Rohstoffe sind real teurer, nicht in Finanzpapieren
Servus MP
vielleicht gelingt es ja, wenn als nächste Anlageklasse für die Fluchtgelder in Anlagenotstand die Rohstoffe entdeckt werden
Falscher Tempus: Imperfekt, nicht Futur. Anders als mancher Hallodri hier setze ich meine Kommas selber.
und so dann die Umverteilung aus der Realwirtschaft in die Finanzwirtschaft über die Rohstoffpreise nochmal gesteigert werden kann. Ich sehe allerdings nicht, wie der Staat von dieser Inflationierung profitieren würde, denn seine Besteuerungsbasis würde tendenziell dann wohl eher sinken als steigen.....
Wieso das denn? Die Rohstoffpreise sind doch Realwirtschaft reinsten Wassers. Und wir haben bereits massive Preissteigerungen, z.B. bei "Soft commodities".
Und warum sollte die Besteuerungsbasis sinken, wenn die Preise steigen? Die Mehrwertsteuer steigt dann schon mal. Und wenn die Preise anziehen, ziehen bald auch Löhne an, und damit die Steuereinnahmen daraus. Staat profitiert gleich mehrfach an Inflation.
Für den Staat spielt aber heutzutage die Höhe der Verschuldung ohnehin nicht eine so grosse Rolle, wie allgemein gemutmaßt wird. Solange seine Schuldtitel in der Notenbank liegen, hat er effektiv keine Finanzierungskosten, sein Cashflow bleibt also auch dann tragfähig, wenn die Staatsverschuldung bei 1000% BIP liegt. Nur im Eurosystem ist das abweichend, weil dort Staat und Notenbank keine Einheit bilden.
Das gilt aber alles nur, solange die Nullzinspolitik weiterläuft. Und genau die sorgt für Wiederaufschwung (auf Pump). Normalerweise würden dann die Zinsen wieder steigen, aber genau das werden die Zentralbanken verhindern (müssen), und dann hast Du Nullzins bei 1-4 % Wirtschaftswachstum, also Inflation.
Gruß
Talleyrand