Die Deutschen erwachen aus der Wohlstands-Illusion.

Herzdame ⌂, Dunkeldeutschland, Sonntag, 19.04.2020, 08:16 (vor 2111 Tagen) @ DT2783 Views

Guten Morgen,

die Überschrift habe ich aus einem Artikel der NZZ gemopst, der ein anderes, umfassenderes Bild zeigt. Denn sicher muss man das große Ganze betrachten. Der Immomarkt läuft nicht ewig losgelöst als Einzelkomponente.

Kurzarbeit bedeuten 60% des letzten Nettos und damit ist viel weniger Luft für hohe Mieten. Wie Scholz sagte, könnte die Kurzarbeit (wie 2008) auch für bis zu 2 Jahren finanziert werden, da das Geld dafür aus dem gleichen Topf kommt wie ALG1.

Kurzarbeitergeld ist genauso hoch/niedrig wie ALG1 und wird höchstens den Bedarf nach einer preiswerteren Wohnung als vor Corona steigern, die jedoch nicht vorhanden ist.
Auch das mickrige Wohngeld kann das nicht auffangen.


Der Artikel ist lesenswert, Kernaussagen:

- der Normalbürger hat kaum Ersparnisse

- die schwarze Null wurde erreicht auf Kosten der Bürger, Steuer- und Abgabensenkungen
wären schon lange möglich gewesen, stattdessen in Europa die höchten Steuern und
Abgaben

- Zwei Wochen Umsatzeinbruch und drohender Verdienstausfall reichen aus, schon schnellt
die Zahl der Anträge auf «unbürokratische Soforthilfen», Kurzarbeiter- und
Arbeitslosengeld nach oben.

- künstliche Verknappung von Wohnraum durch Ökoauflagen und Zuwanderung sorgt für
zu hohe Preise, die sich aber kaum noch jemand leisten kann.

..

Man sieht ringsherum (noch) keine fallenden Preise, das ist richtig.
Aber die Armutswelle kommt zeitverzögert, sollte nicht schnell die Wirtschaft anspringen und wie vorher laufen - wobei es schon Wolken am Horizont gab auch ohne Virus.
Wenn uns keiner den teuren Krempel abkauft, wird es unseren Export hart treffen, die heilige Kuh. Und daran hängen Millionen Arbeitsplätze und damit Miet-Raten-Zahlungen.


Schönen Sonntag
Herzdame


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