Mit dem Debitismus schlägst du tausende Theorien nieder

Ashitaka, Dienstag, 19.05.2020, 10:44 (vor 2079 Tagen) @ NST1471 Views

Hallo NST,

Wir kennen die wahre Antriebskraft der weltweit zu bestaunenden Wachstumsorgien, sowie deren Grenzen .....


.... die Debitisten? Wie viele gibt es und warum sind es so wenige?

Weil der Debitismus und die Machttheorie den Kreis schliessen, jeden Gedanken an ein vorhandenes Systemproblem auslöschen. Es ist Tatsache, dass das System einwandfrei funktioniert. Da wir alle auf Lebzeiten zur debitistisch bedingten Selbstoptimierung gezwungen werden, müssen wir diese und unsere Entwicklungen aber als fehlerhaft annehmen. Wir suchen Probleme, wo keine sind.

Hab einiges darüber gelesen - einiges verstanden, anderes nicht. Kann man als Theorie akzeptieren. Allerdings beschreibt diese Theorie nur einen Teilaspekt, des Lebens.

Es ist aber keine Theorie, sondern eine Tatsachenbeschreibung. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Phoenix5 hat es letztens noch mal gut beschrieben.

Je älter ich werde, desto unwichtiger wird dieser Teilaspekt in meinem Leben. Rückblickend habe ich diesem Teilaspekt zu viel Beachtung geschenkt.

Resignation, Abstand, das Beschäftigen mit dem Debitismus als ein belastendes Problem erkennen, ist keine Schande.

Den Film habe ich mir auch nicht angeschaut, der Vorspann genügte. Wenn man versucht Machtsysteme zu verstehen, muss man aus meiner Sicht die beteiligten Mitspieler ins Visier nehmen. Konkreter - so ein beteiligter Mitspieler muss sich selbst ins Visier nehmen und versuchen zu erkennen, was ihn dazu antreibt, Mitspieler zu werden.

Das kann er aufgrund der psychologischen Programmierung nicht erkennen. Die Angst verfolgt die meisten Menschen, sofern nicht etwas unerwartet schreckliches in ihrem Leben passiert, ein Leben lang. All die nach Macht strebenden, ihre Faust geballt haltenden und das Umfeld mitreißenden Spieler, die ich durch meinen Beruf in Wirtschaft und Politik kennen lernen durfte, haben eines gemeinsam: Angst vor dem Fallen, Angst vor sich selbst! Sie müssen wer sein, sich optimieren.

Aus meiner Sicht die einzige Methode, den Theorien zu entkommen. Sich selbst ins Visier nehmen ist praktische Arbeit - dort können die geistigen Konzepte die ersonnen werden, bei genauer Betrachtung meistens sofort wieder verworfen werden. Warum?

Weil Konzepte entwerfen einem inneren Zwang vergleichbar sind - man kann es nicht unterlassen. Der erste Schritt wäre also - sich von diesem Zwang zu befreien.

Was aber passiert, wenn man sich selbst als den auf Lebzeit ausschlagenden Zwang zur Konzeption begreift? Zu bändigen ist dieses Tier nur durch die eigene Erfahrung, durch das Wissen von Tatsachen. Der Debitismus (angefangen bei deiner Urschuld) ist eine Tatsache die diesen Zwang bändigen kann. Ist der Kreis erst einmal geschlossen, hat man den Augenblick, in dem der Mindfuck (Wirtschaften schafft Geld, Tauschhandel) von jetzt auf gleich schwindet, erlebt, kann und will man sich gar nicht mehr mit all dem theoretischen Stuss da draußen beschäftigen. Das ist weitaus befreiender als ein die Verdrängung des konzeptionellen Zwangs suchender Nachmittag der praktischen Betätigung. Wobei ich mich selbst viel praktisch betätige. Aber aus anderem Grund. So kommt die geschenkte Smart Watch auch mal zum Einsatz.

Danach schauen wir mal was passiert.
Dieser Vorgang ist so ein Akt, sich selbst am Haarschopf aus dem Sumpf zu ziehen - weil das so verrückt ist, wird es überhaupt nicht in Erwägung gezogen - sondern zuerst muss die passende Theorie dazu entwickelt werden, je komplizierter desto GEISTreicher. [[top]]
Gruss

Mit dem Debitismus schlägst du tausende Theorien nieder.

Herzlichst,

Ashitaka

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Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.


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