Krankheit entsteht nicht durch einen Mangel an Ärzten
Ich sehe die Probleme viel tiefer. Die Lebensmittelindustrie mit ihrer Propaganda ist wahrscheinlich eine der schleichenden Hauptursachen und keiner merkts. Bestenfalls wird der Augenmerk auf die Verhinderung von Fettleibigkeit gelegt - während moderater Bauchspeck durchaus gesund sein kann und Dünne krank. Oder der Irrglaube dass alles was auf Bäumen wächst gesund sei (Sonnenblumenöl statt Schmalz; Fleischimitat statt Lebertran). Dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages sei, etc. Ich erhalte mittlerweile sogar YouTube Werbung, dass ich auf Süßes nicht verzichten müsse wenn ich die Fettverbrennung aktiviere. Ja super, dann hab ich mit 70 trotzdem Diabetes und Zahnfäule...
Industrie ist das eine, doch die Menschen reiten sich natürlich auch selber unnötig in die missliche Lage rein - den weniger intelligenten Schichten kann man es aber nicht weiter vorwerfen. Gekauft wird was als normal gilt und billig ist. Angeboten wird was Geld bringt. Ganz selten findet man im Supermarkt gute Sachen. Auch Reformhäuser führen viel Schrottnahrung im Sortiment.
Doch zurück zum Fachkräftemangel. Es gäbe noch so viel mehr Ansätze zur Verbesserung der Situation. Anreize schaffen für wertvolle Berufe. Oder dringend gebrauchte Spezialisten zu entlasten, sodass sie mehr Zeit fürs Wesentliche haben. Z.b. auch indem man den Meisterzwang abschaffen würde, denn zum Ohren Putzen bräuchte ich eigentlich kein 5j. Medizinstudium, darf es aber soweit ich weiß nicht legal anbieten. Zum Tabletten nachbestellen bräuchte ich eigentlich kein Rezept, darf es aber nicht legal für Centbeträge beim Hersteller ordern. Oder indem man die chronisch Kranken gehen lässt statt sie künstlich am Leben zu halten. Aber auch daran wird ja gutes Geld verdient... Eine Maschinerie mit System. Dank Krankenkassenzwang bleibt man auch länger im Hamsterrad gefangen weil man jeden Monat 800 Euro aufbringen muss und nicht kündigen kann.