Warum so fixiert auf diese Zahl?

Otto Lidenbrock, Dienstag, 03.11.2020, 18:07 (vor 1935 Tagen) @ Zürichsee3769 Views

Was sagt diese Zahl von 10.000+ Verstorbenen eigentlich aus, angesichts der Tatsache, dass es keine Übersterblichkeit gibt? Es ist diese Anzahl von Menschen an COVID-19 oder in vielen Fällen lediglich mit einem positiven PCR-Test verstorbenen.

Die meisten von ihnen waren schon sehr alt, ihr Sterbealter war sogar überdurchschnittlich hoch.

Angesichts der Tatsache, dass in diesem Jahr in allein in Deutschland bis dato etwa 800.000 Menschen verstorben sind, erscheinen 10.000+ relativ wenig, vergleicht man sie mit der Zahl der an Herz-/Kreislauferkrankungen oder Krebs Verstorbenen.

Selbstverständlich ist jeder Tod für die Angehörigen tragisch. Wenn die Eltern versterben bedeutet dies für die Meisten einen besonderen Punkt im Leben, man wird sich seiner eigenen Sterblichkeit bewusst und einem wird klar, dass man in der Reihenfolge jetzt der Nächste ist.

Warum fixieren sich die Menschen auf diese ominöse Zahl der an/mit COVID-19 Verstorbenen? Diese Menschen waren zumeist sehr alt und litten unter teils diversen mehr oder minder schweren Vorerkrankungen. Warum können wir nicht akzeptieren, dass ihre Zeit ganz einfach abgelaufen war? Was macht es für einen Unterschied, ob diese Menschen an COVID-19, Influenza, Pneumonie, Diabetes, Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Sepsis oder Herzinsuffizienz versterben?

Glauben wir wirklich, dass diese Menschen ohne diese Krankheit tatsächlich länger gelebt hätten?


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