"Corona" ist ein Lernprozeß! Eine Pandemie mit einem neuen Virus erfordert "Entscheidungen bei ungewisser Datenlage". So etwas wird im Laufe der Zeit korrigiert werden.

Olivia, Samstag, 11.04.2020, 11:04 (vor 2123 Tagen) @ helmut-12246 Views
bearbeitet von Olivia, Samstag, 11.04.2020, 11:20

Die Problematik ist die Ungewissheit und die Masse an Menschen, die davon potentiell betroffen sind. Ein wesentliches Kriterium für den Erfolg von Unternehmern und Top-Managern ist, dass sie eine HOHE Ambiguitätstoleranz besitzen. D.h. dass sie in der Lage sind, mit Siuationen, die nicht KLAR und EINDEUTIG sind, zurecht kommen und in solchen Situationen auch Entschdeidungen (in Ungewissheit) treffen können.

Zu Beginn einer solchen Pandemie gibt es keinerlei GEWISSHEITEN darüber, welche "Rezepte" funktionieren. Man muss also unter der Präsisse von Ungewissheit handeln. Im Falle von Corona hätte man die Handlungen der chinesischen Regierungen und der umgebenden asiatischen Regierungen als VORBILD nehmen können. Das wurde aus irgendwelchen Gründen nicht getan und inzwischen "nachgeholt" (samt Grenzschließungen). Rechtzeitiges Handeln hätte die Situation erheblich entschärfen können. Ein "guter" Manager hätte entsprechend gehandelt, obwohl die Sachlage NICHT klar war. Poltiker, die zur Population der Apparatschicks gehören, trauen sich das nicht, da sie nur durch den "Apparat" hochgekommen sind. Der "Apparat" allerdings reagiert in Krisensituationen eindeutig zu langsam. Das ist der Grund, warum Söder derzeit so hohe Zustimmungswerte hat. Er hat schneller reagiert als der "Apparat". Dazu muss man allerdings auch wissen, dass Bayern durch die Nähe zu Italien und Österreich derzeit über die höchsten Infiziertenzahlen in der BRD verfügt und dass daher ein schnelleres Handeln und "Vorpreschen" dringen geboten war.

Im Anschluß an die Handlungen kommen dann die Untersuchungen und die Analyse.

Wenn man VORHER alles haargenau analysieren will, dann kommt man zu spät.....

Wenn dann die politische "Ideologie/Philosophie" noch praktisches Handeln erschwert oder unmöglich macht (rechtzeitige Kontrolle an den Grenzen und Quarantäne), dann hat man in der Tat ein erhebliches Problem und muss solche Maßnahmen durchführen wie die, die derzeit laufen.

Wenn sich aber solche "Erstbefunde", wie in China verifizieren lassen, dann hätte man möglicherweise ein weiteres Kriterium zur Hand, nachdem man HOCHRISIKOGRUPPEN identifizieren könnte.

"Abhängigkeit der Schwere der Erkrankungen von der Blutgruppe"....
Hier der Link:
https://www.youtube.com/watch?v=6n-rVRhRYSU

Ein weiteres Problem, mit dem wir es nun zunehmend zu tun haben werden ist der "wissenschaftliche Neid" und die Profilierungssucht von einzelnen Wissenschaflern und Politikern.

Ein Teil davon dürfte meines Erachtens nach auf die Hotspot-Heinsberg-Studie zutreffen. Geradezu katastrophal sind die Schlussfolgerungen die aus dier "Mini-Studie" vom "politischen Personal" der betroffenen Region gezogen werden. Eine Klein-Studie, die in einer ländlichen Region, mit völlig anderen Wohn- und Lebensverhältnissen als in städtischen Regionen gemacht wurde, kann KEINESFALLS als Entscheidungsgrundlage für ein Bundesland oder größer genommen werden. Als "Ergänzungsstudie" für einen ländlichen Hotspot und für gewissen hygienische Erkenntnisse ist sie jedoch durchaus nützlich.

Wir müssen also auf mehr Studien aus unterschiedlichen Bereichen warten und hoffen, dass sich durch die von unterschiedlichem wissenschaftlichen Personal gemachten Untersuchungen auch der Ehrgeiz und die Karrieresucht einzelner Wissenschaftler neutralisieren lassen.

Zwar sehr vorsichtige, aber immerhin kritische Bemerkungen zu der Studie (soweit sie bisher bekannt ist) machen Drosten und Kekule. Danke dafür.

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For entertainment purposes only.


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