Weile gefragt, konkret zu werden.

Wat is'n nu?

@Dieter hat das schon richtig formuliert, daß aus dem Gegenwärtigen mit den gegenwärtigen Mitteln nichts resultieren kann. Du aber behauptest, daß das doch geht. Nu beweis doch mal! Wäre gespannt ...

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Ganz einfaches Beispiel / Sammelantwort / Einzelanworten

Weiner, Donnerstag, 13.04.2023, 10:05 vor 1053 Tagen @ Bergamr 3353 Views

Hallo Bergamr -

ich gehe unten auf die eher theoretischen Aspekte ein, gebe aber hier vorab ein einfaches Besipiel für direkte Demokratie und Rechtsstaatlichkeit und Problemlösung.

Bekanntlich bereitet die so genannte Zeitumstellung alljährlich vielen Menschen Probleme, und das nicht nur subjektiv, sondern es zeigen sich statistisch klare Häufungen von Krankenstand, Unfällen und sogar Todesfällen. Deswegen wird das seit langem politisch diskutiert, die wichtigsten Pros und Contras kann man im Wikipedia-Artikel nachlesen. Die aktuelle Situation ist die, dass die EU, die die erste Zuständigkeit hätte, den Schwarzen Peter ausnahmsweise! den Einzelstaaten zugeschoben hat, d.h. die dürfen jetzt entscheiden, wie sie's handhaben wollen. In Deutschland wechselt die Meinung innerhalb der politischen Parteien und innerhalb der Zeit, mal sind sie für eine Abschaffung der Zeitumstellung, mal sind sie dafür. In Umfragen will eine Mehrheit der Bevölkerung eine Abschaffung der Umstellung, aber es zeichnet sich keine klare Mehrheit ab für die beiden Optionen: Sommerzeit oder Winterzeit beibehalten. In der Medizin tendiert der Sachverstand eher in Richtung wie's früher war (also ohne Sommerzeit). Das Thema wird aktuell nicht diskutiert, d.h. auf die lange Bank geschoben - denn man hat ja wichtigere Dinge zu tun (Kriegführen, Klimaretten etc.).

In Deutschland hat der Bund die Hoheit für Maße, Gewichte, Zeitrechung, physikalische Konstanten usw. - aber wenn der Bund seiner Steuerungspflicht nicht nachkommt, haben die Länder legitim das Recht, diese Aufgabe an sich zu ziehen. Nun werden die Landesparlamente sich aber genausowenig mit diesem Thema beschäftigen wollen und haben ihre eigenen Ausreden (Flüchtlingskrise, Windräder, Wahlkampf usw.).

Ich frage mich nun: warum nutzt man nicht den Weg einer Volksinitiative, um hier Klarheit herzustellen. Die Fragestellung ist einfach und kommt fast einer Abstimmung gleich (während Entwürfe für Volksgesetze sehr viel mehr Sachverstand erfordern würden). Erste Frage lautet dann: Bist Du für oder gegen die Zeitumstellung? Zweite Frage, wenn Du dagegen bist: willst Du lieber Sommerzeit oder Winterzeit? Für den Antrag muss man je nach Bundesland eine fünfstellig Anzahl von unterstützenden Unterschriften sammeln, dann geht es zur Landesregierung oder zum Landesparlament. Wird dort nichts gemacht, kommt es zur amtlichen Abstimmung. Wenn eine solche Initiative gleichzeitig in allen Bundesländern durchgeführt wird, kommt eine bundeseinheitliche Wirkung zustande, die dann entweder über den Bundesrat oder - freundlicherweise - über das Bundesparlament in ein Bundesgesetz gegossen werden kann.

Und nun frage ich erneut: warum nutzt man nicht diesen so einfachen und banalen Weg, um die Frage nach der Zeitumstellung zu lösen? Natürlich kenne ich die Antwort: es hat niemand Interesse daran. Es ist wichtiger, mit dem Hund spazieren zu gehen; oder man ist gerade auf Reise, hat eine Einladung zur Party, möchte noch ein bißchen am Computer spielen, Zeit mit der Familie verbringen, sein Hobby pflegen, abwarten bis die Migräne vorbei ist - oder Überstunden machen und kein Geschäft auslassen etc. etc. etc. (ich habe mich jetzt selbst zitiert).

Nun behaupte ich aber, dass sämtliche politischen Fragen der Gegenwart sich auf diesem simplen Wege lösen ließen. Sämtliche! Und das nicht nur in Deutschland sondern weltweit - sofern man/frau hierzulande einmal beispielhaft mit 60 Millionen Wahlberechtigten vorangehen und zeigen würde, dass und wie es funktioniert. Und die ganzen Diskussionen um Fassadendemokratie oder um -kratie hin oder -kratie her, wie sie hier geführt werden, halte ich auch nur für billige Ausreden, um es ganz klar zu sagen. Denn der obig geschilderte Weg ist erstens praktikabel (jeder hat einen Kugelschreiber für eine Unterschrift) und außerdem geht dieser Weg absolut konform mit dem Prinzip der Rechtsstaatlichkeit. Es braucht hier keine Gewalt und keinen Pfefferspray, und das alles kann selbst bei einem Lockdown gemacht werden. Einzig ein Kugelschreiber und Kommunikation und Nachdenken und etwas Organisationstalent sind erforderlich. Aber das ist offenbar schon zu viel verlangt ...

Also werden die Verhältnisse nicht nur bleiben wie sie sind, sondern sie werden sich extrem verschlechtern. Denn der Staat, den wir gehabt haben, funktioniert micht mehr. Er soll zerstört werden. Die Gatter, mit denen die Herde gehegt wurde, werden abgebaut, und die Herde wird zum Schlachthof getrieben. Die Schafe werden noch ein paar Grasbüschel abgerissen, als Wegzehrung - und dann geht's los. Zurück bleiben schwarze Kugeln, und Kugelschreiber ...

@ Dieter: In Deiner Antwort schreibst Du unter anderem:

bezügl. Rechtsstaatlichkeit: Weisungsgebundenheit gehört abgeschafft. Richter und Staatsanwälte werden von den Volksvertretern gewählt und dürfen zuvor weder Paralamentarier noch Regierungsmitglieder gewesen sein (Volksnähe).

Ich habe exakt zu diesem zentralen Punkt einen Vorschlag gemacht und dabei darauf hingeweisen, dass bereits ein Gesetzentwurf in Bearbeitung ist. Den kann man verwenden und modifizieren und zum Gegenstand eines Volksgesetzes auf Landesebene machen - und nach dem oben beschriebenen Verfahren realisieren. Ohnehin haben die Länder die Hoheit über das Gerichtswesen, und wenn alle Länder gleichlautende Gesetze haben, muss der Bund aus Gründen der Rechtskonformität nachziehen.

@Morpheus schreibt unter anderem:

Wenn die Menschen verstanden haben, dass die gegenwärtigen Strukturen dauerhaft nur noch zu schlechten Ergebnissen führen, ... dann werden die Damen und Herren [in der Regierung] freiwillig gehen, weil sie keine Legitimität mehr haben und auch ihre Anweisungen niemand mehr ernst nehmen würde.

Das werden Sie kaum tun, sondern sie werden jede nur denkbare Idee, und sei sie noch so pervers (siehe Amri, siehe NSU, siehe 9/11, siehe Nordstream, siehe Krieg, siehe FED, siehe KI ...) nutzen, um ihren Status Quo zu erhalten. Und sie sind Dir immer drei Schritte und Schachzüge voraus. Ich habe in einem meiner letzten Beiträge den Vorschlag aufgeworfen, dass parallel zur 'gewählten' Regierung eine Ersatzregierung etabliert werden könne, mit voller Transparenz und Öffentlichkeit. Diese würde die oben erwähnten Volksinitiativen in Serie ergänzen und für einen Notfall bereitstehen. Macht hat, wer den Ausnahmezustand beherrschen kann.

@Beo2 ist, nachdem das Stichwort "Gewalt" eingeworfen worden war, auf diese Linie eingeschwenkt:

Leute, ohne "Herrschaft" (von Spielregeln & Rechtsicherheit) geht gar nichts ..!
Wir brauchen klare, sanktionierte Spielregeln und bewusste Beschränkung des Egoismus.

Hier ist zu sagen, dass es verschiedene Arten von Macht und Gewalt gibt (siehe unten). Nehmen wir wieder das ganz neutrale Beispiel des Straßenverkehrs. Wenn da '30km' steht, weil das so beschlossen wurde, dann fährt man halt in Gottes Namen '31km'. Und wenn ich dann erwischt werde, dann muss ich halt mein Bußgeld bezahlen. Entweder ich diszipliniere mich selbst - oder der Staat diszipliniert mich. Diese Gewalttätigkeit des Staates akzeptiere ich, denn auch der Bußgeldkatalog wurde 'beschlossen'.

@MausS: Wirklich, Du brauchst Dich überhaupt nicht entschuldigen! Ich fühlte mich in keinster Weise verletzt! Ganz im Gegenteil - etwas emotionaler Pfeffer belebt die Diskussion. Leider hast Du meine Frage nicht beantwortet - das ist aber nicht weiter schlimm. Wenn Gewalt für Dich legitim ist, warum arbeitest Du dann in GmbHs mit? Ist es nicht einfacher, Banken zu überfallen oder mit Drogen zu handeln oder Waffen zu schieben oder Cum-Ex-Geschäfte oder seriellen Mehrwertsteuerbetrug über die Landesgrenze hinweg zu tätigen?

Wo und wann bitte gab es in der historischen Wirklichkeit jemals soziale Organisationsformen ohne ein hierarchisches Gefälle, einschließlich der damit einhergehenden Befähigung zur Ausübung organisierter Gewalt?

Ich habe hierzu mal auf das neueste (posthume) Buch von David Gräber hingewiesen (ist leider dick sowie schwer zu lesen / für @Mephisto hatte ich eine Rezension rausgesucht und verlinkt). Dieses Buch zeigt auf, dass in der Phase beginnender Überschußproduktion (vor 6000 - 8000 Jahren) verschiedene Modelle nebeneinander existierten. Es hat sich dann aber ergeben (in der historischen Entwicklung), dass der gewalttätige und hierarchische Weg der effizientere war und ist. Deswegen muss er nicht der bessere sein. Im Augenblick wandern die Überschüsse (wo sie vorhanden sind) in Spiel und Spaß und Luxus und Bullshit - oder ins Militär und damit in extrem gesteigerte Aggression. Könnte sein, dass noch zu Deiner und meiner Lebzeiten, dieser Schuß nach hinten losgeht. Die frühen Industalkulturen wären ein gutes Beispiel relativ gewaltfreier Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme (hängt immer von der Populationsdichte und ihrer Relation zur Überschussproduktion und zu einer allgemein akzeptierten Verteilungsgerechtigkeit ab).

Und falls man dies, die Organisation der Gesellschaft ohne Implementierung eines Herrschaftsanspruchs, anstreben will: wie soll das praktisch umgesetzt und langfristig funktionierend gestaltet werden?

Wie oben am Beispiel der Zeitumstellung beschrieben. Da gibt 1001 vergleichbare Brettchen zu bohren. Aber solange niemand Interesse hat, auf diese Weise zu bohren, werden sie halt nicht gebohrt. Andere haben schon vorgebohrt, sie waren schneller, und ihre Löcher sind so groß, dass wir alle hineinfallen können.

@Bergamr fragt ganz ungedultig

Ich hab Dich schon vor einer Weile gefragt, konkret zu werden.

Wat is'n nu?

@Dieter hat das schon richtig formuliert, daß aus dem Gegenwärtigen mit den gegenwärtigen Mitteln nichts resultieren kann. Du aber behauptest, daß das doch geht. Nu beweis doch mal! Wäre gespannt ...

War das Beispiel mit der Zeitumstellung konkret genug? Das basiert auf einem rechtsstaatlichen Weg. Und wenn es nötig wäre, kann der Bürger sich weitere politische Instrumente auf eben demselben rechtsstaatlichen Weg erschaffen. Denn der Bürger, weil er der Souverän ist, darf auch seine Landesverfassungen, ja sogar das Grundgesetz ändern. WENN ER WILL. Aber ganz offensichtlich will er nicht. Nicht ich trage daran die Schuld und nicht "die Parteiendemokratie" und nicht Klaus Schwab und nicht Bill Gates. Sondern der fehlende politische Wille ist es. Es ist so, dass draußen in der Garage ein fix und fertiges und fahrbereites Auto steht, aber niemand will damit fahren.

Ich habe hier auf dem Forum mal die Eckpunkte zu einem Gesetzentwurf für eine 'sichere Bank' sehr konkret vorgestellt. Mit einer derartig konstruierten Bank kann zB. das nicht passieren, was mit der Credit Suisse nun geschehen ist. Außerdem wäre sie eine (vorbeugende) Alternative zu CBDC. Heute würde ich noch anfügen, dass diese Bank Auslandsfilialen eröffnen können sollte (womit der Auslandszahlungsverkehr formal in einen bankinternen Vorgang verwandelt werden könnte).

https://www.dasgelbeforum.net/index.php?id=591623 (zweiter von drei Teilen)

Es kann auf diese Weise eine neue "Bank deutscher Länder" konstituiert werden. Natürlich nur, wenn die Bürger das wollen. Wollen sie natürlich nicht. Lassen sich lieber ihr Geld wegnehmen.

Im Augenblick brüte ich über dem Thema "Aufnahmestopp". Italien hat gestern den "Notstand" ausgerufen, um keine weiteren Flüchtlinge aufnehmen zu müssen (als Rechtfertigung gegenüber EU-Institutionen). Kommunen bzw. Landkreise hier in D können ebenfalls einen befristeten Aufnahmestopp beantragen - dafür ist das BAMF zuständig (das die Verteilung nach dem sog. "Königsteiner Schlüssel" regelt und überwacht). Die AfD fordert in mehreren Bundesländern diesen Aufnahmestopp. Leider ohne ihn rechtlich klar formulieren können. Eine Volksinitiative bzw. ein Volksgesetz braucht aber einen klaren rechtlichen Hebel, an dem sie einhaken kann. Denn es soll ja alles, das war die Ausgangsfrage, 'rechtsstaatlich' sein.

Ich danke allen Mitleserinnen für ihre Aufmerksamkeit, ganz besonders aber den Mitschreiberinnen für die vielen interessanten Gedanken.

Werde nun eine Schreibpause einlegen, d.h. genauer gesagt: hier auf dem Forum.

Allseits beste Wünsche und Grüße,
Weiner

Das Problem liegt in der Machtkonzentration. Die Lösung: dezentrale Machtverteilung = Basisdemokratie. [oT]

Beo2 @, NRW Witten, Montag, 10.04.2023, 21:50 vor 1055 Tagen @ Dieter 3221 Views

bearbeitet von Beo2, Montag, 10.04.2023, 22:00

Stimmt. Und ergänzend: Es sollte kein System mehr haben, sondern der natürlichen Ordnung folgen; Rhythmus ohne Taktgeber.

Der gestiefelte Kater, Dienstag, 11.04.2023, 18:15 vor 1054 Tagen @ Beo2 3079 Views

"Natürliche Ordnung" = Hackordnung der stärksten "Taktgeber". Wir brauchen klare, sanktionierte Spielregeln und bewusste Beschränkung des Egoismus. [oT]

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 12.04.2023, 09:37 vor 1054 Tagen @ Der gestiefelte Kater 2963 Views

bearbeitet von Beo2, Mittwoch, 12.04.2023, 10:21

Das haben wir bereits zu 100% ...

Der gestiefelte Kater, Donnerstag, 13.04.2023, 15:20 vor 1052 Tagen @ Beo2 2899 Views

"Natürliche Ordnung" = Hackordnung der stärksten "Taktgeber". Wir brauchen klare, sanktionierte Spielregeln und bewusste Beschränkung des Egoismus. [oT]

Exakt das haben wir doch bereits - das "Recht des Stärkeren", der die Spielregeln erlässt, um sie dann nach Gutdünken mal einzuhalten und ein anderes Mal nicht einzuhalten (das Begründungs-Blabla überlässt man den tausenden Schreiberlingen).

Wir haben weiterhin klare Spielregeln, davon allerdings Millionen. Ok, zugegebenermaßen werden die juristischen Texte zunehmend schwammiger formuliert, je moderner sie sind. Hier möchte der Diktator sich Freiräume verschaffen und die Untergebenen in ständiger Unsicherheit halten.

Den Egoismus jedoch, den kann man am einfachsten und scheinbar durch Sozialismus beschränken, und exakt den haben wir, richtig optimiert wurde er sogar, dieser Sozialismus, so dass man ihn noch nicht einmal so nennen muss und er hat sich trotzdem in die Köpfe gepflanzt.

Soziales Verhalten / "sozial" sein := auf die Gesellschaft ausgerichtetet

Sozialismus ist dann die zugehörige Denk- und Staatsform, deren erstes Paradigma lautet:

Gesellschaft == Staat?, so jedenfalls in den Augen von sozialen Menschen, und wo diese Gleichung nicht aufgeht, da wünschen sie sich deren Vervollkommung, damit am Ende wirklich Gesellschaft == Staat gilt, endlich ... Und dann wird der Sozialismus auch "endlich" funktionieren.


Naaaaja ... Echte Freiheit und natürliche Ordnung bei gleichzeitig harmonischem Miteinander - sogar unter Hinzuziehung der 5% Psychopathen auf dieser Erde - können sich die Meisten leider nicht vorstellen. Und deswegen gilt diese natürliche Ordnung auch nur für diejenige verschwindende Minderheit, die sich das eben vorstellen können.

In einer natürlichen Ordnung (die wir heute schon haben in gewisser Weise) gilt natürlich das "Gesetz des Stärkeren" im Gegensatz zum "Recht des Stärkeren". Deswegen kommt es natürlich darauf an, dass ausnahmslos alle stark werden (auf ihre individuelle Weise) im Gegensatz zum (momentan überall vorherrschenden) Sozialismus, der darauf baut, dass man seine individuellen Stärken zugunsten des "größeren Ganzen" bzw. eben der Gesellschaft = Staat aufgibt (also Steuern zahlt, unbewaffnet rumrennt, seinen Mund hält und das Denken aufgibt).

In einer natürlichen Ordnung kann es allerdings nur dann harmonisch zugehen, wenn der Mensch seinen Egoismus zugunsten der (allgemeinen, zwischenmenschlichen) Liebe aufgibt. Es tut mir leid, dass man hier automatisch bei spirituellen Themen landet, aber es gibt da keinen, aber auch absolut gar keinen Weg um solche Dimensionen drumherum. Es ist völlig nutzlos sich über dieses oder jenes vermeintlich "bessere" System zu unterhalten, denn all diese können per Definition immer nur künstliche, niemals natürliche Konstrukte sein und tendieren zur statischen Instabilität im Gegensatz zur dynamischen Stabilität. Natürliche Ordnung heißt ein dynamisches Nebeneinander verschiedenster Systeme und Glaubensmodelle. Das haben wir teilweise schon, die mangelnde Harmonie resultiert eher aus dem Egoismus als aus der Mangelhaftigkeit der Systeme.

My 5 cents ...

Hier mein Konzeptvorschlag auf 1,5 DIN A4-Seiten

Morpheus @, Dienstag, 11.04.2023, 05:15 vor 1055 Tagen @ Dieter 3428 Views

Hallo Dieter,

ich habe eine relativ klare Vorstellung, wie das alles gehen könnte.

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Demokratie beruht auf der Utopie, dass Regierende für ihr Volk arbeiten müssen oder wenigstens sollten.

Das tun sie auch, aber erst nach dem sie
1) alles für ihren Machterhalt getan haben und dazu gehört
2) das ihre Freunde, die sie an die Macht gebracht haben, mit Gegenleistungen versorgt wurden (s.u.).
3) weitere Weggenossen und Mitstreiter ebenfalls mit Posten bedacht wurden, um auch die Macht zu festigen.

Herrschaft beruht auf NUR zwei Sonderrechten, die Herrschende gegenüber Untertanen privilegiert:
1) Gesetze zu erlassen, die von den Untertanen einzuhalten sind
2) wiederkehrend Steuern ohne zugesagte Gegenleistungen fordern zu dürfen, die von den Untertanen unter Strafandrohung zu zahlen sind.

Beide Sonderrechte sind durch nichts zu rechtfertigen und wenn es illegal war, dass Kaiser/Könige/Fürsten sie durch Geburt erhalten haben, ist es genauso ungerechtfertigt, wenn Demokraten sie durch ein Parteibuch oder eine Verfassung erhalten. Alle Menschen sind gleichberechtigt und weder können sich Demokraten Rechte nehmen, die sie nicht hatten, noch könnten ihnen Bürger Rechte abtreten, die sie auch gar nicht hatten.

Freiheit ist dann gegeben, wenn jeder Mensch einen Konsens erlebt, dass sein Selbstbestimmungsrecht von allen anderen Menschen voll anerkannt wird.
Wenn Menschen jetzt freiwillig einen Teil ihrer Selbstbestimmung aufgeben, um dafür in einem Konsens Sicherheit zu bekommen, wird ihre Freiheit NICHT eingeschränkt, sonder sie gewinnen Sicherheit und ihre (Handlungs-)Freiheit wird damit erweitert.

Das wird bei jedem Miet-, Arbeits- oder Kaufvertrag immer so gehandhabt und kann auch auf alle anderen Gemeinschaftsregeln übertragen werden. Solche Konsensregeln werden nicht durch manipulierbare Abstimmungen und Mehrheiten erzielt sondern durch Einbeziehung aller Betroffenen und einem Verfahren des konstruktiven Widerspruchs.

Gesetze mit denen bisher Herrschende stets über Dritte bestimmen braucht es damit nicht mehr zu geben. Damit das bei unserer gespaltenen Gesellschaft funktionieren kann, und damit auch das Geldsystem funktionieren kann, gibt es Entscheidungen nur noch auf kommunaler Ebene und durch die Zusammenarbeit von Kommunen. Es entsteht eine zelluläre Welt, die sobald sie vollständig ist, mit minimalstem Aufwand für die Friedenssicherung auskommt.

Die notwendigen öffentlichen Einrichtungen, wie Polizei, Militär, Gerichte werden dezentral direkt von den Freien finanziert. Es gibt keine zentralistischen Abgaben, die es Angreifern erheblich erschweren solche Gebiete zu übernehmen, weil sie alle Machtstrukturen neu aufbauen müssten.

Es gibt NUR noch ein Rechtssystem. Das heutige Sonderrecht (das Verwaltungsrecht) für den staatlichen Sektor entfällt.

Dieses System ist moralisch sauber, der Demokratie in jeder Hinsicht strukturell und moralisch überlegen und es kann anders als Herrschaftssysteme dauerhaft ohne Kollaps funktionieren.

Wie sollten die heute Herrschenden ihre egoistisch ausgelebten Sonderrechte weiterhin geltend machen, wo ja offensichtlich ist, dass die CIA und das WEF sowie verschiedene Oligarchen dazu übergegangen sind Kandidaten für Regierungsposten bereits langfristig zu korrumpieren. Was dann dazu führt, dass diese, sobald sie an der Macht sind für die "Bosse" arbeiten, wie man optimal bei den (Oliv-)Grünen sehen kann. Das wird auch vom WEF in Person von Klaus Schwab ganz offen so ausgesprochen: "Wir penetrieren Regierungen." Nachdem man in den 1980er Jahren noch von Anderen gewählte Regierungsmitglieder mittels Lobbyarbeit bekehren musste, hat man in den 1990ern angefangen, dafür zu sorgen, dass nur Menschen gewählt werden können, die bereits vorher korrumpiert waren.
Dieses Verfahren ist völlig legal, legitim und seine Anwendung von allen Seiten logisch und folgerichtig. Nur solche Strukturen, die so ein Vorgehen zulassen, zu verwenden ist ein schwerer Fehler.

Damit sind wir wieder bei der Utopie, mit der ich oben begonnen habe.

Was besonders fatal ist, dass die Herrschenden in den 1970ern gemerkt haben, dass sie keine allzu schlauen Bürger gebrauchen können, wenn sie länger an der Macht bleiben wollen. Deshalb wurde das Bildungssystem wider besseren Wissens NICHT an die durchaus vorhandenen Erkenntnisse angepasst. Inzwischen befindet sich der Westen deshalb auf dem absteigenden Ast und es ist die Ursache dafür, dass Hochkulturen untergehen.

Deshalb müssen wir die Demokratie zügig beenden und das geht damit, dass wir von den Regierenden verlangen, dass sie uns die Berechtigung für ihre Sonderrechte bitte nachweisen möchten.
Wir sind alle freie Menschen und wir können im Sinne der obigen Definition frei bleiben. Warum bestehen sie auf gleichen Rechte für Trans-Menschen, während sie uns als Untertanen behandeln (s.o.).

Wenn sie keine Argumente für ihre Sonderrechte vorweisen können, werden sie wohl auf die weitere Ausübung selbiger verzichten und somit zurücktreten müssen.

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So das sind jetzt knapp 700 Worte oder gut 1,5 DIN A4 Seiten.
Wenn es Fragen gibt, möchte ich die gerne beantworten.

Grüße
Morpheus

--
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paar kleine Rückfragen

Weiner, Dienstag, 11.04.2023, 11:42 vor 1054 Tagen @ Morpheus 3282 Views

Hallo Morpheus!

Gesetze, mit denen bisher Herrschende stets über Dritte bestimmen, braucht es damit nicht mehr zu geben.

Gesetze sind nicht dazu, dass man mit ihrer Hilfe herrscht, gleichwohl kann man sie dafür mißbrauchen. Nehmen wir als Beispiel das Straßenverkehrsgesetz, welches festlegt, dass man auf der rechten Seite der Straße fährt. Wer herrscht hier? Die Rechtsfahrer über die Linksfahrer.

Demokratie beruht auf der Utopie, dass Regierende für ihr Volk arbeiten müssen oder wenigstens sollten.

Wer hat das Straßenverkehrsgesetz geschrieben? Würdest Du Dir zutrauen, das zu tun? Mit allen Details die dazugehören? Wie lange bräuchtest Du dafür? Würdest Du es ehrenamtlich machen?

Hast Du schon mal Arbeiter unter Dir gehabt? Glaubst Du, dass man ihre Arbeit kontrollieren muss/sollte? Bezahlst Du sie, bevor sie arbeiten oder erst nach Beendigung des Werkes? Passt Du auf, dass sie Dir kein Werkzeug und Material stehlen oder unter der Hand mit deinen Kunden eigene Geschäfte machen? Es ist Deine Aufgabe als Souverän, die Arbeit der Regierenden und der Beamten zu kontrollieren, ihre Macht zu beschränken, Tag und Nacht. Ehrenamtlich? Oder nur als BEAMTER?

[in einem anderen Beitrag, ein paar Tage oder Wochen zurück, habe ich über Arbeitsteilung, Überschussverteilung in Gesellschaften und über den Staat geschrieben - das magische Dreieck in den letzten 6000 Jahren Weltgeschichte. Der Staat wird dann zu einer Zwangsläufigkeit, wenn die Arbeitsteilung zu komplex und die Überschüsse hoch genug sind. Er ist quasi der Garant der Arbeitsteilung und Überschussproduktion - und damit selbst eine zentrale Komponente der arbeitsteiligen Struktur. Es bleibt dabei zunächst offen, ob es ein Herrschaftsstaat sein muss - oder es anders ginge. Gewaltanwendung ist aber einfacher als Konsensfindung. Auch Lügenpropaganda und Täuschungen sind einfacher als Konsensfindung. Man muss sie nur organisieren können. Dschingis Khan konnte es, Klaus Schwab konnte es offensichtlich auch ...]

Alle Menschen sind gleichberechtigt, und weder können sich Demokraten Rechte nehmen, die sie nicht hatten, noch könnten ihnen Bürger Rechte abtreten, die sie auch gar nicht hatten.

Abgesehen davon, dass die "Gleichberechtigung aller Menschen" auch nur ein Postulat oder eine gute moralische Idee ist (über die es wohl keinen Konsens gibt ...), haben sich in unserer Demokratie die Demokraten ihre Rechte nicht genommen. Über die Verfassungen der Bundesländer wurde seinerzeit von den damals Wahlberechtigten abgestimmt. Es sind in den Verfassungen Regelungen enthalten, nach denen die Verfassungen geändert werden können. Wenn das Volk will, kann es die Verfassung(en) ändern. Es will aber nicht.

Freiheit ist dann gegeben, wenn jeder Mensch einen Konsens erlebt, dass sein Selbstbestimmungsrecht von allen anderen Menschen voll anerkannt wird.
Wenn Menschen jetzt freiwillig einen Teil ihrer Selbstbestimmung aufgeben,
Das wird bei jedem Miet-, Arbeits- oder Kaufvertrag immer so gehandhabt und kann auch auf alle anderen Gemeinschaftsregeln übertragen werden. Solche Konsensregeln werden nicht durch manipulierbare Abstimmungen und Mehrheiten erzielt sondern durch Einbeziehung aller Betroffenen und einem Verfahren des konstruktiven Widerspruchs.

Deine Auffassung ist lupenrein demokratisch und steht in guter Tradition (Kant und Rousseau). Beschreibe bitte, wie das Verfahren aussieht, mit dessen Hilfe der Konsens gefunden wird. Nehme drei Beispiele: (1) Innerorts in einem Dorf (also ohne Bundesstraße) soll die Straße verbreitert werden, wofür dann Vorgärten enteignet und bestehende Bäume entfernt werden müssten. Die Vorgartenbesitzer haben bereits signalisiert: nur über uneser Leichen. (2) Es entsteht im Staate X die Frage, ob man Waffen in die Ukraine liefern soll. Einige im Staate X sind dafür, andere sind dagegen. Wie findet man einen Konsens? (3) Es entsteht im Staate Y die Idee, dass keine 'Geldschöpfung' mehr praktiziert werden soll. Einige sind dafür, einige wollen das bisherige Verfahren beibehalten. Die meisten verstehen gar nicht, um was es geht. Wie findet man einen Konsens?

die es Angreifern erheblich erschweren solche Gebiete zu übernehmen, weil sie alle Machtstrukturen neu aufbauen müssten.

Das ist krass. Den russischen Angreifen in der Ukraine ist es doch komplett egal, wie die zu erobernden Gebiete und Menschen organisiert sind. Es ist Dir hoffentlich klar, dass eine kleinräumige Staatsstruktur (selbstverwaltete Kommunen oder auch Regionen) gegen Atommächte und Staaten mit 1,4 Millionen zentral gesteuerten Einwohnern nicht bestehen können.

Wie sollten die heute Herrschenden ihre egoistisch ausgelebten Sonderrechte weiterhin geltend machen, wo ja offensichtlich ist, dass die CIA und das WEF sowie verschiedene Oligarchen dazu übergegangen sind Kandidaten für Regierungsposten bereits langfristig zu korrumpieren ....

Dir ist das vielleicht offensichtlich, Anderen aber keineswegs. Wie änderst Du das? Wie adressierst Du das an die 60 Millionen, für die es nicht offensichtlich ist? Wie überzeugst du sie?

Deshalb müssen wir die Demokratie zügig beenden und das geht damit, dass wir von den Regierenden verlangen, dass sie uns die Berechtigung für ihre Sonderrechte bitte nachweisen möchten.

Auf welchem Weg verlangst Du das von den Regierenden? Mache das bitte etwas anschaulich. Gehst Du mit einem Schweizer Taschenmesser nach Berlin?

Wenn sie keine Argumente für ihre Sonderrechte vorweisen können, werden sie wohl auf die weitere Ausübung selbiger verzichten und somit zurücktreten müssen.

Sie werden Dir sagen: wir wurden gewählt. [Und wenn Du es nicht glaubst, dann werden sie dich bitten, wenn sie freundlich zu dir sind, das Gegenteil selbst nachzuweisen].

Grüße
Morpheus

Grüße, W.

PS: In den Landesverfassungen und in den auf ihrer Basis erlassenen Gesetzen und Verordnungen wurde festgelegt, dass das Mehrheitsprinzip gelten soll. Darüber, so nimmt man allgemein an [in der Rechtswissenschaft ...], herrscht seither ein Konsens. Ich stelle mir vor, dass (anstelle des stillschweigenden Konsenses) jeder Bürger und jede Bürgerin dafür unterschreiben sollte, dass er die Verfassung etc. anerkennt und sich an sie hält. So war es früher auch üblich, wenn jemand in die Bürgerschaft einer Stadt aufgenommen werden wollte (es musste sogar ein Eid der Treue geleistet werden).

dezentrale, ausgewogene Freiheit maximiert den Eintrag menschlicher Denkleistung und Energie

Morpheus @, Dienstag, 11.04.2023, 13:26 vor 1054 Tagen @ Weiner 3201 Views

Hallo Weiner,

danke für die konstruktiven Fragen!!!

Gesetze, mit denen bisher Herrschende stets über Dritte bestimmen, braucht es damit nicht mehr zu geben.


Gesetze sind nicht dazu, dass man mit ihrer Hilfe herrscht, gleichwohl kann man sie dafür mißbrauchen. Nehmen wir als Beispiel das Straßenverkehrsgesetz, welches festlegt, dass man auf der rechten Seite der Straße fährt. Wer herrscht hier? Die Rechtsfahrer über die Linksfahrer.

Ja, das ist ein Konsens, der leicht zu erzielen ist. Aber erlebst Du wie gerade die Ampel regiert?
Die missbrauchen Gesetze, um zu herrschen wie Diktatoren. Das Recht richtete sich seit Urzeiten immer an die Schergen der Herrschenden und Gesetze sind nie etwas anderes gewesen, als aufgeschriebene Befehle der Machthaber. Denn über mehr als tausend Jahre konnten die Untertanen die Gesetze nicht lesen und auch heute können die Menschen Gesetze zwar lesen, aber in 95 Prozent der Fälle nicht verstehen, weil ihnen der Kontext einfach fehlt.

Demokratie beruht auf der Utopie, dass Regierende für ihr Volk arbeiten müssen oder wenigstens sollten.


Wer hat das Straßenverkehrsgesetz geschrieben? Würdest Du Dir zutrauen, das zu tun? Mit allen Details die dazugehören? Wie lange bräuchtest Du dafür? Würdest Du es ehrenamtlich machen?

Wie gesagt, es gibt Regeln, die auch sehr komplex sein können, die einen Konsens repräsentieren. Diese sind völlig OK, weil sie die (Handlungs-)Freiheit erweitern. Und natürlich muss die Formulierung von Konsensregeln nicht ehrenamtlich also ohne Kompensation erfolgen.


Hast Du schon mal Arbeiter unter Dir gehabt? Glaubst Du, dass man ihre Arbeit kontrollieren muss/sollte? Bezahlst Du sie, bevor sie arbeiten oder erst nach Beendigung des Werkes? Passt Du auf, dass sie Dir kein Werkzeug und Material stehlen oder unter der Hand mit deinen Kunden eigene Geschäfte machen? Es ist Deine Aufgabe als Souverän, die Arbeit der Regierenden und der Beamten zu kontrollieren, ihre Macht zu beschränken, Tag und Nacht. Ehrenamtlich? Oder nur als BEAMTER?

Ich hatte ein Unternehmen mit über 120 Mitarbeitern, dass ich verkauft habe, weil es mir zu nervig war für den Staat die Leute auszupressen und unser gesamtes Vermögen in einem Korb lag.
Die Macht der Beamten zu beschränken ist nötig, weil die Beamten auf der dunklen Seite stehen, die strukturell zu viel Macht hat. Warum mussten wir erleben, wie während der Pandemie Polizisten friedlich demonstrierende Bürger verprügelt haben?


[in einem anderen Beitrag, ein paar Tage oder Wochen zurück, habe ich über Arbeitsteilung, Überschussverteilung in Gesellschaften und über den Staat geschrieben - das magische Dreieck in den letzten 6000 Jahren Weltgeschichte. Der Staat wird dann zu einer Zwangsläufigkeit, wenn die Arbeitsteilung zu komplex und die Überschüsse hoch genug sind. Er ist quasi der Garant der Arbeitsteilung und Überschussproduktion - und damit selbst eine zentrale Komponente der arbeitsteiligen Struktur. Es bleibt dabei zunächst offen, ob es ein Herrschaftsstaat sein muss - oder es anders ginge. Gewaltanwendung ist aber einfacher als Konsensfindung. Auch Lügenpropaganda und Täuschungen sind einfacher als Konsensfindung. Man muss sie nur organisieren können. Dschingis Khan konnte es, Klaus Schwab konnte es offensichtlich auch ...]

Ja, aber sie sind nicht erfolgreicher. Weil nur mit einer dezentraler, freiheitlichen und damit freiwilligen und ausgewogenen Organisationsform wird die eingebrachte Denkleistung und die menschliche Energie maximiert. Viele Firmen haben das bereits realisiert und organisieren sich holokratisch und sind natürlich sehr erfolgreich damit. Wir hatten damals eine Vorstufe davon, die nicht so gut systematisiert war. Ein ehemalige Mitarbeiter von mir, nutzt dieses Organisationsform und ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen.
Jede Form von Zentralisierung und Einschränkung der Meinungsvielfalt beschränken die Denkleistung und die eingebrachte menschliche Energie und damit die Erfolgsaussichten der Organisation, des Unternehmens oder des Staates.

Alle Menschen sind gleichberechtigt, und weder können sich Demokraten Rechte nehmen, die sie nicht hatten, noch könnten ihnen Bürger Rechte abtreten, die sie auch gar nicht hatten.


Abgesehen davon, dass die "Gleichberechtigung aller Menschen" auch nur ein Postulat oder eine gute moralische Idee ist (über die es wohl keinen Konsens gibt ...), haben sich in unserer Demokratie die Demokraten ihre Rechte nicht genommen. Über die Verfassungen der Bundesländer wurde seinerzeit von den damals Wahlberechtigten abgestimmt. Es sind in den Verfassungen Regelungen enthalten, nach denen die Verfassungen geändert werden können. Wenn das Volk will, kann es die Verfassung(en) ändern. Es will aber nicht.

Also strukturell gesehen sind alle Menschen gleichberechtigt. Oder willst Du behaupten, dass irgendein Mensch mit mehr Rechten geboren wird als ein anderer?
Das Menschen nicht gleich befähigt sind ist offensichtlich und muss natürlich Konsequenzen haben.
Der Wille der Bevölkerung kommt gerade. Die Herrscher erklären es ihren Untertanen gerade auf ihre Weise und eine Verfassung wird benötigt, um Instrumente der Beherrschung zu konstituieren.
Mein Vorschlag für ein Grundgesetz steht hier und passt auf eine DIN A5-Seite.

Freiheit ist dann gegeben, wenn jeder Mensch einen Konsens erlebt, dass sein Selbstbestimmungsrecht von allen anderen Menschen voll anerkannt wird.
Wenn Menschen jetzt freiwillig einen Teil ihrer Selbstbestimmung aufgeben,
Das wird bei jedem Miet-, Arbeits- oder Kaufvertrag immer so gehandhabt und kann auch auf alle anderen Gemeinschaftsregeln übertragen werden. Solche Konsensregeln werden nicht durch manipulierbare Abstimmungen und Mehrheiten erzielt sondern durch Einbeziehung aller Betroffenen und einem Verfahren des konstruktiven Widerspruchs.


Deine Auffassung ist lupenrein demokratisch und steht in guter Tradition (Kant und Rousseau). Beschreibe bitte, wie das Verfahren aussieht, mit dessen Hilfe der Konsens gefunden wird. Nehme drei Beispiele: (1) Innerorts in einem Dorf (also ohne Bundesstraße) soll die Straße verbreitert werden, wofür dann Vorgärten enteignet und bestehende Bäume entfernt werden müssten. Die Vorgartenbesitzer haben bereits signalisiert: nur über uneser Leichen. (2) Es entsteht im Staate X die Frage, ob man Waffen in die Ukraine liefern soll. Einige im Staate X sind dafür, andere sind dagegen. Wie findet man einen Konsens? (3) Es entsteht im Staate Y die Idee, dass keine 'Geldschöpfung' mehr praktiziert werden soll. Einige sind dafür, einige wollen das bisherige Verfahren beibehalten. Die meisten verstehen gar nicht, um was es geht. Wie findet man einen Konsens?

Kauf Dir bitte mein zweites Buch, dass gegenüber dem ersten wichtige Überarbeitungen enthält. Mir fehlt leider die Zeit, um das hier ausführen zu können. Aber ganz kurz:
Zu 1) Die Leute werden für ihr Grundstück natürlich entschädigt und sie bekommen einen Teil der Maut, die immer erhoben wird, um die Beeinträchtigungen von jeglicher überregionaler Infrastruktur zu kompensieren. Was Staaten nicht müssen, weil sie die Bürger im Interesse der Unternehmer enteignen und benachteiligen lassen. Ihre Macht erlaubt ihnen das und um von dieser Macht zu profitieren unterstützen das WEF und die Konzerne diese Macht, wie wir gerade bei der Pandemie bestens erleben durften.
Zu 2) Es wird keine Staaten mehr geben und das Zusammenleben wird friedlich sein, weil immer nur herrschende Eliten Interesse an Krieg haben. Eine freie Bevölkerung muss ihre freien Nachbarn niemals überfallen. Was sollte sie gewinnen? Für Herrscher sieht das ganz anders aus. Und solange es Staaten neben den freien kommunalen Zellen gibt, würden sich Freie im Rahmen der Verteidigung auf die Beseitigung/Zerstörung der Herrscher und ihrer zentralistischen Machtstrukturen konzentrieren und auf militärischer Ebene gegen das angreifende Militär nur so minimalistisch wie möglich zu kämpfen. Herrscher und Banker könnten in diesem Fall ihre Bunker nicht mehr verlassen.
Zu 3) Auch hier kann und muss ich auf mein Buch verweisen. Kreditgeld ist die preiswerteste Form von Geld, die sich am leichtesten dezentral verteilen lässt. Wenn eine bessere Form gefunden wird, sollten wir diese nutzen. Nur Geld, spricht Zwangsabgaben, müssen wir uns (siehe Grundgesetz) immer gegenseitig auferlegen, damit der Arbeitszwang in der Gesellschaft erhalten bleibt und wir nicht wie die Kommunisten untergehen.

die es Angreifern erheblich erschweren solche Gebiete zu übernehmen, weil sie alle Machtstrukturen neu aufbauen müssten.


Das ist krass. Den russischen Angreifen in der Ukraine ist es doch komplett egal, wie die zu erobernden Gebiete und Menschen organisiert sind. Es ist Dir hoffentlich klar, dass eine kleinräumige Staatsstruktur (selbstverwaltete Kommunen oder auch Regionen) gegen Atommächte und Staaten mit 1,4 Millionen zentral gesteuerten Einwohnern nicht bestehen können.

Nein, die Russen hätten die Ukraine niemals angegriffen, wenn sie nicht von Selenski, der seitens der US-Eliten korrumpiert wurde, sie dazu provoziert worden wären. Selenski ist das Extrembeispiel, was wirklich jedem Zeigt, wie ein korrumpierter Herrscher sein Volk quasi in den Selbstmord führt.

Wie sollten die heute Herrschenden ihre egoistisch ausgelebten Sonderrechte weiterhin geltend machen, wo ja offensichtlich ist, dass die CIA und das WEF sowie verschiedene Oligarchen dazu übergegangen sind Kandidaten für Regierungsposten bereits langfristig zu korrumpieren ....


Dir ist das vielleicht offensichtlich, Anderen aber keineswegs. Wie änderst Du das? Wie adressierst Du das an die 60 Millionen, für die es nicht offensichtlich ist? Wie überzeugst du sie?

Natürlich kann ich das nicht. Ich muss es aber auch gar nicht.
Das wird den Menschen sowohl von der Ampel, als auch den anderen "demokratischen Regierungen" gerade beigebracht. Ich muss nur erklären, warum das so ist, und wie wir das besser machen können.

Deshalb müssen wir die Demokratie zügig beenden und das geht damit, dass wir von den Regierenden verlangen, dass sie uns die Berechtigung für ihre Sonderrechte bitte nachweisen möchten.


Auf welchem Weg verlangst Du das von den Regierenden? Mache das bitte etwas anschaulich. Gehst Du mit einem Schweizer Taschenmesser nach Berlin?

Nein, wenn die Menschen verstanden haben, dass diese Strukturen dauerhaft nur noch zu schlechten Ergebnissen führen werden und weil der moralische Schutz von Freiheit und Gleichberechtigung hinter dem Demokraten sich BISHER stets verstecken kollabiert ist, dann werden die Damen und Herren freiwillig gehen, weil sie keine Legitimität mehr haben und auch ihre Anweisungen niemand mehr ernst nehmen würde. Vielleicht braucht es dafür noch die ersten Blackouts oder ein paar russische Raketen, die wichtige Infrastruktur auf deutschem Boden zerstören.
Denn das Prinzip der Freiheit ist der Demokratie moralisch und strukturell haushoch überlegen.

Wenn sie keine Argumente für ihre Sonderrechte vorweisen können, werden sie wohl auf die weitere Ausübung selbiger verzichten und somit zurücktreten müssen.


Sie werden Dir sagen: wir wurden gewählt. [Und wenn Du es nicht glaubst, dann werden sie dich bitten, wenn sie freundlich zu dir sind, das Gegenteil selbst nachzuweisen].

Ja, natürlich wurden sie gewählt. Aber sie haben nicht das Recht irgendjemanden etwas vorzuschreiben. Wir können, ein Gesetzes-Paket bis zu einem Tag X als Konsens ansehen, weil es keinen erklärten Widerstand gab. Aber ich denke, es gibt eine Menge Menschen, die sagen, ihr Witzfiguren habt uns gar nichts zu befehlen. Und sie machen das mit ihrem guten Recht und auch Polizisten und Militärs werden das irgendwann begreifen.

PS: In den Landesverfassungen und in den auf ihrer Basis erlassenen Gesetzen und Verordnungen wurde festgelegt, dass das Mehrheitsprinzip gelten soll. Darüber, so nimmt man allgemein an [in der Rechtswissenschaft ...], herrscht seither ein Konsens. Ich stelle mir vor, dass (anstelle des stillschweigenden Konsenses) jeder Bürger und jede Bürgerin dafür unterschreiben sollte, dass er die Verfassung etc. anerkennt und sich an sie hält. So war es früher auch üblich, wenn jemand in die Bürgerschaft einer Stadt aufgenommen werden wollte (es musste sogar ein Eid der Treue geleistet werden).

Das Mehrheitsprinzip lässt sich aber durch Manipulation missbrauchen. Hitler hätte mit ausreichend Propaganda und einer geschickten Fragestellung die Deutschen über die Judenvergasung abstimmen lassen können. Weder Du noch ich können sicher sein, dass es keine Zustimmung gegeben hätte. So ein Mehrheitsprinzip ist schlicht und ergreifend unzumutbar.

Ich hoffe, ich könnte einiges klären, habe nichts wichtiges vergessen und werde gerne versuchen weitere Fragen zu beantworten, obwohl meine Zeit gerade recht knapp ist.

Viele Grüße
Morpheus

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Vom Kleinen zum Großen in Vertragsfreiheit

Dieter @, Donnerstag, 13.04.2023, 22:31 vor 1052 Tagen @ Morpheus 2865 Views

Hallo Morpheus,
im westentlichen stimme ich mit folgendem überein:

Gesetze mit denen bisher Herrschende stets über Dritte bestimmen braucht es damit nicht mehr zu geben. Damit das bei unserer gespaltenen Gesellschaft funktionieren kann, und damit auch das Geldsystem funktionieren kann, gibt es Entscheidungen nur noch auf kommunaler Ebene und durch die Zusammenarbeit von Kommunen. Es entsteht eine zelluläre Welt, die sobald sie vollständig ist, mit minimalstem Aufwand für die Friedenssicherung auskommt.

Die notwendigen öffentlichen Einrichtungen, wie Polizei, Militär, Gerichte werden dezentral direkt von den Freien finanziert. Es gibt keine zentralistischen Abgaben, die es Angreifern erheblich erschweren solche Gebiete zu übernehmen, weil sie alle Machtstrukturen neu aufbauen müssten.

Es gibt NUR noch ein Rechtssystem. Das heutige Sonderrecht (das Verwaltungsrecht) für den staatlichen Sektor entfällt.

Dieses System ist moralisch sauber, der Demokratie in jeder Hinsicht strukturell und moralisch überlegen und es kann anders als Herrschaftssysteme dauerhaft ohne Kollaps funktionieren.

Zur Zeit bestimmt die Zentrale über das Kleinteilige. Andersherum ist es notwendig, dann aber auch mit der Möglichkeit der Vertragsfreiheit. Also nicht der Staat betimmt über Länder, Bezirke, Kreise, Kommunen, sondern andersherum:
Kommunen sind frei, schließen Verträge mit anderen Kommunen ab, usw. bestimmen über Kreise, Bezirke Länder, Bund. Der Bund oder ähnliches ist Dienstleister der Kommunen oder anderer Organisation - alles in Vertragsfreiheit. Wenn der Bund nicht pariert, dann wird die Beziehung gekündigt, wie das unter Vertragspartnern üblich ist.

Gruß Dieter

--
Das sektenhafte Denken und Handeln der Grünen und ihrer Anhänger und Wählerschaft ist für Menschen mit gesundem Menschenverstand nur schwer nachzuvollziehen.

Ja, natürlich. Es gibt auf lange Sicht keine Staaten mehr.

Morpheus @, Freitag, 14.04.2023, 12:52 vor 1051 Tagen @ Dieter 2759 Views

Hallo Dieter,

danke für das Feedback.

im westentlichen stimme ich mit folgendem überein:

Gesetze mit denen bisher Herrschende stets über Dritte bestimmen braucht es damit nicht mehr zu geben. Damit das bei unserer gespaltenen Gesellschaft funktionieren kann, und damit auch das Geldsystem funktionieren kann, gibt es Entscheidungen nur noch auf kommunaler Ebene und durch die Zusammenarbeit von Kommunen. Es entsteht eine zelluläre Welt, die sobald sie vollständig ist, mit minimalstem Aufwand für die Friedenssicherung auskommt.

Die notwendigen öffentlichen Einrichtungen, wie Polizei, Militär, Gerichte werden dezentral direkt von den Freien finanziert. Es gibt keine zentralistischen Abgaben, die es Angreifern erheblich erschweren solche Gebiete zu übernehmen, weil sie alle Machtstrukturen neu aufbauen müssten.

Es gibt NUR noch ein Rechtssystem. Das heutige Sonderrecht (das Verwaltungsrecht) für den staatlichen Sektor entfällt.

Dieses System ist moralisch sauber, der Demokratie in jeder Hinsicht strukturell und moralisch überlegen und es kann anders als Herrschaftssysteme dauerhaft ohne Kollaps funktionieren.

Zur Zeit bestimmt die Zentrale über das Kleinteilige. Andersherum ist es notwendig, dann aber auch mit der Möglichkeit der Vertragsfreiheit. Also nicht der Staat betimmt über Länder, Bezirke, Kreise, Kommunen, sondern andersherum:
Kommunen sind frei, schließen Verträge mit anderen Kommunen ab, usw. bestimmen über Kreise, Bezirke Länder, Bund. Der Bund oder ähnliches ist Dienstleister der Kommunen oder anderer Organisation - alles in Vertragsfreiheit. Wenn der Bund nicht pariert, dann wird die Beziehung gekündigt, wie das unter Vertragspartnern üblich ist.

In meinem System gibt es keinen Bund und keine Länder mehr. Warum, das sind zentralistische Einheiten, die nur für die Beherrschung geschaffen wurden. Kommunen existieren auf natürliche Art und Weise. Aber natürlich sollten sie sich selbst regulieren. Denn jede sinnvolle Regulierung im Konsens steigert die Sicherheit und die Freiheit.

Ich spreche von einem rein dezentralen, zellulären System mit freien Menschen. Für eine Übergangszeit werden die Zellen neben den Staaten existieren müssen, was eine deutliche erhöhte Verteidigungsbereitschaft als in der Endstufe erfordert, aber durch eine andere Verteidungsstrategie, ist das durchaus machbar. Im Endzustand sollte es auf der Welt nur noch Zellen geben und wir werden dauerhaften Frieden haben oder ihn jederzeit leicht wieder herstellen können. Denn jeder Konflikt zwischen wenigen Zellen lässt sich von der Mehrheit schnell schlichten, wie sie in jedem Dorf eine Schlägerei im Wirtshaus beenden.

Vielen Dank für das interessante Thema!

Beste Grüße
Morpheus

Grüße
Morpheus

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