Demokratie braucht vieles, aber garantiert keine Opposition

Tempranillo, Montag, 27.04.2020, 10:21 (vor 2103 Tagen) @ Otto Lidenbrock1552 Views

Von der AfD bin ich hinsichtlich ihres Verhaltens in dieser wohl tiefgreifendsten Krise Deutschlands seit Beendigung des Zweiten Weltkriegs mehr als enttäuscht. Allgemein haben die Oppositionsparteien in meinen Augen hier völlig versagt. Es hätte so viele Möglichkeiten gegeben, der Regierung mächtig Feuer unter dem Hintern zu machen, aber man hat keine davon genutzt, sondern sich feige hinter dem Hosenanzug in Deckung begeben. Und dieser Zustand hält nach wie vor an.

Das ist eine der massiven Lügen Karl R. Poppers, daß Opposition für Demokratie und offene Gesellschaft konstituierend sei und durch den permanenten rationalen und kritischen Dialog die Gesellschaft schrittweise reformiert und verbessert werde.

Das exakte Gegenteil ist richtig. Demokratie und echte Opposition, nicht etwa nur eine scheinbare, von Besatzern und Finanzoligarchie kontrollierte wie im Fall der AfD schließen sich gegenseitig aus.

Um diese bodenlose Gemeinheit zu erkennen, helfen weder Popper, Spengler, Heinsohn, Hoppe oder Krall. Es geht nicht anders, als 1789 anzusetzen und von diesem Ereignis aus die Entwicklung zu betrachten.

Die Opposition liegt kollektiv im tiefen Koma. Die Demokratie zeigt, was sie wert ist.

[[applaus]]

Die Opposition liegt kollektiv im tiefen Koma.

Sie gehorcht wie Mutti und die Bundesregierung ihren transatlantischen Zuhältern.

Tempranillo

--
*Die Demokratie bildet die spanische Wand, hinter der sie ihre Ausbeutungsmethode verbergen, und in ihr finden sie das beste Verteidigungsmittel gegen eine etwaige Empörung des Volkes*, (Francis Delaisi).


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung